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Solingen (ots) - 53% der Azubis denken, dass Künstliche Intelligenz
Ausbildungsthemen "öfter" oder "manchmal" besser erklären kann als die eigenen
Ausbilder*innen. Im Hinblick auf die eigenen Berufsschullehrer*innen finden das
sogar 74%. Das ist das Ergebnis der diesjährigen Studie Azubi-Recruiting Trends
von u-form Testsysteme. An der Online-Umfrage haben in diesem Jahr 9.542 Azubis,
dual Studierende und Schüler*innen sowie 2.071 Ausbildungsverantwortliche
teilgenommen.
85% der Azubis schätzen sich im Hinblick auf ihre eigenen KI-Kompetenzen als
"sehr fit" oder "eher fit" ein. An einer KI-Weiterbildung haben allerdings nur
15% von ihnen teilgenommen. 49% der Betriebe stellen keine Lernangebote zum
Thema KI für Azubis bereit.
Kandidatenmarkt kollabiert
Im vergangenen Jahr hatte die Studie schon gezeigt, dass im Ausbildungsmarkt
wieder stärker Arbeitgeber dominieren - der Kandidatenmarkt kollabiert. Dieser
Trend verstärkt sich in diesem Jahr. Der 2026er-Studie zufolge erhalten nur noch
29% der Azubi-Bewerbenden zwei oder mehr Ausbildungsangebote. Das ist der
niedrigste Wert seit Beginn der Messreihe 2014 und ein erneuter Absturz
gegenüber den 42% des Vorjahres (siehe Tabelle). Gleichzeitig konnten jedoch 34%
der befragten Ausbildungsbetriebe 2025 nicht alle ihre Ausbildungsplätze
besetzen.
Jahr der Studie Anteil der Azubis mit mehr als einem Ausbildungsangebot
2026 29%
2025 42%
2019 73% (höchster je gemessener Wert)
2014 42%
Krankenstand in der Selbst- und Fremdwahrnehmung
In diesem Jahr werfen die Studienverantwortlichen einen besonderen Blick auf das
Thema Gesundheit: 75% der Ausbilder berichten, dass die Krankheitsfehltage ihrer
Auszubildenden in den letzten fünf Jahren gestiegen sind. 54% glauben, dass sich
die eigenen Azubis "oft" oder "manchmal" krankmelden, ohne krank zu sein. Auf
der anderen Seite sagen 82% der Azubis, sie hätten sich noch nie unbegründet
krankgemeldet. Die von Ausbildungsverantwortlichen genannten "häufigsten
Ursachen" für steigende Fehlzeiten bei Azubis und dual Studierenden sind
"geringe Belastbarkeit" (34%) und psychische Belastung/Überforderung (29%).
Psychische Gesundheit als Ausbildungsphänomen
Im Hinblick auf psychische Gesundheit geben 85% der befragten
Ausbildungsverantwortlichen an, die eigenen Azubis seien stärker psychisch
belastet als vor der Coronapandemie. 25% der Azubis und dual Studierenden haben
sich eigenen Angaben zufolge schon einmal wegen psychischer Belastung
krankgemeldet, weitere 15% wegen "familiären oder privaten Problemen". 74% der
Ausbilder meinen, in ihrem Ausbildungsbetrieb werde "sehr gut" oder "eher gut"
auf die psychische Gesundheit von Azubis und dual Studierenden geachtet. Bei den
Azubis und dual Studierenden sehen das nur 53% so. "Psychische Gesundheit ist in
der Ausbildung ein strukturell unterberichtetes Thema. Hier besteht dringender
Diskussionsbedarf", sagt Studieninitiatorin Felicia Ullrich von u-form
Testsysteme.
Anforderungsprofile - von Bewerbenden ernster genommen als von den Betrieben
Auch Klassiker aus dem Azubi-Recruiting und -Marketing stehen in diesem Jahr
wieder auf dem Programm der Studie wie etwa das Thema Eignungsdiagnostik. 37%
der Azubi-Bewerbenden bewerben sich erst dann, wenn sie vier oder fünf von fünf
in der Stellenanzeige genannten Kriterien erfüllen. Gleichzeitig nehmen 65% der
Betriebe ihren eigenen Anforderungskatalog selbst nicht ernst und priorisieren
eher den Gesamteindruck, den sie von den Bewerbenden haben. Bei der
Selbstauswahl der Azubi-Bewerbenden gibt es außerdem deutliche Unterschiede
zwischen den Geschlechtern: 42% der Bewerberinnen nehmen sich selbst aus dem
Rennen, wenn sie nicht (fast) alle Kriterien erfüllen. Bei den Männern sind es
32%. Ausführliche Anforderungskataloge wirken also vor allem als
Selektionsfilter gegen Frauen.
Entgelttransparenz im Ausbildungsmarkt
Das Entgelttransparenzgesetz ist ab dem 7. Juni 2026 mit erweiterten
Transparenzpflichten verbunden. Wie halten es Ausbildungsbetriebe aktuell mit
der Gehaltstransparenz? Nur 46% geben die Ausbildungsvergütung für Azubis in
Stellenanzeigen in einem konkreten Betrag an (zum Beispiel "1.050 Euro im 1.
Jahr"). 22% nutzen eine Tarifangabe (etwa "TVöD/TV-L"), 12% werbliche Begriffe
wie "gut" oder "fair". 20% machen in ihren Azubi-Anzeigen überhaupt keine
Angaben zur Vergütung.
Die Studie wird wie in den vergangenen Jahren wissenschaftlich begleitet von
Prof. Dr. Christoph Beck. Studienpartner ist AUBI-plus. Der zweite Teil der
Azubi-Recruiting Trends 2026 erscheint im Herbst 2026. Infos zur Studie unter:
https://www.testsysteme.de/studie
Über die u-form Gruppe
Der u-form Verlag bietet Materialien zur Vorbereitung auf IHK-Prüfungen. Das
Solinger Familienunternehmen ist seit über 75 Jahren Partner der Industrie- und
Handelskammern. Die u-form Testsysteme GmbH & Co. KG wurden 2007 aus dem Verlag
ausgegliedert. Unternehmen profitieren von über 60 verschiedenen praxisnahen und
tätigkeitsbezogenen Einstellungstests. Mit dem "u-form Testsystem" bietet u-form
eine moderne Plattform für Online-Einstellungstests und in Form des "u-form
E-Recruitings" ein elektronisches Bewerbermanagementsystem. Beide Lösungen sind
passgenau auf den Bedarf von ausbildenden Organisationen zugeschnitten. Mit dem
"Azubi-Navigator" bietet u-form seit 2017 ein einzigartiges, cloudbasiertes
Ausbildungsmanagement, um die duale Ausbildung zu optimieren.
Ausbildungsverantwortliche werden dadurch entlastet. Sie können Lernerfolge
ihrer Auszubildenden steuern und sie punktgenau auf Klausuren und Prüfungen
vorbereiten. u-form fördert Austausch und Wissen zum Thema "Rekrutierung von
Auszubildenden", zum Beispiel durch die regelmäßig erscheinede Studie
"Azubi-Recruiting Trends". Die Inhaberin Felicia Ullrich hat sich in den
vergangenen Jahren bundesweit als Keynotespeakerin zu Ausbildungsthemen einen
Namen gemacht. Zu den Kunden der u-form Testsysteme zählen namhafte Unternehmen
wie Dräger, Festo, Ford, Henkel, Merck, Obi und TUI.
https://www.testsysteme.de/ https://www.u-form-shop.de/
Über die AUBI-plus GmbH
AUBI-plus ist ein echter Fan der dualen Ausbildung. Das Unternehmen begeistert
seine Kunden, indem es deren betriebliche Ausbildung erfolgreicher macht.
Deshalb wirkt AUBI-plus als ihr Ausbildungsoptimierer: Das Unternehmen besetzt
ihre Ausbildungsstellen, zertifiziert ihre Ausbildungsqualität mit dem
Gütesiegel BEST PLACE TO LEARN® und qualifiziert Ausbildende, insbesondere über
das DEUTSCHE AUSBILDUNGSFORUM (DAF). AUBI-plus begeistert Menschen für die duale
Ausbildung, begleitet sie auf ihrem Weg von der Berufsorientierung bis hin zur
Bewerbung um einen Ausbildungsplatz und sichert ihren Ausbildungserfolg. Hierfür
betreibt das Unternehmen mit http://www.aubi-plus.de eines der führenden
Ausbildungsportale im deutschsprachigen Raum. Mit diesem Engagement wirkt
AUBI-plus dem Fachkräftemangel entgegen. Profiteur dieser Ausbildungsoptimierung
ist auch das duale Ausbildungssystem. Der Sitz des Familienunternehmens befindet
sich seit 1997 im ostwestfälischen Hüllhorst.
http://www.aubi-plus.de
Pressekontakt:
u-form Testsysteme GmbH & Co. KG
Geschäftsführung
Felicia Ullrich
Klauberger Straße 1
42651 Solingen
Telefon: 0212 2604980
E-Mail: f.ullrich ( ) u-form.de
http://www.testsysteme.de
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