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Straubing (ots) - Der türkische Präsident betreibt seit Beginn des Krieges vor
mehr als vier Jahren eine Schaukelpolitik zwischen Russland, der Ukraine und dem
Westen.Im Juli empfängt er die Nato-Partner zum Gipfeltreffen in Ankara, die
einst beschworene Wertegemeinschaft der Mitgliedsstaaten kann Erdogan als
politische Prosa abtun. Die Nato hat zwar mit der Abschreckung Russlands eine
neue (alte) Aufgabe gefunden, für die USA und die Türkei gilt das aber nur
teilweise. Weil sich die Vereinigten Staaten mit ihrem Präsidenten Trump von
ihren Verbündeten in Europa abwenden, sucht Deutschland explizit Bündnisse mit
anderen Mittelmächten außerhalb der EU. Der Besuch von Bundeskanzler Merz im
Herbst vergangenen Jahres diente diesem Zweck. Sicherheit, Militärkooperation
und Geschäft lautet der neue Dreiklang. Die Türkei ist eine dieser Mächte. Wen
wundert's, dass ihr Präsident macht, was er will.
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