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Berlin (ots) - Unternehmen berichten von deutlich gestiegenen Beschaffungskosten
und zunehmenden Unsicherheiten
Der Ukraine-Krieg und der Konflikt an der Straße von Hormus sorgen bei der
Lieferung von Roh- und Hilfsstoffen sowie der Beschaffung von
Verpackungsmaterialien für massiv steigende Kosten für die Pharmaunternehmen in
Deutschland. Auch kommt es aktuell bereits zu Lieferverzögerungen.
Eine Abfrage von Pharma Deutschland unter seinen Mitgliedsunternehmen hat
ergeben, dass die Branche aktuell noch nicht von Produktionsausfällen in
Deutschland betroffen ist - Unternehmen berichten aber, dass die Beschaffung
deutlich schwieriger und teurer geworden ist. Dazu tragen auch die massiv
gestiegenen Öl- und Gaspreise bei. Gleichzeitig wird befürchtet, dass es bei der
Belieferung von bestimmten versorgungskritischen Wirkstoffen zu Lieferausfällen
kommen könnte.
Dazu sagt Jörg Wieczorek, Vorstandsvorsitzender Pharma Deutschland: "Viele
Unternehmen treffen in der aktuellen Krisensituation Vorkehrungen, um weiter die
notwendigen Medikamente in Deutschland zu produzieren und anbieten zu können.
Wir stehen zu unserer Verantwortung gegenüber den Patientinnen und Patienten.
Klar ist aber: Die Kosten für die Unternehmen steigen. Die Kostensteigerungen
können wir allerdings aufgrund von Preismoratorien und Rabattverträgen kaum bis
gar nicht weitergeben."
"Wenn der Gesetzgeber in dieser kritischen Situation mit den Plänen zur
GKV-Beitragssatzstabilisierung die Daumenschrauben für die Hersteller noch
weiter anziehen will, gefährdet er nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung der
Branche, sondern auch die Patientenversorgung. Denn kein Unternehmen kann sich
leisten, in die Verlustzone zu rutschen," so Wieczorek.
Die angespannte Lage zeigt sich auch bei zentralen Industrierohstoffen. Laut der
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe fehlen derzeit bis zu 40
Prozent Helium auf dem europäischen Markt. Auch der Verband der Chemischen
Industrie berichtet von zunehmenden Risiken für die Versorgung mit wichtigen
Rohstoffen wie Ammoniak, Phosphat, Helium und Schwefel.
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Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de/ gibt
es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:
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