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Münster/Berlin (ots) - Die Wohnungspreise in Berlin stagnieren auf einem hohen
Niveau: Im ersten Quartal 2026 lag der mittlere Angebotspreis für eine
gebrauchte Eigentumswohnung bei 5.512 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, 1
Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Das ergab eine Analyse des Instituts
empirica im Auftrag der LBS NordWest zur Preisentwicklung in den einzelnen
Stadtbezirken.
"Auch in der Hauptstadt muss Wohneigentum für junge Menschen eine realistische
Perspektive bleiben, gerade weil die eigene Immobilie ein zentraler Baustein der
privaten Altersvorsorge ist", erklärt Frank Demmer, Vorstandsvorsitzender der
LBS NordWest. "Angesichts der immer noch hohen Preise sollte daher auf die
Grunderwerbsteuer für Selbstnutzerinnen und Selbstnutzer verzichtet werden, um
den Erwerb zu erleichtern."
Mehr als 6.000 Euro pro Quadratmeter in zentralen Lagen
Der teuerste Stadtbezirk in Berlin ist nach wie vor Mitte. Der Quadratmeterpreis
liegt hier bei 6.538 Euro, 2 Prozent über dem Vorjahresquartal. Geht man von
einem mittleren Objektpreis von 415.000 Euro für eine gebrauchte
Eigentumswohnung aus, entspricht das 7,8 Jahresnettoeinkommen eines Berliner
Durchschnittshaushalts. Im hochpreisigen Segment kosten Wohnungen in Mitte
allerdings deutlich mehr, nämlich mindestens 730.000 Euro.
Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg zählen ebenfalls zu den
Bezirken mit mittleren Angebotspreisen von mehr als 6.000 Euro pro Quadratmeter
(6.242 Euro bzw. 6.144 Euro). Gegenüber dem Vorjahresquartal haben sich die
Preise hier kaum verändert, in Charlottenburg-Wilmersdorf gab es einen leichten
Rückgang von 1 Prozent. Für eine typische Gebrauchtwohnung müssen in beiden
Bezirken zwischen 8,0 und 8,7 Jahreshaushaltseinkommen aufgebracht werden.
Breites Mittelfeld in der Preisskala
Unterhalb der 6.000-Euro-Marke weist die Berliner Preisskala ein breites
Mittelfeld auf. Während die Wohnungspreise in Pankow mit 5.846 Euro pro
Quadratmeter noch recht nah an den drei teuersten Bezirken liegen, finden sich
auf den folgenden Plätzen Angebotspreise um die 5.000 Euro
(Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf und Neukölln) bis 4.500 Euro
(Lichtenberg und Treptow-Köpenick).
Hier gibt es die günstigsten Angebote
Deutlich günstiger sind die Wohnungsangebote in den Bezirken Spandau und
Marzahn-Hellersdorf. Der mittlere Preis in Spandau beträgt 3.945 Euro pro
Quadratmeter. In Marzahn-Hellersdorf kosten gebrauchte Eigentumswohnungen im
Mittel 4.047 Euro pro Quadratmeter. Der Angebotspreis in Spandau entspricht 4,7
durchschnittlichen Jahreshaushaltseinkommen, in Marzahn-Hellersdorf sind es 6,0.
Preise sinken nur in zwei Bezirken
Lediglich in Charlottenburg-Wilmersdorf und in Lichtenberg sind die
Wohnungspreise gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken (- 1% bzw. - 3%).
Deutlich vom Berliner Durchschnitt abweichende Preissteigerungen gab es in
Spandau mit einem Plus von 8 Prozent sowie in Neukölln und Marzahn-Hellersdorf
(jeweils + 4%).
Pressekontakt:
LBS NordWest
Jörg Sawatzki
mailto:joerg.sawatzki@lbs-nw.de
0511 926 68 66
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/172636/6275591
OTS: LBS NordWest
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