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Berlin (ots) - "Aktuell müssen vorgedachte Szenarien, die von einer mittelbaren
und unmittelbaren militärischen Bedrohung ausgehen, unter Berücksichtigung der
neuen Erkenntnisse speziell für den Teil der Zivilen Verteidigung im
Bevölkerungsschutz weiterentwickelt werden", erklärte der Deutsche
Feuerwehrverband (DFV) Ende März 2026 in seinem Positionspapier zur Zukunft des
Bevölkerungsschutzes im Kontext der Zivilen Verteidigung in Deutschland. Nun hat
das Kabinett den "Pakt für den Bevölkerungsschutz" beschlossen, um "einen
umfassenden Modernisierungsschub im Bevölkerungsschutz und der Zivilen
Verteidigung" zu leisten, wie es seitens der Bundesregierung heißt.
"Wir begrüßen den Pakt für den Bevölkerungsschutz ausdrücklich als starkes
Signal! Er ist jedoch nur mit signifikanter Beteiligung der Feuerwehren
erfolgversprechend", erklärt DFV-Präsident Karl-Heinz Banse. "Der Beschluss ist
ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der teils seit Jahrzehnten erhobenen
Forderungen des Deutschen Feuerwehrverbandes - etwa in der Einführung einer
Selbsthilfe-Ausbildung in den Schulen, wie wir sie bereits 2013 in einem
Pilotprojekt mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
getestet hatten", so Banse. Damit einhergehend sei die Verbesserung des
bundesweiten Warnsystems mit einem gesunden Warnmittelmix von hohem Wert. Der
DFV-Präsident unterstreicht die Bedeutung des geplanten "Steuerungsstabes
Kommando Zivile Verteidigung" auf Bundesebene, den Ausbau der zivilen
Alarmplanung und die Entwicklung des gemeinsamen digitalen Lagebildes Inland für
den Bevölkerungsschutz.
Der DFV-Präsident weist darauf hin, dass nun (wie im DFV-Positionspapier
erläutert) die entsprechenden Kernkompetenzen definiert und die benötigten
Fähigkeiten den jeweiligen Organisationen zugeordnet werden müssen. "Bei der
Aufgabenzuweisung an die Akteure sind zwingend deren fachliche und reaktive
Fähigkeiten zu berücksichtigen", so Banse. Aufgrund ihrer herausragenden
Verteilung in der Fläche und der Vielzahl an Fähigkeiten ist die Feuerwehr mit
einer Million Einsatzkräften die stärkste Komponente im Bevölkerungsschutz.
"Wichtig ist die Einbeziehung der Basis: Die Feuerwehren als kommunale
Einrichtung sind flächendeckend stark in der schnellen Reaktion, verfügen über
ein breites Wissensspektrum und große Ortskenntnis", erklärt der DFV-Präsident.
Etwa für die Umsetzung der Stärkung der Fähigkeiten im Bereich des Schutzes vor
chemischen, biologischen, radioaktiven und nuklearen Gefahren sei die
Berücksichtigung der Feuerwehren unablässig.
Der Deutsche Feuerwehrverband weist darauf hin, dass das derzeit für die
einheitliche, länderübergreifende Anforderung von Kräften und Mitteln etwa im
Katastrophenfall entwickelte System von Fähigkeitsmodulen geeignet wäre,
kurzfristig die fehlende Struktur von Einheiten im Zivilschutz zu kompensieren.
Hintergrund ist hier die Abkehr von szenarienorientierten Modulen. Bislang
wurden hier 40 Fähigkeiten definiert, die bei entsprechenden Lagen dann
angefordert werden könnten. So ist es in der Umsetzung egal, ob beispielsweise
10.000 Sandsäcke für die Hochwasserbekämpfung oder als Splitterschutz nötig
sind; die Fähigkeit ist Füllung und Lieferung. Vor kurzem hat der Ausschuss für
Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung der
Innenministerkonferenz die Umsetzung des Fähigkeitsmanagements von Bund und
Ländern auf Grundlage bestehender Einheiten und Konzepte der Länder und des
Bundes empfohlen.
Das DFV-Positionspapier zur Zukunft des Bevölkerungsschutzes im Kontext der
Zivilen Verteidigung steht unter https://www.feuerwehrverband.de/fachliches/publ
ikationen/positionspapier-zivile-verteidigung/ online zur Verfügung.
Pressekontakt:
Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Silvia Oestreicher
Telefon: 030-28 88 48 823
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OTS: Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
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