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WIESBADEN (ots) - Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland, April 2026
0,0 % zum Vormonat (saisonbereinigt)
+0,2 % zum Vormonat (nicht saisonbereinigt)
-0,4 % zum Vorjahresmonat
Im April 2026 waren rund 45,61 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland
(Inländerkonzept) erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) blieb die Zahl der Erwerbstätigen damit saisonbereinigt
gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert (-6 000 Personen; 0,0 %). Von Mai 2025
bis März 2026 war sie gegenüber dem jeweiligen Vormonat durchschnittlich um 17
000 Personen gefallen.
Nicht saisonbereinigt nahm die Zahl der Erwerbstätigen im April 2026 gegenüber
März 2026 um 88 000 Personen (+0,2 %) zu. Im April-Durchschnitt der Jahre 2023
bis 2025 war die Erwerbstätigkeit im Vormonatsvergleich um 95 000 Personen
gestiegen.
Rückgang der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahr hält an
Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Erwerbstätigen im April 2026 um 184 000
Personen (-0,4 %). Damit setzte sich der seit August 2025 auf dem Arbeitsmarkt
erkennbare Abwärtstrend im Vorjahresvergleich weiter fort. In den Monaten Januar
und Februar 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat jeweils
bei -0,3 % gelegen, im März 2026 ebenfalls bei -0,4 %.
Bereinigte Erwerbslosenquote im April 2026 bei 3,8 %
Im April 2026 waren nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung 1,68 Millionen
Personen erwerbslos. Das waren 21 000 Personen oder 1,2 % mehr als im April
2025. Die Erwerbslosenquote stieg auf 3,9 % und lag damit leicht über dem
Vorjahreswert (April 2025: 3,8 %).
Bereinigt um saisonale und irreguläre Effekte lag die Erwerbslosenzahl im April
2026 bei 1,67 Millionen Personen. Das waren 13 000 Personen oder 0,8 % weniger
als im März 2026. Die bereinigte Erwerbslosenquote lag unverändert bei 3,8 %.
Methodische Hinweise:
In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen
Vergleichszeiträume zu beachten: Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der
saisonbereinigte Vergleich zum Vormonat beziehungsweise zum Vorquartal. Hieraus
lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der
Vorjahresvergleich dient dagegen einem längerfristigen Niveauvergleich und ist
von saisonalen Schwankungen weitgehend unabhängig.
Saisonbereinigte Ergebnisse ermöglichen den Vergleich aufeinanderfolgender
Monate, ohne dass regelmäßig wiederkehrende saisonale Einflüsse - etwa durch
Witterung - das Bild verzerren. Nicht saisonbereinigte Ergebnisse bilden dagegen
die tatsächliche Entwicklung im jeweiligen Berichtsmonat ab.
Die monatlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit werden nach dem Inländerkonzept
dargestellt. Gezählt werden dabei Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland,
unabhängig davon, ob sie im In- oder Ausland arbeiten.
Die in dieser Pressemitteilung dargestellten Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit und
zur Erwerbslosigkeit stammen aus unterschiedlichen statistischen Quellen.
Während die Erwerbstätigkeit auf Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung beruht,
basiert die Erwerbslosigkeit auf der Arbeitskräfteerhebung, die in den
Mikrozensus integriert ist. Unterschiede ergeben sich vor allem aus den jeweils
eingesetzten Methoden und Verfahren sowie teilweise aus unterschiedlichen
Definitionen und Abgrenzungen. Hintergrundinformationen hierzu bieten die
Erläuterungen zur jeweiligen Statistik.
Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbsstatuskonzept der
Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Danach gilt als erwerbstätig,
wer in der Berichtsperiode mindestens eine Stunde gegen Entgelt gearbeitet hat
oder selbstständig tätig war; als erwerbslos gilt, wer nicht erwerbstätig ist,
aktiv Arbeit sucht und kurzfristig für eine Arbeitsaufnahme zur Verfügung steht.
Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit weicht daher von der registrierten
Arbeitslosigkeit ab, die von der Bundesagentur für Arbeit entsprechend dem
Sozialgesetzbuch ermittelt und veröffentlicht wird. Für die Berechnung der
Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System einheitlich die
Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebungen zugrunde gelegt.
Weitere Informationen:
Eine Tabelle mit Monatsergebnissen zur Zahl der Erwerbstätigen (Originalwerte
und saisonbereinigte Werte) aus der Erwerbstätigenrechnung bietet die
Themenseite "Erwerbstätigkeit" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Dort sind auch aus der Arbeitskräfteerhebung Tabellen mit Ergebnissen zur
Erwerbslosigkeit einschließlich der Erwerbslosenquote verfügbar. Tief
gegliederte Daten und lange Zeitreihen können in der Datenbank GENESIS-Online
abgerufen werden: Daten zu Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung sind in
den Tabellen 13321-0001 (Monate), 13321-0002 (Quartale) und 81000-0011 (Jahre)
verfügbar. Monatsdaten zu Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der
Arbeitskräfteerhebung sind in den Tabellen 13231-0001 (Überblick), 13231-0002
(Erwerbslose, Erwerbstätige und Erwerbspersonen) und 13231-0003
(Erwerbslosenquoten) zu finden.
Ergebnisse zum Arbeitsmarkt sind auch im "Dashboard Konjunktur"
(www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das
Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und
weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt,
Bauen und Energie.
Daten und Fakten rund um das Thema Fachkräfte bündelt das Statistische Bundesamt
auf einer eigenen Sonderseite (www.destatis.de/fachkraefte): Das Datenangebot
umfasst die Bereiche Demografie, Erwerbstätigkeit, Bildung und Zuwanderung. Es
reicht von Vorausberechnungen der künftigen Zahl an Erwerbspersonen über
Analysen zum Arbeitskräfteangebot bis hin zu Daten zu Arbeitsmigration und
Ausbildungsmarkt. Das Angebot wird sukzessive erweitert.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Erwerbstätigkeit
Telefon: +49 611 75 2932
Erwerbslosigkeit
Telefon: +49 611 75 4868
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6284108
OTS: Statistisches Bundesamt
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