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Jung-Stiftung
https://ots.de/CiaMRk
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Hamburg (ots) - Ein Preis, der unabhängige Forschung ermöglicht - und
humanmedizinische Spitzenforschung ehrt
- Senatsempfang im Hamburger Rathaus: Am 21. Mai 2026 hat der Erste
Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher 50 Jahre Jung-Preis für Medizin mit einem
Empfang im Großen Festsaal gewürdigt.
- Unabhängige Förderung seit 1976: Der Jung-Preis für Medizin wird seit 1976
vergeben; das Preisgeld wird ohne Konditionen verliehen und ermöglicht
Forschung mit großer wissenschaftlicher Freiheit.
- Wirkung über Jahrzehnte: Ausgezeichnete Arbeiten haben die Medizin nachhaltig
geprägt - bis hin zu Nobelpreis-gekrönter Forschung und Durchbrüchen wie
CRISPR-Cas9 oder mRNA-Technologie.
Seit 1976 verleiht die in Hamburg ansässige Jung-Stiftung für Wissenschaft und
Forschung den Jung-Preis für Medizin . Seit fünf Jahrzehnten zählt die
Auszeichnung zu den renommiertesten und höchstdotierten Medizinpreisen Europas.
Am gestrigen Donnerstag, 21. Mai 2026, würdigte Hamburgs Erster Bürgermeister
Dr. Peter Tschentscher dieses Jubiläum mit einem Senatsempfang im Hamburger
Rathaus. Der Senatsempfang unterstreicht Hamburgs Rolle als
Wissenschaftsstandort, der exzellente Forschung fördert und internationale
Netzwerke stärkt. Die Jung-Stiftung verbindet Hamburg mit globaler
wissenschaftlicher Strahlkraft und trägt dazu bei, dass medizinischer
Fortschritt von Hamburg aus Impulse in die Welt sendet.
Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: "Der Jung-Preis für
Medizin trägt seit 50 Jahren dazu bei, Wissenschaft und Forschung zu fördern,
besondere Leistungen anzuerkennen und damit gerade jungen Medizinerinnen und
Medizinern Motivation zu geben, sich mit ihrem Talent und ihrer
Leistungsbereitschaft für die Medizin einzusetzen, Ideen zu entwickeln und neue
Wege zu gehen. Die Preisverleihungen, Symposien und Stipendien der Jung-Stiftung
lenken dabei den Blick auf Hamburg als medizinischen Forschungs- und
Wissenschaftsstandort. Ich danke der Stiftung herzlich für ihr Engagement und
ihre Arbeit."
Unabhängige Forschung - und Freiräume, die medizinische Innovation ermöglichen
Eine Besonderheit des Jung-Preises für Medizin ist die konsequent unabhängige
Förderung: Das Preisgeld wird ohne Konditionen vergeben. Preisträger:innen
können Forschungsthema, Konzept und Methoden frei definieren und so
unbürokratisch auf neue Entwicklungen reagieren oder auch unkonventionelle Ideen
verfolgen. Gerade in der Humanmedizin, in der Erkenntnisse oft Zeit brauchen,
bevor sie in Diagnostik und Therapie ankommen, schafft dieser Freiraum die
Grundlage für nachhaltige Wirkung.
"Der Jung-Preis für Medizin folgt seit 50 Jahren einen einfachen Grundsatz:
Förderung ist für uns kein Selbstzweck. Sie ist immer auch Ausdruck von
Verantwortung - gegenüber Wissenschaft und Gesellschaft, Geschichte und Zukunft.
Verantwortung heißt dabei zweierlei: die Freiheit der Forschung zu achten und
zugleich für die Bedingungen einzustehen, unter denen sie Wirkung entfalten
kann." Jochen Spethmann, Vorstandsvorsitzender der Jung-Stiftung für
Wissenschaft und Forschung.
Jung-Preis für Medizin: Eine wegweisende Auszeichnung
Die Entwicklung der Medizin der vergangenen Jahrzehnte lässt sich an den
ausgezeichneten Arbeiten beispielhaft ablesen: Emmanuelle Charpentier erhielt
den Jung-Preis für Medizin, bevor sie 2020 gemeinsam mit Jennifer Doudna den
Nobelpreis für die CRISPR-Cas9-Genschere erhielt - eine Technologie, die neue
Wege zur Behandlung genetischer Erkrankungen eröffnet. Der Immunologe Rolf
Martin Zinkernagel wurde später für grundlegende Erkenntnisse zur Immunerkennung
virusinfizierter Zellen mit dem Nobelpreis geehrt - eine Basis moderner
Impfstrategien und Immuntherapien. Özlem Türeci trug mit mRNA-Forschung
maßgeblich zur Entwicklung mRNA-basierter COVID-19-Impfstoffe bei - mit
Potenzial für weitere Anwendungen bei Infektions- und Tumorerkrankungen.
"Die Geschichte des Jung-Preises für Medizin zeigt, wie Weitsicht in der
Forschungsförderung wirkt. Ausgezeichnet werden Arbeiten, die wissenschaftlich
exzellent sind und zugleich klinische Relevanz haben - oft lange bevor ihre
Bedeutung im Alltag der Medizin sichtbar wird. Dass der Preis diese Qualität
früh erkennt und zugleich Freiraum für die nächsten Schritte schafft, macht
seinen internationalen Rang aus." Prof. Thomas Boehm, Vorsitzender des
Kuratoriums der Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung.
Preisverleihung am selben Tag
Ebenfalls am 21. Mai 2026 hat die Jung-Stiftung bei einem festlichen Dinner in
der Hanse Lounge ihre Medizinpreise 2026 verliehen: Den diesjährigen Jung-Preis
für Medizin erhielt Professorin Rohini Kuner (Heidelberg), der
Jung-Karriere-Förderpreis ehrt die Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Fiona
Kolbinger (Dresden) und Professor Taroh Kinoshita (Osaka) wurde mit der
Jung-Medaille für Medizin in Gold für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Pressekontakt:
MuthKomm GmbH
Nele Luchsinger
Gluckstr.57
22081 Hamburg
Telefon: 040 307070710
E-Mail: mailto:nele.luchsinger@muthkomm.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/18493/6280348
OTS: Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
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