|
Itzehoe (ots) - Elon Musk macht mal wieder Schlagzeilen: Nachdem er mit Tesla
die Automobilindustrie revolutioniert hat, plant er nun die Eroberung des
Weltalls - inklusive einer Kolonie auf dem Mars. Das kann selbst der reichste
Mann der Welt nicht allein finanzieren, deshalb plant Musk den Börsengang seiner
Weltraumfirma SpaceX. Eine echte Chance für Anleger? Eher nicht, warnt Jörg
Wiechmann, Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC).
Denn zu bedenken sei: "Die langfristige Erfolgsbilanz von Neuemissionen ist
mau." Natürlich wollten Unternehmer ihre Firma beim Börsengang möglichst teuer
verkaufen. Jüngst übersprang der Dow-Jones-Index, beflügelt von neuer
KI-Euphorie, die Marke von 50.000 Punkten. Hohe Börsenkurse und geringe
Risikoaversion, dieses Umfeld will Musk nutzen - "und das für ein Unternehmen,
das Milliardenverluste macht und bei dem die Antwort auf die Frage, ob es jemals
Gewinne im Weltraum erzielen wird, im wahrsten Sinne des Wortes in den Sternen
steht", wie Jörg Wiechmann betont. Der Experte ergänzt: "Wenn Musk den Zeitpunkt
und den Preis für einen Verkauf seiner SpaceX-Anteile aktuell für attraktiv
hält, dürfte das für diejenigen, die diesen Preis bezahlen, eher teuer sein."
Die Geschichte zeige stets dasselbe Muster: Börsengänge häufen sich in Phasen
großer Euphorie, wenn Anleger bereit sind, hohe Preise für Zukunftsfantasien zu
bezahlen. So drängten kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase zahllose
Internetfirmen an die Börse, die letztlich niemals Geld verdienten.
Anders sieht es aus, wenn Anleger im normalen Börsenhandel Aktien etablierter
Unternehmen wie Coca-Cola, McDonald's oder Apple erwerben. Dort existieren
belastbare Geschäftsmodelle, Gewinnhistorien und langjährige Kursentwicklungen,
vor allem aber stehe auf der Verkäuferseite eine breite Masse anderer
Marktteilnehmer und nicht wie beim Börsengang der Firmenbesitzer selbst - und
damit ein Insider, erläutert der IAC-Geschäftsführer.
Dagegen könnten Anleger beim ChatGPT-Anbieter OpenAI, der womöglich in diesem
Sommer an die Börse gehen will, auf die Gewinnerseite wechseln: Über eine
Beteiligung an Microsoft, denn das Unternehmen wäre als größter Anteilseigner
auch der größte Profiteur eines Börsengangs. Doch generell sei in Zeiten großer
Börsengänge eher Vorsicht geboten, sagt Jörg Wiechmann: Wenn Firmeninhaber den
Zeitpunkt für milliardenschwere Anteilsverkäufe als besonders attraktiv ansehen,
deute das auf bereits hohe Börsenkurse hin. In der Raumfahrt heißt es, dass der
Himmel nicht die Grenze ist, an der Börse dagegen gilt: Die Bäume wachsen nicht
in den Himmel.
Über den Itzehoer Aktien Club
Mit mehr als 2000 Mitgliedern ist der Itzehoer Aktien Club (IAC) die größte
Anlegergemeinschaft dieser Art in Deutschland. Seit seiner Gründung in 1998
verfolgt der IAC das Ziel, die Wertpapierkultur in Deutschland zu fördern.
Darüber hinaus bietet der Club die Möglichkeit zum gemeinsamen Wertpapiersparen
in internationalen Qualitätsaktien wie McDonald's, BMW und Coca-Cola. Die
Geschäftsführung des IAC liegt bei der TOP Vermögensverwaltung AG,
Viktoriastraße 13 in Itzehoe. Vorstände sind Jörg Wiechmann (Vorsitzender) und
Reimund Michels. Der IAC bzw. die TOP AG wurden in den vergangenen Jahren zum
besten unabhängigen Vermögensverwalter Deutschlands gekürt.
Pressekontakt:
Nils Petersen
Fondsmanager
Tel: +49 4821 6793-36
Fax: +49 4821 6793-19
E-Mail: mailto:petersen@iac.de
Druckfähige Bilder finden Sie unter:
http://www.iac.de/aktienclub/main/index.php?id=fotos
Anmeldung zu unserem monatlichen Newsletter unter:
http://www.iac.de/newsletter_ots
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/118553/6289741
OTS: Itzehoer Aktien Club GbR
|