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Bonn (ots) - Die Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs im Osten der Demokratischen
Republik Kongo bleibt ein Wettlauf gegen die Zeit. Gegen den Ebola-Virus-Stamm
Bundibugyo gibt es nach wie vor keinen Impfstoff oder wirksame
Behandlungsmethoden. Gesundheitseinrichtungen sind mangels ausreichender
Finanzierung mit gravierenden Engpässen bei Schutzkleidung für Personal,
Hygienematerialien und diagnostischen Mitteln konfrontiert. Das Infektionsrisiko
für medizinisches Personal wird damit erheblich erhöht und dessen Möglichkeiten,
wirksam auf den Ausbruch zu reagieren, weiter eingeschränkt.
Für CARE in der DR Kongo haben Kürzungen der Hilfsgelder zu einer
Budgetreduktion um 26 Prozent geführt, sodass ein Drittel der nationalen
Mitarbeitenden nicht weiter beschäftigt werden konnte. Jetzt mangelt es an
ausreichend Personal für Gesundheitsaufklärung und Ebola-Prävention.
"Mit angemessener Finanzierung hätten wir vom ersten Tag an mit der Verteilung
wichtiger Materialien wie Schutzkleidung begonnen, stattdessen starteten wir bei
null und haben wichtige Zeit verloren. Wenn es Wochen dauert, bis Hilfsgüter zum
Beispiel aus Nairobi oder Kampala eintreffen, breitet sich das Virus schnell
weiter aus", sagt Dr. Amadou Bocoum, CARE-Landesdirektor in der DR Kongo . "In
schwer erreichbaren und unsicheren Konfliktgebieten wie Djugu, Irumu und Mambasa
verlängert sich der Transport über Land um mehrere Tage. Die lebensrettende
Hilfe für die Gemeinden verzögert sich so weiter."
Laut WHO sind über 60 Prozent der Ebola-Verdachtsfälle bei diesem Ausbruch
Frauen. Sie sind besonders gefährdet, da sie meist die Pflege von Erkrankten
übernehmen. Der Ausbruch trifft Gemeinden, die bereits am Rande ihrer
Belastungsgrenze stehen. Durch jahrelange Konflikte, Vertreibung und
unterfinanzierte Gesundheitsdienste haben die Menschen kaum noch Ressourcen, um
eine weitere Krise zu bewältigen. Die Gesundheitsversorgung für Mütter ist
bereits stark überlastet. Schwangere und stillende Frauen sind gravierenden
Risiken wie Fehlgeburten, Komplikationen und Müttersterblichkeit ausgesetzt.
Überdies erschweren weit verbreitete Falschinformationen den Zugang zu
medizinischer Versorgung.
CARE fordert eine erhebliche und sofortige Aufstockung der finanziellen und
technischen Unterstützung für Hilfsmaßnahmen, damit Organisationen, darunter
lokale und von Frauen geführte Organisationen, die Menschen in Not schnell und
effektiv erreichen können. "Globale Gesundheitssicherheit ist kein Glücksspiel.
Medizinisches Personal in der ersten Reihe kann dieses Virus nicht allein
stoppen - ohne die notwendigen Hilfsmittel und ohne koordinierte globale
Maßnahmen werden die Menschen in den Ausbruchsgebieten den Preis dafür zahlen",
sagt Robyn Savage, CARE-Koordinatorin für Humanitäre Hilfe .
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