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Velburg (ots) - Der Konflikt im Nahen Osten trifft die Baubranche mit voller
Wucht. Steigende Ölpreise verteuern zentrale Baustoffe wie Beton, Dämmstoffe
oder Bitumen - gleichzeitig ziehen Transport- und Energiekosten an. Die Folge:
Baukosten sind bereits um 3 bis 5 Prozent gestiegen, mit weiterem
Aufwärtspotenzial.
Die Krise treibt die Preise, aber die größten Kosten entstehen nicht durch den
Markt, sondern durch schlechte Verträge und fehlende Transparenz. Dieser Beitrag
verrät, worauf Bauherren jetzt achten müssen - von Preisgleitklauseln über
Angebotsvergleiche bis hin zur richtigen Timing-Strategie, um nicht unnötig
draufzuzahlen.
Preissteigerungen gehören im Bauwesen zum Alltag
Grundsätzlich sind Preisänderungen im Bauwesen nichts Neues. Bauprojekte
erstrecken sich häufig über mehrere Jahre. Dabei gilt in der Branche oft die
Faustregel: Planungszeit ist gleich Bauzeit. Läuft ein Bauvorhaben
beispielsweise über ein bis eineinhalb Jahre Bauzeit, ergibt sich schnell eine
Gesamtdauer von zwei bis drei Jahren.
In diesem Zeitraum erhöhen Hersteller ihre Preise in der Regel mindestens einmal
jährlich. Kommen zusätzlich Krisen, Kriege oder Lieferengpässe hinzu, steigen
die Preise häufig noch schneller. Ähnlich wie an der Tankstelle entstehen dabei
nicht nur reale Mehrkosten. Teilweise nutzen Unternehmen die allgemeine
Unsicherheit auch, um zusätzliche unterjährige Preissteigerungen durchzusetzen.
Besonders deutlich zeigte sich diese Entwicklung während der Corona-Pandemie.
Damals wurden massive Preissteigerungen vor allem von Herstellern weitergegeben.
Handwerksbetriebe waren häufig selbst von den höheren Einkaufskosten betroffen
und gerieten dadurch zusätzlich unter Druck.
Warum klare Vertragsregelungen entscheidend sind
Um sich gegen unvorhersehbare Preissteigerungen abzusichern, sollten Bauherren
möglichst früh auf klare Vertragsstrukturen achten. Eine zentrale Rolle spielen
dabei Festpreisvereinbarungen.
Idealerweise wird bereits bei Vertragsabschluss schriftlich festgehalten, dass
die angebotenen Preise bis zur Fertigstellung des Gebäudes gelten. Dadurch
entsteht für beide Seiten Planungssicherheit. Gleichzeitig reduziert sich das
Risiko späterer Nachforderungen deutlich.
Trotzdem bleibt in der Praxis ein gewisses Restrisiko bestehen. Während der
Corona-Zeit kam es beispielsweise immer wieder vor, dass Unternehmen
argumentierten, sie könnten ohne zusätzliche Zahlungen wirtschaftlich nicht
überleben. Bauherren gerieten dadurch teilweise unter erheblichen Druck. Umso
wichtiger ist es deshalb, Geschäftspartner sorgfältig auszuwählen und bereits
vor Vertragsabschluss auf wirtschaftliche Stabilität und belastbare
Unternehmenszahlen zu achten.
Preisgleitklauseln können Risiken verlagern
Wenn Unternehmen keine Festpreise akzeptieren, werden häufig sogenannte
Preisgleitklauseln vereinbart. Sie regeln, wie sich Material- oder Energiekosten
während der Bauphase verändern dürfen.
Für Bauherren bedeutet das allerdings auch: Steigen die Preise, müssen sie einen
Teil der Mehrkosten tragen. Solche Klauseln schaffen zwar Flexibilität,
verlagern das wirtschaftliche Risiko jedoch teilweise auf den Auftraggeber.
Deshalb sollten sie nur mit klar definierten Berechnungsgrundlagen und
nachvollziehbaren Bedingungen verwendet werden.
Transparenz schützt vor unnötigen Mehrkosten
Gerade in angespannten Marktphasen lohnt es sich, Angebote sorgfältig
miteinander zu vergleichen und Preisentwicklungen kritisch zu hinterfragen.
Nicht jede Kostensteigerung ist automatisch gerechtfertigt. Gleichzeitig sollten
Bauherren darauf achten, dass Vertragsinhalte juristisch sauber formuliert sind
und möglichst wenig Interpretationsspielraum lassen.
Entscheidend bleibt am Ende jedoch nicht allein die Marktlage, sondern die
Qualität der Vorbereitung. Wer transparente Verträge abschließt, wirtschaftlich
stabile Partner auswählt und Preisregelungen klar definiert, kann selbst in
unsicheren Zeiten das Risiko unnötiger Zusatzkosten deutlich reduzieren.
Über Dr. Peter Burnickl:
Dr. Peter Burnickl hat sich zur Aufgabe gemacht, mit einem neuen Ansatz für
nachhaltige, optimierte und wirtschaftliche Gebäude zu sorgen. Er ist der
Geschäftsführer der Pro Bauherr GmbH und eingetragener Sachverständiger für
Baukosten und technische Gebäudeausstattung. Als Ingenieur, Projektentwickler
und Ex-Bauträger kennt er die Branche außerdem genau. Mit seinem Team
unterstützt er Bauherren dabei, so zu bauen, dass alle Kosteneinsparpotentiale
voll ausgeschöpft sind. Weitere Informationen unter:
https://www.pro-bauherr.com/ .
Pressekontakt:
Ruben Schäfer
E-Mail: mailto:redaktion@dcfverlag.de
Pro Bauherr GmbH
Vertreten durch: Dr. Peter Burnickl
E-Mail: mailto:info@pro-bauherr.com
https://www.pro-bauherr.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/173485/6281425
OTS: Pro Bauherr GmbH
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