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Berlin/Bonn (ots) - Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) wollte mit ihrer
Kampfkandidatur auf dem Bundesparteitag der Liberalen eine Annäherung der Partei
an die AfD verhindern. Mit ihrem Ergebnis von 40 Prozent sei sie zufrieden,
sagte sie im Interview mit dem Fernsehsender phoenix. "Weil diese 40 Prozent
sind wichtig. Ich sitze im Präsidium sowieso. Es ist wichtig, auch das Signal an
Wolfgang Kubicki, mit dem ich ja seit 2013 zusammenarbeite, zu signalisieren,
dass es einen Kurs in der Partei gibt und Männer und Frauen in der Partei, die
wollen keine Verschiebung unserer Koordinaten. Insofern, das war mein Wunsch.
Ich bin von vielen angeschrieben, angerufen worden, sie wollen die Partei
verlassen, und das tun sie jetzt nicht mehr."
Auslöser für ihre Kandidatur sei das Entsetzen über die im Vorfeld des
Parteitags in der FDP diskutierte Frage der Brandmauer zur AfD gewesen.
"Natürlich ist das kein verfassungsmäßiger Begriff, aber dieses Kokettieren,
dieses leichte Spielen damit, das ist für Liberale unerträglich. Ich erlebe die
AfD und andere radikale rechte und auch linke Parteien im Europaparlament. Das
ist harter Tobak. Und ich finde, als Liberale sind wir da eineindeutig. Das
heißt nicht, dass wir um Wähler ringen. Aber damit verbiegt man sich nicht oder
meint Dinge zu tun, um sozusagen uns anzunähern, nur weil wir möglicherweise
gemeinsame Gegner haben."
Marie-Agnes Strack-Zimmermann zeigte sich nach der Wahl erleichtert, dass
Wolfgang Kubicki eine Zusammenarbeit mit der AfD abgelehnt habe. "Nachdem er das
- und da bin ich froh - das noch mal öffentlich gesagt hat, hoffe ich, dass
dieses Thema damit auch erledigt ist." Ihr gehe es um eine Haltung. "Wenn diese
Nuancen ins Spiel kommen, in der Annahme, man würde Menschen zu uns ziehen, die
AfD wählen, halte ich das für... ich glaube nicht, dass uns das gelingt.
Deswegen sollten wir als Liberale uns weit entfernt halten von Radikalen links
wie rechts."
Das ganze Gespräch sehen Sie hier: https://phoenix.de/s/S9J .
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