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Stuttgar (ots) - Merz will die Richtung vorgeben und als mutiger Anführer
gelten, der sich nicht von protestierenden Gewerkschaftern beirren lässt. Die
Handlungsstärke deutlich zu machen, war ihm ein Anliegen. An vielen Stellen
seiner Rede fehlte quasi nur das "Basta!". Anders als damals Gerhard Schröder
verzichtete Merz immerhin auf diese verbale Provokation. In der Sache
argumentierte er verständlich und umsichtig, warum sich die Bevölkerung auf
spürbare Einschnitte einstellen muss. Sein Befund auf dem DGB-Kongress ist im
Kern richtig - vieles ist reformbedürftig. Merz fehlt jedoch die nötige Empathie
etwa für diejenigen, die in großer Sorge sind vor dem, was da kommt, weil sie
bei sich kein Sparpotenzial sehen. Viele Menschen fühlen sich vom Kanzler nicht
mitgenommen, das ist ein zentraler Grund, warum die Unzufriedenheit mit seiner
Arbeit so groß ist.
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