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Teltow (ots) - Vom Berliner Szene-Imbiss zur deutschlandweiten Kette: Goldies
wächst rasant und betreibt inzwischen über ein Dutzend Standorte in Städten wie
Berlin, München, Köln oder Frankfurt. Gleichzeitig plant das Unternehmen weitere
Expansion - auch über ein Franchise-System.
Im Franchise entscheidet nicht das Produkt über den Erfolg, sondern ob Marke und
Konzept so stark sind, dass sie überall gleich funktionieren - ohne an Qualität
zu verlieren. Nachfolgend erfahren Sie, warum gerade im Gastro-Franchise nicht
die Idee, sondern die konsequente Umsetzung den Unterschied macht und weshalb
viele Konzepte genau daran scheitern.
Vom Sternerestaurant zum skalierbaren Konzept
Die Geschichte von Goldies beginnt nicht in der klassischen Systemgastronomie,
sondern in der Spitzengastronomie. Die Gründer Vladislav Gachyn und Kajo Hiesl
arbeiteten zuvor im Drei-Sterne-Restaurant Aqua im Ritz-Carlton Wolfsburg. Statt
diesen Weg weiterzugehen, entschieden sie sich bewusst für ein zugänglicheres
Gastronomiekonzept.
2017 eröffneten sie ihre erste Filiale in der Berliner Oranienstraße.
Ursprünglich lag der Fokus auf Pommes und Fried Chicken. Erst einige Jahre
später ergänzte Goldies das Sortiment um Smashburger - zu einem Zeitpunkt, als
diese Zubereitungsart in Deutschland noch weitgehend unbekannt war.
Dabei setzte das Unternehmen früh auf klare Wiedererkennbarkeit. Das Konzept
konzentriert sich bewusst auf wenige Produkte, standardisierte Abläufe und eine
stark reduzierte Speisekarte. Genau diese Klarheit entwickelte sich zu einem
zentralen Bestandteil der Marke.
Warum Reduktion zum Vorteil wird
Während viele Gastronomiebetriebe möglichst viele Zielgruppen gleichzeitig
ansprechen wollen, verfolgt Goldies einen gegenteiligen Ansatz. Die Karte bleibt
bewusst klein, saisonale Experimente spielen kaum eine Rolle und die Prozesse
sind stark standardisiert.
Gerade diese Reduktion schafft Vorteile für Skalierung und Wiedererkennbarkeit.
Gäste wissen unabhängig vom Standort relativ genau, welches Produkt sie
erwartet. Gleichzeitig erleichtert eine begrenzte Produktpalette die
Qualitätssicherung und reduziert operative Komplexität.
Hinzu kommt ein klarer Markenauftritt. Goldies positioniert sich weniger als
klassische Fastfood-Kette und stärker als eigenständige Community-Marke. Dadurch
entsteht eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen. Für viele Gäste steht
deshalb nicht allein das Produkt im Mittelpunkt, sondern das Gesamtgefühl rund
um die Marke.
Warum viele Gastro-Konzepte nicht skalierbar sind
Gerade in der Gastronomie scheitern viele Expansionen daran, dass erfolgreiche
Einzelstandorte nicht automatisch reproduzierbar sind. Häufig hängt der Erfolg
stark von einzelnen Personen, besonderen Standorten oder individuellen Abläufen
ab. Sobald weitere Filialen hinzukommen, entstehen Qualitätsprobleme und
operative Schwächen.
Im Franchise verschärft sich dieses Problem zusätzlich. Denn hier muss ein
Konzept nicht nur zentral funktionieren, sondern auch von selbstständigen
Partnern zuverlässig umgesetzt werden können. Dafür braucht es standardisierte
Prozesse, klare Markenwerte und möglichst einfache Abläufe.
Genau an diesem Punkt besitzt Goldies strukturelle Vorteile. Das Konzept
arbeitet mit einer überschaubaren Karte, klar definierten Zubereitungsprozessen
und einer starken Markenidentität. Viele Abläufe lassen sich dadurch
vergleichsweise gut übertragen und kontrollieren.
Franchise braucht mehr als ein gutes Produkt
Entscheidend im Franchise ist nicht allein, ob ein Produkt beliebt ist.
Ausschlaggebend ist vielmehr, ob sich die gesamte Erfahrung reproduzieren lässt
- unabhängig davon, wer den Standort betreibt.
Dafür müssen Markenversprechen, Produktqualität und operative Prozesse eng
miteinander verzahnt sein. Gäste erwarten an jedem Standort dieselbe Qualität,
dieselbe Geschwindigkeit und dieselbe Markenwirkung.
Goldies profitiert hier von seiner klaren Positionierung. Die Marke ist
eindeutig definiert, die Abläufe sind vergleichsweise einfach und das Produkt
lässt sich standardisiert herstellen. Gleichzeitig bleibt das Konzept emotional
aufgeladen, weil die Marke eng mit ihrer Entstehungsgeschichte verbunden ist.
Die eigentliche Herausforderung beginnt jetzt
Mit dem Aufbau eines Franchise-Systems beginnt allerdings eine neue Phase. Denn
selbst starke Marken müssen ihre Prozesse so dokumentieren und trainieren, dass
sie außerhalb des Gründerteams funktionieren.
Genau daran scheitern viele Konzepte. Was in einem einzelnen Betrieb intuitiv
funktioniert, lässt sich oft nur schwer in standardisierte Systeme übersetzen.
Franchise benötigt deshalb nicht nur eine gute Idee, sondern vor allem klare
Prozesse, Schulungssysteme und nachvollziehbare Qualitätsstandards.
Goldies bringt dafür wichtige Voraussetzungen mit: eine starke Marke, ein
fokussiertes Konzept und standardisierbare Abläufe. Ob daraus langfristig ein
stabiles Franchise-System entsteht, wird davon abhängen, wie konsequent sich
diese Qualität an allen zukünftigen Standorten reproduzieren lässt.
Über Jana Jabs:
Jana Jabs ist Franchise-Expertin und begleitet Unternehmen bereits seit mehr als
zehn Jahren beim Aufbau einer digitalen Wissenssammlung. Als Franchise-Beraterin
unterstützt sie Unternehmer dabei, ein nachhaltiges Franchise-System aufzubauen
und ihr Business-Wissen digital als Handbuch abzubilden und allen Mitarbeitern
zur Verfügung zu stellen. Weitere Informationen dazu unter:
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Die FranchiseMacher GmbH
Vertreten durch: Jana Jabs und Eugen Marquard
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