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Wien (ots) - Steigende Zinsen, geopolitische Konflikte und Inflation setzen dem
Immobilienmarkt spürbar zu - aber sie stoppen ihn nicht komplett. Der aktuelle
Iran-Konflikt treibt Energiepreise und damit auch Baukosten nach oben,
gleichzeitig steigen die Bauzinsen wieder in Richtung 4 Prozent und erschweren
Finanzierungen.
Der Boom ist nicht vorbei - er wird nur selektiver. Gute Immobilien bleiben
gefragt, während schwächere Objekte zunehmend unter Druck geraten. Nachfolgend
erfahren Sie, warum der Markt gerade nicht crasht, sondern sich neu sortiert -
und worauf Käufer und Investoren jetzt besonders achten müssen.
Höhere Zinsen bremsen die Dynamik
Zu Beginn des Jahres 2026 deutete vieles auf eine Erholung des Immobilienmarktes
hin. Sinkende Zinsen und steigende Mieten hätten die Rahmenbedingungen
verbessert. Der Krieg im Nahen Osten veränderte diese Entwicklung jedoch
spürbar. Die Renditen von Staatsanleihen stiegen weltweit an, ebenso die
Finanzierungskosten für Immobilien.
Dadurch verteuerten sich langfristige Kredite deutlich. Zehnjährige
Finanzierungen kosten inzwischen häufig mehr als vier Prozent. Das wirkt sich
unmittelbar auf die Nachfrage aus. Statt weiter steigender Preise zeigt sich der
Markt aktuell eher seitwärtsgerichtet oder leicht rückläufig.
Von einem dauerhaften Einbruch gehen viele Marktbeobachter dennoch nicht aus.
Entscheidend bleibt, wie sich der Krieg, die Ölpreise und die Geldpolitik
entwickeln. Sollte sich die Lage entspannen und die Inflation wieder sinken,
könnten die Zentralbanken ihre Zinspolitik lockern. Bleiben Energiepreise und
Inflation hingegen hoch, dürften auch die Finanzierungskosten auf erhöhtem
Niveau bleiben.
Lage schlägt Ausstattung
Parallel dazu verändern sich die Kriterien, nach denen Immobilien bewertet
werden. Energetische Standards spielen zwar weiterhin eine Rolle, allerdings
weniger dominant als noch vor einigen Jahren. Wichtiger wird erneut die Lage.
Gerade in Zeiten hoher Inflation zeigt sich, wie stark sich gute und schwache
Standorte auseinanderentwickeln. In wirtschaftlich starken Regionen und
Metropolen steigen die Mieten weiterhin, wodurch sich höhere Verwaltungs-,
Sanierungs- und Instandhaltungskosten teilweise ausgleichen lassen. In
strukturschwachen Regionen funktioniert dieser Mechanismus dagegen kaum. Dort
steigen die Kosten ebenfalls, die Mieten halten jedoch oft nicht Schritt.
Zusätzlich verändert sich die Nachfrage auf Mieterseite. Kleine Wohnungen und
WG-taugliche Grundrisse bleiben stark gefragt, weil viele Haushalte ihre
Wohnkosten senken müssen. Große Wohnungen mit hohen Betriebskosten lassen sich
dagegen zunehmend schwieriger vermieten oder verkaufen, selbst in guten Lagen.
Warum der Markt bislang nicht crasht
Trotz steigender Belastungen rechnen viele Experten derzeit nicht mit einem
flächendeckenden Immobiliencrash. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen bleibt
die Nachfrage nach Wohnraum hoch, insbesondere in Ballungsräumen und deren
Speckgürteln. Zum anderen wird weiterhin zu wenig gebaut, wodurch der
Wohnungsmangel bestehen bleibt.
Auch politische Eingriffe wirken nicht ausschließlich belastend. Zwar wurden
Mietrecht und Regulierung teilweise verschärft, gleichzeitig gibt es jedoch
Bestrebungen, Dachgeschossausbauten, Nachverdichtungen oder die Umwandlung von
Gewerbeflächen in Wohnraum zu erleichtern.
Ein massiver Einbruch wäre vor allem dann denkbar, wenn sich die geopolitische
Lage deutlich verschärfen würde. Sollten Öl- und Gaspreise infolge eines langen
Krieges massiv steigen und die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession geraten,
könnten auch Immobilien-, Aktien- und Anleihemärkte erheblich unter Druck
geraten. Derzeit gilt dieses Szenario allerdings als eher unwahrscheinlich.
Hinzu kommt, dass die Zentralbanken wegen der hohen Staatsverschuldung kaum
Spielraum für extreme Zinserhöhungen haben. Anders als in den 1970er-Jahren
dürften die Zinsen deshalb kaum dauerhaft massiv steigen.
Private Käufer unterschätzen die Komplexität
Gerade private Käufer tun sich in der aktuellen Marktphase häufig schwer. Viele
entscheiden emotional und kaufen Immobilien danach, ob sie selbst dort wohnen
würden. Wirtschaftliche Faktoren wie Lagequalität, Rendite, regulatorische
Anforderungen oder steuerliche Aspekte geraten dabei oft in den Hintergrund.
Hinzu kommt, dass die Marktbedingungen komplexer geworden sind. Steuerrecht,
Mietrecht, energetische Vorgaben und Finanzierungskriterien verändern sich
laufend. Wer sich damit nicht intensiv beschäftigt, kalkuliert schnell falsch.
Besonders riskant kann der Kauf großer Eigenheime in schwächeren Randlagen
werden. Während kleine Wohnungen vielerorts weiterhin stark nachgefragt werden,
könnten größere Objekte außerhalb attraktiver Standorte zunehmend zu Ladenhütern
werden.
Renditen steigen, Kalkulationen werden vorsichtiger
Mit den höheren Zinsen verändern sich auch die Renditeerwartungen
professioneller Investoren. Damit sich Immobilien weiterhin rechnen, müssen die
Mietrenditen steigen - was im Umkehrschluss sinkende Kaufpreise bedeutet. Vor
allem Bauträgerprojekte und kurzfristige Immobilienhandelsmodelle geraten
dadurch unter Druck. Banken finanzieren zurückhaltender, gleichzeitig steigen
Bau- und Betriebskosten weiter an. Entsprechend vorsichtig fallen die
Kalkulationen aus.
Während sich bei großen Wohnungen die Mietsteigerungen zunehmend begrenzen,
entwickeln sich kleine Einheiten weiterhin dynamisch. Dort zeigt die Nachfrage
bislang klar nach oben - und damit auch die Mietpreise.
Über Gerald Hörhan:
Gerald Hörhan ist mit Einzimmerwohnungen zum Millionär geworden und ist der
festen Ansicht, dass 90 Prozent der Menschen ebenso dazu in der Lage sind. Mit
der Gründung der Investment Punk Academy hat er einen Ort geschaffen, an dem die
Teilnehmer lernen, wie sie ihre finanzielle Freiheit systematisch planen. Damit
holt er nach, was im Bildungssystem versäumt wird. Schließlich wird nirgends der
richtige Umgang mit Geld gelehrt. Mit der Investmentpunk Academy konnte er
mittlerweile über 100.000 Menschen Finanzen lehren und ihnen helfen, auf diesem
Weg ihre Ziele zu realisieren. Mehr Informationen unter:
https://www.investmentpunk.com/
Pressekontakt:
Investmentpunk Academy GmbH
Gerald B. Hörhan
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Ruben Schäfer
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