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Berlin (ots) -
- Aer Lingus, Air Europa und Vueling schneiden am schlechtesten ab
- Austrian Airlines erzielt die beste Gesamtbewertung im diesjährigen
Flightright-Index
- Kundenzufriedenheit bleibt bei vielen Airlines eine Schwachstelle
Flightright, Europas führendes Verbraucherportal für Fluggastrechte, hat die
Ergebnisse des diesjährigen Flightright-Index veröffentlicht. Der Index bewertet
erneut 20 europäische Airlines hinsichtlich Zuverlässigkeit, Zahlungsverhalten
und Kundenzufriedenheit. Aer Lingus, Air Europa und Vueling schneiden in der
Gesamtbewertung schlecht ab. Austrian Airlines, Eurowings und Air Baltic landen
hingegen auf den vorderen Plätzen. Lufthansa schafft es trotz schlechter
Zuverlässigkeit noch ins Mittelfeld.
"Flugreisende erleben die Qualität einer Airline nicht nur an Bord, sondern vor
allem dann, wenn etwas schiefläuft. Wer bei Verspätungen, Ausfällen oder
Entschädigungsansprüchen schlecht informiert, schwer erreichbar ist oder
Zahlungen verzögert, verliert das Vertrauen der Passagiere. Genau diese
Unterschiede macht der Flightright-Index sichtbar" , erklärt Feyza Türkön,
Fluggastrechtsexpertin bei Flightright.
Aer Lingus, Air Europa und Vueling auf den letzten Plätzen
In der Gesamtwertung bilden Aer Lingus, Air Europa und Vueling das Schlusslicht.
Aer Lingus erreicht mit 1,79 Sternen die schwächste Gesamtbewertung im
diesjährigen Index. Dahinter folgen Air Europa mit 1,93 Sternen und Vueling mit
2,06 Sternen. Besonders problematisch ist bei allen drei Airlines das
Zahlungsverhalten: Aer Lingus, Air Europa und Vueling erhalten in dieser
Kategorie jeweils nur 1 Stern.
"Wenn ein Flug verspätet ist oder ausfällt, brauchen Passagiere vor allem
Klarheit, Unterstützung und Verlässlichkeit. Bleibt diese aus und müssen
Betroffene zusätzlich monatelang auf ihre Entschädigung warten, wird aus einer
Flugpanne schnell eine doppelte Belastung", so Türkön.
Austrian Airlines führt das Ranking an
Den ersten Platz im Flightright-Index 2026 belegt Austrian Airlines mit 3,04
Sternen. Die Airline überzeugt vor allem durch eine gute Zuverlässigkeit mit 3,5
Sternen und eine vergleichsweise hohe Kundenzufriedenheit von 3,12 Sternen. Auf
Platz zwei folgt Eurowings mit 2,81 Sternen. Air Baltic landet mit 2,76 Sternen
auf dem dritten Platz und punktet insbesondere bei der Zuverlässigkeit mit 3,5
Sternen. Auch wenn Austrian Airlines den Spitzenplatz erreicht, zeigt der Index:
Die Gesamtbewertungen bleiben branchenweit ausbaufähig. Keine der untersuchten
Airlines erreicht in der Gesamtwertung mehr als 3,04 von 5 möglichen Sternen.
Zuverlässigkeit: Mehrere Airlines mit guten Werten - Lufthansa, KLM und Air
France schwach
In der Kategorie Zuverlässigkeit wurden Verspätungs- und Stornierungszahlen
bewertet. Die besten Werte erzielen Austrian Airlines, Air Baltic, Norwegian Air
Shuttle und Vueling mit jeweils 3,5 Sternen. Auch Air Europa, Ryanair, Wizz Air,
Iberia und Eurowings schneiden mit 3 Sternen solide ab.
Deutlich schwächer fallen die Werte bei KLM, Lufthansa und Air France aus: Alle
drei Airlines erreichen in der Zuverlässigkeit nur 1,5 Sterne. "Gerade bei
großen Premiumairlines erwarten viele Reisende ein hohes Maß an Verlässlichkeit.
Umso problematischer ist es, wenn ausgerechnet bekannte Anbieter bei
Verspätungen und Flugausfällen schlecht abschneiden ", sagt Türkön.
Zahlungsverhalten: Air France vorne, mehrere Airlines mit deutlichen Defiziten
Beim Zahlungsverhalten wurde untersucht, wie schnell und zuverlässig
Fluggesellschaften fällige Entschädigungen aufgrund von Flugverspätungen und
-annullierungen an Flightright zahlen. Je mehr Direktzahlungen und je schneller
gezahlt wurde, desto besser fiel die Bewertung aus.
Am besten schneidet Air France mit 3,5 Sternen ab. Lufthansa, SAS, Brussels
Airlines, Finnair und Eurowings erreichen jeweils 3 Sterne. Am unteren Ende der
Bewertung stehen Aer Lingus, Air Europa und Vueling mit nur 1 Stern. Auch
Ryanair und Wizz Air schneiden mit jeweils 1,5 Sternen schwach ab.
"Noch immer erleben viele Flugreisende, dass sie ihrer Entschädigung regelrecht
hinterherlaufen müssen. "Obwohl Fluggästen bei erheblichen Verspätungen oder
Annullierungen nach EU-Recht häufig 250 bis 600 Euro Entschädigung zustehen,
wird die Auszahlung von zahlreichen Airlines verzögert. In vielen Fällen müssen
Passagiere sogar klagen, um ihr Geld zu erhalten. Für Betroffene bedeutet das:
Auf den Ärger am Flughafen folgt oft ein zusätzlicher Kampf um die
Entschädigung, die ihnen rechtlich zusteht" , erklärt Türkön.
Kundenzufriedenheit: British Airways vorne, Vueling und Air Europa hinten
Mit einer Umfrage hat Flightright analysiert, wie zufrieden Tausende
Flugreisende mit dem Service verschiedener Fluggesellschaften sind und wie
schnell und zuverlässig sich um die Anliegen der Reisenden gekümmert wurde. Die
Umfrage umfasst Fragen zur Erreichbarkeit des Kundenservice, zur
Informationspolitik und zur Unterstützung der Reisenden während des
Flugproblems. Die Antworten wurden auf einer Skala von 1 bis 5 Sternen bewertet.
Wie wichtig guter Service im Störungsfall ist, zeigen auch weitere
Flightright-Umfragedaten (https://www.flightright.de/presse/umfrage-momente) :
37 Prozent der Flugreisenden haben wegen einer Verspätung oder Annullierung
bereits einen wichtigen persönlichen Moment verpasst. Gleichzeitig fühlten sich
5 von 10 Reisenden bei einer Flugstörung völlig alleingelassen.
Am besten schneidet British Airways mit 3,42 Sternen in der Kundenzufriedenheit
ab. Dahinter folgen Austrian Airlines mit 3,12 Sternen und Finnair mit 3,11
Sternen. Die schlechtesten Bewertungen erhalten Vueling mit 1,69 Sternen und Air
Europa mit 1,78 Sternen. Auch SAS, Ryanair und Pegasus bleiben in dieser
Kategorie nur knapp über 2 Sternen.
"Der Kundenservice ist für Flugreisende besonders dann entscheidend, wenn etwas
nicht nach Plan läuft. Gerade bei Verspätungen und Annullierungen brauchen sie
schnelle Informationen, klare Unterstützung und verlässliche Hilfe. Der Index
zeigt jedoch: Viele Airlines lassen ihre Kunden in genau diesen Momenten allein"
, so Türkön.
Fluggastrechte unter Druck: EU-Reform weiterhin nicht entschieden
Der Flightright-Index 2026 erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem auf EU-Ebene
weiter über die Zukunft der Fluggastrechte verhandelt wird. Im Zentrum steht die
geplante Revision der EU-Fluggastrechte-Verordnung, die aus Sicht von
Flightright nicht zu einer Schwächung des Verbraucherschutzes führen darf. Der
Rat der Europäischen Union hatte 2025 eine Position beschlossen, nach der
Entschädigungen bei Verspätungen künftig erst ab 4 Stunden bei Flügen unter
3.500 Kilometern und innergemeinschaftlichen Flügen sowie erst ab 6 Stunden bei
längeren Strecken fällig würden. Nach aktuellen Berechnungen könnten dadurch
rund 60 Prozent der bisher anspruchsberechtigten Passagiere ihren Anspruch auf
Entschädigung verlieren, weitere 20 Prozent müssten mit geringeren Zahlungen
rechnen. Gleichzeitig droht eine Ausweitung der "außergewöhnlichen Umstände",
wodurch Airlines sich künftig häufiger ihrer Verantwortung entziehen könnten.
Aus Sicht von Flightright wäre das keine Modernisierung, sondern eine
systematische Absenkung bestehender Passagier- und Verbraucherrechte. Das
Europäische Parlament hat sich hingegen für den Erhalt der bisherigen
3-Stunden-Grenze ausgesprochen und die Anhebung auf 4 beziehungsweise 6 Stunden
zurückgewiesen. Nachdem der Rat die Änderungen des Parlaments im März 2026
abgelehnt hat, laufen die Verhandlungen nun im Vermittlungsausschuss weiter.
Eine Reform, die bestehende Rechte abbaut, darf aus Sicht von Flightright nicht
beschlossen werden.
"Gerade die aktuellen Index-Ergebnisse zeigen, wie wichtig starke Fluggastrechte
sind. Viele Airlines schneiden bei Zuverlässigkeit, Service und
Zahlungsverhalten weiterhin schwach ab. In einer solchen Situation dürfen
Verbraucherrechte nicht abgebaut werden. Flugreisende brauchen klare Regeln,
schnelle Entschädigungen und Airlines, die Verantwortung übernehmen, nicht
höhere Hürden, mehr Ausnahmen und weniger Schutz" , resümiert Türkön.
Methodik
Der Flightright-Index basiert auf der Analyse von Millionen Flugdaten, der
Bewertung der Geschwindigkeit und Effizienz von Entschädigungszahlungen sowie
einer umfassenden Kundenumfrage. Diese Methodik gewährleistet eine objektive und
umfassende Bewertung der Fluggesellschaften, um Verbrauchern eine verlässliche
Informationsquelle zu bieten. Weitere Informationen zum Flightright-Index 2026
und der detaillierten Methodik finden Sie unter Flightright-Index 2026
(https://www.flightright.de/flightright-index) und Methodik des Rankings
(https://www.flightright.de/flightright-index-methode) .
Disclaimer:
Alle Angaben der Pressemitteilung basieren auf den uns zur Verfügung stehenden
Daten. Die Daten sind zuverlässig, erheben jedoch keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Sie erfassen den Zeitraum vom 15.11.2025 bis zum 14.05.2026.
Pressekontakt:
Mara Zatti & Felix Hoefermann
mailto:presse@flightright.de
0152 54633145
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/106327/6287205
OTS: Flightright GmbH
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