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München (ots) - Die Infineon Technologies AG integriert sein
Hardware-Sicherheitsmodul OPTIGA(TM) TPM SLB 9672 in die Rechenplattformen für
Robotik und autonome Systeme Jetson Thor von NVIDIA. Das Modul sichert
kryptografische Schlüssel direkt auf Chip-Ebene und schützt so die
Systemintegrität gegen Manipulation und unbefugten Zugriff. Das Ergebnis ist
eine zertifizierte, quantenresistente Vertrauensbasis, die sogenannte Root of
Trust, auf der künftige Physical-AI-Systeme aufgebaut werden können. Da Roboter
und autonome Maschinen zunehmend abgeschirmte Industrieumgebungen verlassen und
in Fabriken, Logistikzentren und öffentlichen Räumen operieren, steigen nicht
nur die Sicherheitsanforderungen, sondern auch die wirtschaftlichen Risiken. Ein
Cyberangriff kann Betriebsunterbrechungen und Haftungsansprüche nach sich
ziehen, die weit über einen klassischen Datenverlust hinausgehen. Für Hersteller
und Betreiber von Robotersystemen ist die Wahl der Sicherheitsarchitektur
deshalb keine rein technische Entscheidung. Sie beeinflusst die langfristige
Wettbewerbsfähigkeit, die Zulassungsfähigkeit in regulierten Märkten sowie die
Gesamtbetriebskosten über den vollständigen Produktlebenszyklus.
"Roboter, die die reale Welt wahrnehmen, analysieren und auf sie reagieren, sind
nur so vertrauenswürdig wie die Sicherheitsbasis, auf der sie aufgebaut sind",
sagt Dr. Stephan Zizala, Divisionspräsident Connected Secure Systems bei
Infineon. "Das OPTIGA TPM von Infineon verankert eine hardwarebasierte
Vertrauensbasis in der NVIDIA Jetson-Thor-Plattform, die sich bereits in
Hunderten Millionen von Geräten weltweit bewährt hat. Damit erfüllt die
Integration die besonderen Anforderungen industrieller Robotik: lange
Lebenszyklen, Echtzeitfähigkeit und einen zuverlässigen Betrieb im großen
Maßstab. Die darin integrierte Post-Quantum-Kryptografie stellt sicher, dass
diese Grundlage nicht nur gegen aktuelle Bedrohungen gewappnet ist, sondern über
die gesamte Lebensdauer jedes Roboters hinweg Schutz bietet."
"Physical-AI-Systeme agieren in der realen Welt, in der Sicherheit eine
grundlegende Voraussetzung ist", sagt Deepu Talla, Vice President Robotics and
Edge AI bei NVIDIA. "Das zertifizierte OPTIGA TPM von Infineon für NVIDIA Jetson
Thor unterstützt Entwickler dabei, kryptografische Schlüssel zu schützen, die
Integrität der Software zu verifizieren und Roboterflotten im großen Maßstab
gesichert bereitzustellen. Dadurch entsteht eine hardwarebasierte
Vertrauensbasis - die Grundlage für gesicherte und resiliente autonome Systeme."
Der EU Cyber Resilience Act, der EU AI Act, die Norm IEC 62443 für industrielle
Systeme sowie branchenspezifische Standards im Gesundheitswesen und in der
Automotive-Industrie führen zu neuen Anforderungen an nachweisbare und
auditierbare Sicherheit auf Hardwareebene. Dadurch entsteht eine durch
regulatorische Vorgaben und Compliance-Anforderungen getriebene Nachfrage, die
Infineon und NVIDIA gezielt adressieren können.
Die OPTIGA TPM-Technologie bietet eine physisch isolierte, nach FIPS und Common
Criteria zertifizierte Lösung, die vom Anwendungsprozessor getrennt ist. Sie
ermöglicht einen gemessenen Systemstart (Measured Boot) sowie eine
Fernbeglaubigung (Remote Attestation), sodass Betreiber und Aufsichtsbehörden zu
jedem Zeitpunkt des Betriebs eines Systems kryptografisch verifizieren können,
ob der Software-Stack authentisch und unverändert ist. Darüber hinaus stellt sie
hardwaregeschützten Speicher für proprietäre KI-Modellschlüssel, verschlüsselte
Kommunikation sowie kryptografisch signierte Over-the-Air-Updates bereit.
Das OPTIGA TPM, das branchenweit erste TPM mit einem postquanten-gesicherten
Firmware-Update-Mechanismus, wurde als Root of Trust konzipiert, die auch bei
sich wandelnden kryptografischen Bedrohungslagen nicht kompromittierbar ist.
Entwickler, die Physical-AI-Anwendungen auf der Jetson-Thor-Plattform von NVIDIA
entwickeln, können sich auf die bereits in der Architekturphase verankerte
hardwarebasierte Sicherheitsgrundlage verlassen und bleiben so gegen aktuelle
wie zukünftige kryptografische Bedrohungen in Robotersystemen geschützt.
Die Roadmap zur vollständigen Post-Quanten-Sicherheit wird durch das OPTIGA TPM
der nächsten Generation von Infineon abgerundet. Das TPM integriert Algorithmen
wie ML-KEM und ML-DSA, die 2024 vom US-amerikanischen National Institute of
Standards and Technology (NIST) standardisiert wurden. Unternehmen, die heute
auf dem aktuellen OPTIGA TPM aufbauen, können künftig einen reibungslosen
Übergang vollziehen. Für die Robotik-Branche ist dies über die technische
Bereitschaft hinaus von Bedeutung. Die regulatorischen Rahmenbedingungen für
Physical AI entwickeln sich bereits in Richtung einer verpflichtenden
PQC-Konformität. Die zu Beginn getroffene Architekturentscheidung bestimmt
daher, ob eine eingesetzte Roboterflotte diese Anforderungen über ihre gesamte
Einsatzdauer hinweg erfüllen kann oder bei Inkrafttreten entsprechender
Vorschriften mit kostspieligen Hardware-Eingriffen konfrontiert wird.
Humanoide Roboter sind auf eine Kette von Halbleiterfunktionen angewiesen, um
gesichert und zuverlässig wahrzunehmen, zu denken und zu handeln - von der
Sensorik über die Aktorik und das Energiemanagement bis hin zu Konnektivität und
Sicherheit. Infineon adressiert all diese Funktionsbereiche mit einem breiten
Portfolio spezieller Lösungen, wobei der geschätzte Halbleiteranteil pro
humanoidem Roboter bei rund 500 US-Dollar liegt. Sicherheit ist kein optionales
Merkmal, sondern die Grundlage moderner Robotik. Infineon baut den Schutzschild
gegen die Bedrohungen von morgen. Sicherheitskomponenten, darunter TPMs, nehmen
dabei einen immer größeren Anteil dieses Bestands ein, da die regulatorischen
Anforderungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. In Zusammenarbeit mit
Ökosystempartnern wie NVIDIA unterstützt Infineon Roboterentwickler und
-hersteller beim Übergang von Laboranwendungen zur Flottenbereitstellung in
Industrie-, Gesundheits- und Logistikumgebungen.
Verfügbarkeit
Ein Referenzdesign für das OPTIGA TPM SLB 9672 ist verfügbar. Weitere
Informationen sind erhältlich unter www.Infineon.com/OPTIGA-TPM-SLB9672
(http://www.infineon.com/OPTIGA-TPM-SLB9672) , http://www.infineon.com/pqc und
http://www.infineon.com/cra
Über Infineon
Die Infineon Technologies AG ist ein weltweit führender Anbieter von
Halbleiterlösungen für Power Systems und das Internet der Dinge (IoT). Mit
seinen Produkten und Lösungen treibt Infineon die Dekarbonisierung und
Digitalisierung voran. Das Unternehmen hat weltweit rund 57.000 Beschäftigte
(Ende September 2025) und erzielte im Geschäftsjahr 2025 (Ende September) einen
Umsatz von rund 14,7 Milliarden Euro. Infineon ist in Frankfurt unter dem Symbol
"IFX" und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International unter dem Symbol
"IFNNY" notiert.
Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.infineon.com
Diese Presseinformation finden Sie online unter http://www.infineon.com/presse
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OTS: Infineon Technologies AG
ISIN: DE0006231004
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