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Hamburg (ots) - Rechtliche Inhalte, vollständig KI-generierte Multimedia-Formate
und sensible Themen: In diesen Bereichen verzichten Kommunikatorinnen und
Kommunikatoren besonders häufig auf Künstliche Intelligenz. Denn obwohl KI in
der professionellen Kommunikation längst angekommen ist, wird sie von PR-Profis
in bestimmten Bereichen bewusst nicht eingesetzt - auch nicht unterstützend bei
Entwürfen, Ideen oder in der Produktion. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle
PR-Trendmonitor der dpa-Tochter news aktuell und P.E.R. Agency. An der Umfrage
haben 302 PR-Fach- und Führungskräfte aus Deutschland und der Schweiz
teilgenommen.
Stärkster Vorbehalt: rechtliche Risiken und sensible Themen
Bewusst gegen den Einsatz von KI entscheiden sich die meisten Befragten bei
rechtlich relevanten Inhalten wie Ad-hoc-Meldungen oder Informationen zu
Compliance-Themen: 43 Prozent verzichten hier auf Künstliche Intelligenz. 38
Prozent schließen KI zudem bei der internen Kommunikation zu sensiblen oder
strategischen Themen aus. Auch für heikle Themen wie Krisenstatements und
Krisenkommunikation im Allgemeinen nutzt derzeit mehr als ein Drittel (34
Prozent) keine KI.
Ebenfalls hohe Zurückhaltung: vollständig KI-generierte Multimedia-Formate
Deutliche Vorbehalte zeigen sich auch gegenüber vollständig KI-generierten
Videos und Audios. 38 Prozent setzen bei Videos bewusst auf von Menschen
erzeugte Inhalte, bei Audioinhalten wie etwa Podcasts sind es 37 Prozent. Bei
Bildern ist die Zurückhaltung gegenüber KI geringer: Nur ein knappes Drittel (31
Prozent) gibt an, bewusst keine KI zur Erstellung von Bildern zu nutzen.
Weniger Vorbehalte: Medienarbeit, öffentliche Positionierung und
Kommunikationsstrategie
Bei der direkten Kommunikation mit Journalistinnen und Journalisten sind die
Meinungen zwiegespalten. Zwar verzichten 35 Prozent der Befragten auf KI, wenn
es um das Beantworten von Medienanfragen geht. Bei der aktiven Medienarbeit,
etwa in Form von Themen-Pitches, lassen allerdings nur 25 Prozent KI komplett
außen vor.
Auch bei öffentlichen Statements zur gesellschaftlichen oder politischen
Positionierung verzichten nur 28 Prozent auf KI-Unterstützung. Das Verfassen von
Reden oder Zitaten im Rahmen der CEO-Kommunikation bleibt bei 26 Prozent
vollständig in menschlicher Hand.
Ähnlich verhält es sich beim Verfassen strategischer Kommunikationskonzepte:
Hier schließt nur jeder Fünfte (21 Prozent) Künstliche Intelligenz aus.
Social-Media-Community-Management: geringster Vorbehalt
Am wenigsten verzichten PR-Profis auf KI beim Community-Management auf Social
Media. Nur jeder sechste Befragte (16 Prozent) gibt an, bei Moderation und
Dialog in den sozialen Netzwerken keine Künstliche Intelligenz einzusetzen.
Für 17 Prozent der Befragten gibt es hingegen keine KI-freien Zonen: Sie können
sich den Einsatz von Künstlicher Intelligenz grundsätzlich in allen
Kommunikationsbereichen vorstellen.
Alle Ergebnisse auf einen Blick:
Bei welchen Kommunikationsaufgaben setzen Sie aktuell bewusst KEINE KI ein?
(auch nicht unterstützend für Entwürfe, Ideen oder Produktion)
- Rechtlich relevante Inhalte (z.B. Ad-hoc-Mitteilungen, Compliance-Infos) 43 %
- Vollständig KI-generierte Videoerstellung 38 %
- Interne Kommunikation zu sensiblen oder strategischen Themen 38 %
- Vollständig KI-generierte Audioerstellung (z.B. Podcasts, Sprecherstimmen) 37
%
- Beantwortung von Medienanfragen 35 %
- Krisenstatements / Krisenkommunikation 34 %
- Vollständig KI-generierte Bilderstellung 31 %
- Politische / gesellschaftliche Positionierungen 28%
- CEO- und Top-Management-Kommunikation (inkl. Zitate, Reden) 26 %
- Aktive Medienarbeit (z.B. Medien-Pitches, Themenplatzierung) 25 %
- Strategische Kommunikationskonzepte 21 %
- Social-Media-Community-Management (Dialog, Moderation) 16 %
- Andere 3 %
- Keine der genannten (KI-Einsatz ist für mich überall denkbar) 17 %
Basis: Alle Befragten, N = 302, Mehrfachantworten möglich
Quelle: PR-Trendmonitor von news aktuell und P.E.R. Agency. Online-Befragung im
Februar 2026 unter 302 Kommunikationsprofis aus Unternehmen, Organisationen und
Agenturen in Deutschland und der Schweiz.
Eine Einordnung der Ergebnisse gibt es auf dem news aktuell Blog:
https://ots.de/vzdcze
Über den PR-Trendmonitor
Der PR-Trendmonitor ist eine Online-Umfrage der dpa-Tochter news aktuell und der
Kommunikationsagentur P.E.R. Agency. Befragt werden regelmäßig
Kommunikationsprofis aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen in
Deutschland und der Schweiz. Die Umfrageergebnisse geben fundierte Einblicke in
Trends, Herausforderungen und Entwicklungen, die sich in der
Kommunikationsbranche abzeichnen. Der PR-Trendmonitor liefert PR-Fach- und
Führungskräften wertvolle Insights für ihre Arbeit. Die Studien erscheinen seit
über 20 Jahren und haben sich als wichtiger Indikator für die PR-Branche
etabliert.
Über news aktuell
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