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Osnabrück (ots) - Angesichts explodierender Kosten in der Pflege fordert
CDU-Fraktionsvize Albert Stegemann, erwachsene Kinder künftig früher an den
Kosten ihrer pflegebedürftigen Eltern zu beteiligen. "Ich sehe die Möglichkeit,
die Einkommensgrenze, bei der man zu den elterlichen Pflegekosten herangezogen
wird, herunterzusetzen", sagte Stegemann im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (noz). Bislang müssen sich Kinder nach dem 2020 eingeführten
Angehörigen-Entlastungsgesetz erst ab einem Jahresverdienst von mehr als 100.000
Euro an der Unterbringung ihrer Eltern beteiligen.
Diese Marke bezeichnete der Politiker rückblickend als "mehr oder weniger
willkürlich". Bleibe ein politisches Gegensteuern aus, drohe dem Pflegesystem
ein massiver Kostenanstieg. "Wenn wir nichts tun, steigen die Beiträge bis 2030
von 3,6 auf 4,6 Prozent, für Kinderlose in Richtung 5,5 Prozent", mahnte der
Fraktionsvize gegenüber noz.
Für viel Aufsehen hatte zuletzt Stegemanns Kritik an einem "Erbenschutzprogramm
auf Kosten der Allgemeinheit" gesorgt. Mit Blick auf Immobilien, die vor einem
Pflegefall rechtzeitig an die nächste Generation überschrieben werden, legte er
nun nach: "Wir müssen an diese Umgehungstatbestände ran, ob beim Eigenheim oder
anderem Vermögen."
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