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Bremen (ots) - Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und
Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für
Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das
Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte
der Chefökonom der Weltbank dem Bremer "WESER-KURIER" (Dienstagausgabe). Die
deutsche Infrastruktur sei einst eine der besten der Welt gewesen und habe sich
über die Jahrzehnte verschlechtert. "Das schadet", meinte Stiglitz und forderte
die Bundesregierung auf, ihre Klimaschutzbemühungen fortzusetzen: "Die
Energiewende ist notwendig, um unseren Planeten zu schützen, aber auch, weil sie
zu höherer Produktivität führt".
Kein gutes Haar ließ der 83-Jährige an der Wirtschaftspolitik der
Trump-Regierung: "Die US-Wirtschaft wächst unausgewogen und nicht nachhaltig",
so der Wirtschaftsberater des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton. Die
Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe seien zurückgegangen, die ausländischen
Investitionen in den USA ebenfalls und die Lage am Arbeitsmarkt sei schwach. In
den USA habe in den vergangenen Jahrzehnten "eine Aushöhlung der Mittelschicht
stattgefunden", betonte Stiglitz. Der Krieg im Iran sei "wirtschaftlich gesehen
eine Katastrophe", so der Professor, weil die steigenden Ölpreise die Inflation
zusätzlich anheizten.
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