|
Stuttgart (ots) - Der Gernsbacher Sagenweg im Schwarzwald erzählt von Grafen und
Teufeln und sieht märchenhaft aus
Benedikt steht auf dem Felsen und kann es kaum glauben. Unter ihm rauscht die
Murg, hinter ihm führt eine schmale Holzbrücke über den Abgrund zurück zum
Wanderweg- und irgendwo dazwischen spielt die Sage. Hier, am Rand der Schlucht,
soll Wolf von Eberstein mit seinem Pferd hinabgesprungen sein, eingekesselt von
Feinden und ohne die Möglichkeit, umzukehren.
Die Kinder stehen mit ihrer Mutter Susi am Waldrand vor der Tafel und lassen
sich das Märchen vorlesen. "Ich würde da nie runterspringen!", ruft Janosch.
"Nicht mal mit einem Zauberpferd!" Anschließend geht es weiter - hinein in einen
Sommertag auf dem Gernsbacher Sagenweg, wo jeder Schritt ein bisschen tiefer in
den Schwarzwald und seine Geschichten führt. Wer möchte, kann sich dafür in der
Touristinfo Gernsbach den Sagenrucksack mit Rätseln ausleihen; so werden die
Geschichten zum spielerischen Abenteuer.
Für die Familie - Susi, Benedikt, ihre Kinder und Hund Eddi - ist die Wanderung
auf dem Gernsbacher Sagenweg ein kleiner Ausbruch aus dem Alltag. Der fünf
Kilometer lange Rundweg ist mit Tafeln bestückt, die Sagen aus dem Schwarzwald
erzählen.
Aufbruch in die Sagenwelt
Den geheimnisvollen Anfang macht die Klingelkapelle am Einstieg des Wanderpfads.
Die kleine, hübsch verzierte Kirche aus Sandstein steht nicht zufällig genau
hier. Sie wurde von einem dankbaren Einsiedler gebaut, der hier dem Teufel in
Frauengestalt entkommen sein soll. Das Klingeln einer hellen Glocke befreite ihn
der Sage nach aus seinem Bann, daher auch heute noch der Name Klingelkapelle.
Charlotte steht ganz still vor der geschnitzten Holztafel. "Vielleicht war das
Glöckchen ein Engel", sagt sie leise. Benedikt und Susi nicken - und dann geht
es los, mitten hinein in den sommerlichen Wald. Sogar der Wanderweg ist
märchenhaft. So schmal, dass die Familie zumeist hintereinandergeht, führt er
sanft bergauf über knotige Wurzeln und Waldboden. Am Wegesrand wachsen giftiger
Fingerhut, saftig grüne Farnlandschaften und hier und da blitzt auch eine pinke
Rhododendronblüte aus dem Wald. Für Tom und Moritz, die Jüngsten der Familie,
ist der Weg ein Abenteuerspielplatz. Sie erklimmen jeden Felsen, den sie finden
können, und machen ordentlich Strecke, da sie hin- und herflitzen. Janosch und
Charlotte gehen die Wanderung ruhiger an. Entspannt lesen sie die Märchentafeln
und knabbern dabei Reiswaffeln.
Die Waden brennen ein wenig, als es auf den letzten Metern zum Schloss Eberstein
hinauf doch noch steil wird. Aber dann liegt es vor ihnen, majestätisch auf
einem Felsrücken über der Murg, mit Blick über die grünen Reben und den
Schwarzwald. Für Familie Schneider ist das der Höhepunkt der Wanderung: Hier,
nach etwa drei Viertel der Strecke, macht nicht nur der Weg eine Wende, auch der
Tag bekommt einen neuen Rhythmus. Es wird entspannt.
Pommes und Rosé
Die Terrasse des Schlossrestaurants liegt wie ein Balkon über dem Schwarzwald.
Während sich die Kinder mit Schnitzel und Pommes stärken, stoßen Susi und
Benedikt mit einem kühlen Glas Rosé an. "Wie Urlaub", sagt Susi und meint damit
diesen Moment, in dem alles stimmt: Aussicht, Genuss und Ruhe. Selbst Eddi
bekommt einen Napf mit Wasser - und eine Streicheleinheit von der Kellnerin.
Info-Kasten:
Mehr Infos gibt's auf http://sagenweg.de und
http://www.schwarzwald-tourismus.info
Hinweise an die Redaktionen:
Das Presse-Feature steht - in voller Länge oder in Auszügen - zur freien
Verwendung zur Verfügung. Wir freuen uns über die Zusendung eines Belegs
Pressekontakt:
Sannah Mattes
Stellvertretende Pressesprecherin
Tel: +49 (0) 711 / 2 38 58-16
mailto:s.mattes@tourismus-bw.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/60614/6289834
OTS: Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg
|