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Pforzheim/München (ots) - Künstliche Intelligenz (KI) transformiert das
Energiesystem: Während der Ausbau von Wind- und Solarkraft europaweit weiter
voranschreitet, sichert KI künftig die effiziente Nutzung jeder erzeugten
Kilowattstunde. Intelligente Algorithmen synchronisieren Erzeugung und Verbrauch
in Echtzeit, stabilisieren so die Netze und vermeiden teure Abregelungen. Damit
wird Software zum entscheidenden Werkzeug für eine wirtschaftliche, zuverlässige
und erneuerbare Energieversorgung. Auf der EM-Power Europe, der internationalen
Fachmesse für Energiemanagement und vernetzte Energielösungen, stellen
zahlreiche Aussteller vom 23. bis 25. Juni in der Messe München ihre
KI-basierten Lösungen und digitalen Innovationen vor. Hier können Besucher mit
Vertretern von Unternehmen, Start-ups und anderen Vorreitern der Branche ins
Gespräch kommen. Zum ersten Mal gibt es auch den Gemeinschaftsstand "AI for
Smart Energy". Die EM-Power Europe findet im Rahmen von The smarter E Europe
statt, Europas größter Messeallianz für die Energiewirtschaft. Rund 2.800
Aussteller und über 100.000 Besucher aus aller Welt werden erwartet.
Das Energiesystem wird immer dezentraler und komplexer - mit tausenden
Einspeisern und flexiblen Verbrauchern. Dadurch verändern sich die Lastflüsse
ständig. KI hilft, damit umzugehen. Sie kann große Datenmengen in Echtzeit
auswerten und Muster erkennen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Wetter-, Leistungs-
und Ertragsprognosen erstellen, um zum Beispiel Engpässe im Netz frühzeitig zu
erkennen und Gegenmaßnahmen vorzubereiten. Sie kann dabei unterstützen,
Stromerzeugung und -verbrauch intelligent zu steuern und Redispatch-Maßnahmen zu
vermeiden. Gerard Reid, Mitbegründer und Partner des in London ansässigen
Finanzierungsunternehmens Alexa Capital, ordnet die Entwicklung als "größten
technologischen Wandel in der Geschichte der Menschheit" ein. Insbesondere in
den Stromnetzen verändere die Digitalisierung das Energiesystem von innen
heraus.
GridFM und Digitale Zwillinge: Simulation beschleunigt Netzbetrieb
Aktuelle Entwicklungen wie Grid Foundation Modelle (GridFM) gehen über
herkömmliche Simulationen hinaus. Mit riesigen Datensätzen trainiert,
beschleunigen sie Planung, Betrieb und Weiterentwicklung der Netze massiv.
Parallel dazu bilden digitale Zwillinge reale Stromnetze virtuell ab. In
Deutschland fördert beispielsweise das Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie (BMWE) hierzu das Forschungsprojekt AMAZING unter Leitung des
Forschungszentrums Informatik (FZI). Gemeinsam mit fünf Stromnetzbetreibern
erprobt das FZI, wie KI-generierte Zwillinge als Blaupause für den
flächendeckenden Einsatz dienen. Diese intelligente Steuerung schont Zeit,
Kapital sowie Ressourcen und optimiert den physischen Ausbaubedarf.
Trotz technologischer Sprünge bremsen jedoch lückenhafte Daten und veraltete
Infrastrukturen den europaweiten Rollout. Während einige Märkte beim
Smart-Meter-Rollout vorangehen, verdeutlichen Verzögerungen in Ländern wie
Deutschland die Notwendigkeit einer beschleunigten digitalen Durchdringung.
Zudem erfordert die Implementierung neue Kompetenzen bei den Netzbetreibern
sowie strikte EU-Regularien, um Cyberangriffe abzuwehren. KI ersetzt dabei nicht
den Menschen, sondern assistiert bei hochkomplexen Entscheidungen.
Was die Europäische Union plant
In der Europäischen Union (EU) sollen die Stromnetze digitalisiert, dynamischer
und intelligenter werden, um eine zuverlässige Versorgung zu gewährleisten und
Schwankungen bei den erneuerbaren Energien auszugleichen. Der Einsatz von KI
soll dazu beitragen, Systemverluste zu reduzieren und Einspeisebeschränkungen zu
vermeiden, indem etwa dezentrale Energiequellen wie Solaranlagen und
Batteriespeicher systemdienlich gesteuert werden. Außerdem soll KI helfen,
Bedrohungen durch Cyberangriffe zu erkennen. Pilotprojekte werden bereits
durchgeführt, ab 2030 sollen die Netze KI-gesteuert sein. Damit wäre die EU
Vorreiter auf dem Gebiet.
Wo KI bereits eingesetzt wird
In einigen Bereichen wird KI bereits eingesetzt. Zum Beispiel, um genauere
Prognosen für die Stromerzeugung an Solar- und Windkraftanlagen zu bekommen. Das
hilft nicht nur Netzbetreibern, das System stabil zu halten und teure Eingriffe
zu vermeiden, sondern auch dem Stromhandel, um Preisrisiken zu reduzieren und
erneuerbaren Strom effizienter zu vermarkten. Bei der Inspektion von
Stromleitungen und der vorausschauenden Wartung von Energieanlagen unterstützt
KI dabei, die Effizienz zu erhöhen und Betriebskosten zu reduzieren. Studien
zeigen, dass durch den Einsatz von KI die Kosten für Betriebsreserven um bis zu
15 Prozent gesenkt werden könnten.
EM-Power Europe informiert über den Einsatz von KI
Die EM-Power Europe präsentiert das gesamte Spektrum für die digitale Netzwelt.
Aussteller zeigen Produkte für das Netzmanagement, das Monitoring sowie Smart
Grids. Fachbesucher finden hier KI-basierte Software, um Energiesysteme präzise
zu analysieren, zu simulieren und Cybersicherheit technologisch zu verankern.
Ein zentraler Anlaufpunkt ist der neue Gemeinschaftsstand "AI for Smart Energy",
der die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz präsentiert.
Die begleitende EM-Power Europe Conference vertieft am 23. Juni in der Session
"Can We Trust AI to Run the Grid?" die operative Intelligenz. Experten
präsentieren messbare Ergebnisse aus dem Feld und definieren, welche
Dateninfrastrukturen sowie regulatorischen Rahmenbedingungen notwendig sind,
damit KI den Netzbetrieb im Alltag verlässlich unterstützt.
Am 24. Juni demonstriert das The smarter E Forum (Halle C5, Stand C5.550), wie
KI aus Daten echten Mehrwert generiert. Die Referenten zeigen anhand konkreter
Anwendungen in Netzen, Gebäuden und Energiemärkten, wie Unternehmen vorhandene
Flexibilitäten gezielt nutzen. Ziel ist es, komplexe Systeme transparent zu
steuern und die Resilienz entlang der gesamten energiewirtschaftlichen
Wertschöpfungskette zu erhöhen.
Pressekontakt:
ressourcenmangel an der Panke GmbH | Schlesische Straße 26/c4 |10997
Berlin
Roberto Freiberger | Tel.: +49 163 8430 943
mailto:roberto.freiberger@ressourcenmangel.de
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/82549/6288855
OTS: The smarter E Europe
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