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Frankfurt (ots) - Es wäre eine gute Nachricht, wenn die teils überschwänglichen
Worte von US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi
Jinping nicht nur das angespannte Klima zwischen Washington und Peking, sondern
auch deren Konflikte entspannen würden. Denn unter dem Streit der beiden
Großmächte leidet nicht nur deren Wirtschaft. Auch Firmen aus Deutschland und
anderen Staaten sind zwischen die Fronten. Zu fürchten ist allerdings, dass Xi
seinen Gast lediglich umgarnt und Trump nahezu leer ausgeht. Denn die
selbstbewussten Töne Trumps können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der
US-Präsident in der schwächeren Position ist. Trump hat während seiner zweiten
Amtszeit mit seiner kurzsichtigen Politik Amerika nicht größer gemacht, sondern
mit seinen Handelskonflikten, dem Streit mit den Nato-Verbündeten und den
mangelnden Erfolgen im Iran-Krieg den weltweiten Einfluss der USA geschwächt und
damit Chinas geopolitische Positionen gestärkt, statt Pekings Einfluss
zurückzudrängen.
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