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Berlin (ots) - Mehr als eine halbe Million Menschen europaweit fordern: Hände
weg von unserer Natur! Mit ihrer Unterstützung der Kampagne "Hands Off Nature"
senden sie ein deutliches Signal an die EU-Politik: Naturschutz darf nicht dem
politischen Druck einzelner Lobbyinteressen geopfert werden. "500.000
Unterschriften sind ein klares Stoppschild gegen jeden Versuch, Umweltstandards
aufzuweichen", sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. "Wer Schutzgesetze
abbaut oder die Wiederherstellung von geschädigter Natur verzögert, verschärft
die ökologischen Krisen weiter, mit direkten Folgen für unsere Lebens- und
Wirtschaftsgrundlagen, Artenvielfalt, Klima."
Im Fokus stehen dabei zentrale EU-Regelwerke wie die Fauna-Flora-Habitat- und
die Vogelschutzrichtlinie, die Wasserrahmenrichtlinie, die Chemikalienverordnung
REACH sowie die EU-Entwaldungsverordnung. Sie sichern sauberes Wasser, gesunde
Ökosysteme und den Schutz vor gefährlichen Chemikalien - und damit zentrale
Grundlagen für Gesundheit und Lebensqualität.
Besonders ärgerlich ist der Druck auf die EU-Wiederherstellungsverordnung (WVO).
Dabei ist sie ein Schlüsselprojekt, um geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen
und Europa besser vor der Klima- und Biodiversitätskrise zu schützen. "Die
Wiederherstellungsverordnung ist kein Nice-to-have, sondern eine zentrale,
gesamtgesellschaftliche Zukunftsaufgabe", betont Krüger. "Es kommt jetzt darauf
an, dass die Länder und der Bund die Verordnung entschlossen umzusetzen und
dabei ihre Gestaltungsspielräume sinnvoll nutzen. Europas Natur
widerstandsfähiger gegen Klima- und Biodiversitätskrisen zu machen. Wer einfach
immer nur "Nein" sagt, betreibt Zukunftsverweigerung."
Die 500.000 Unterschriften zeigen: Der Rückhalt für starke Naturgesetze wächst
europaweit. Der NABU fordert die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten auf,
Umweltgesetze nicht auszubremsen, sondern konsequent umzusetzen. Die Kampagne "
Hands Off Nature
(https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/naturschutz/europa/haendeweg.html) "
läuft weiter - und mit jeder weiteren Stimme wächst der öffentliche Druck, die
Natur wirksam zu schützen.
Pressekontakt:
Raphael Weyland, NABU-Büroleiter Brüssel,
Tel. +32-22-800830, E-Mail: mailto:Raphael.Weyland@NABU.de
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