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Freiburg/Beirut (ots) - Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes ist sehr
besorgt - Eskalation führt zu Vertreibungen - Verschärfung der humanitären Lage
- Ministerin kehrt aufgrund der verschärften Sicherheitslage um - Hilfen der
Partnerorganisationen gehen weiter - Spenden werden dringend benötigt .
Caritas international ist über die aktuellen Entwicklungen im Libanon äußerst
beunruhigt. "Wir blicken mit großer Besorgnis auf die offensichtlich anhaltende
militärische Konfrontation, trotz eines bestehenden Waffenstillstandes. Während
die Hisbollah nach wie vor Israel angreift, rückt die israelische Armee weiter
nach Norden im Libanon vor. Das führt, wie wir jetzt schon sehen, zu weiteren
humanitären Tragödien und Vertreibungen. Davon haben wir jetzt schon genug",
warnt Oliver Müller, Leiter von Caritas international und Vorstand
Internationales, Migration und Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes.
"Schon jetzt ist die Versorgungslage sehr angespannt, es fehlt an Lebensmitteln
und Medikamenten. Die mehr als 600 Notunterkünfte sind überfüllt. Wo sollen die
jetzt fliehenden Menschen noch unterkommen?"
Der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah hat bislang mehr als 20 Prozent der
Bevölkerung des Libanons (mehr als eine Million Menschen) zu Binnenvertriebenen
gemacht und ganze Dörfer im umkämpften Süden von der Versorgung abgeschnitten.
"Es ist bezeichnend: Während die deutsche Entwicklungsministerin ihre geplante
Libanonreise abbrechen kann und sicher zurückkehrt, haben die Menschen im
Libanon keine Wahl. Sie müssen bleiben. Sie alle nimmt dieser unsägliche Krieg
in Geiselhaft", so Müller.
Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Caritas Libanon und der
Partnerorganisation Amel bleiben und halten ihre Unterstützung für die Menschen
im Libanon aufrecht. Die Caritas Libanon organisiert weiterhin Hilfskonvois in
sehr schwer zugängliche, frontnahe Gebiete im Süden unter hohem persönlichen
Risiko der Helfenden. Sie verteilen dort Wasser, Lebensmittel, medizinische
Güter, Hygieneartikel und Treibstoff. Das Hilfswerk des Deutschen
Caritasverbandes, Caritas international, unterstützt diese Hilfen mit 300.000
Euro. Die Partnerorganisation Amel, die vorwiegend im Süden Einrichtungen und
Gesundheitsdienste betreibt, konzentriert sich bei ihren Hilfen auf besonders
verletzliche Gruppen wie ältere und kranke Menschen. Sie verteilt Hilfsgüter wie
Windeln, Decken und Medikamente. Mobile medizinische Teams suchen die Menschen
auf und unterstützen sie in ihrem Alltag beispielsweise durch Beratungen. Diese
Arbeit wird von Caritas international mit 80.000 Euro unterstützt.
"Ich bin all den Helfenden unendlich dankbar, dass sie in dieser nicht enden
wollenden Krise, in diesem Krieg, nicht müde werden, den Menschen im Libanon zu
helfen", betont Oliver Müller. Er setzt große Hoffnungen auf die Gespräche
zwischen Israel und dem Libanon heute in Washington, weist aber zugleich darauf
hin, dass die Hilfsbedarfe weiter steigen werden. "Spenden sind jetzt wichtig,
nur so können wir effektiv helfen. Ich hoffe, dass sich die Menschen hier
solidarisch zeigen und bereit sind zu geben."
Caritas international bittet um Spenden: CY02251 Nahost-Konflikt (https://www.ca
ritas-international.de/spenden/online/formular?id=22265&ec_id=3242115)
Deutscher Caritasverband e.V.
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33XXX
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