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Berlin (ots) - Die bundeseigene Betreibergesellschaft Deutsche Energy Terminal
GmbH hat heute angekündigt, in Stade ab September 2026 ein weiteres
LNG-Terminalschiff in Betrieb nehmen zu wollen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH)
hält das Vorhaben für unnötig und energiepolitisch rückschrittig.
Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner:
" Ein weiteres LNG-Terminal ist energiepolitisch das Letzte, was Deutschland
braucht. Die Strategie der Bundesregierung, über LNG-Lieferungen die Versorgung
krisensicher zu machen, ist längst gescheitert. Stattdessen sind neue einseitige
Lieferbeziehungen entstanden: Mehr als 90 Prozent der Importe kamen im
vergangenen Jahr aus den USA, deutsche Unternehmen haben zahlreiche langfristige
Lieferverträge mit US-Unternehmen unterzeichnet. Deutschland setzt sich der
Doktrin der 'Energiedominanz' von US-Präsident Donald Trump aus und macht sich
erpressbar. Hinzu kommt der Krieg im Mittleren Osten und die Sperrung der Straße
von Hormus, die die Versorgungsrisiken und Kosten weiter in die Höhe treiben.
Ein zusätzliches LNG-Terminal weist energiepolitisch in die völlig falsche
Richtung - zumal die bereits bestehenden Terminals nur mittelmäßig ausgelastet
sind. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich von diesen kostentreibenden und
risikoreichen Plänen zu verabschieden und das schwimmende Terminal in Stade
abzusagen."
Ursprünglich war die Inbetriebnahme eines schwimmenden Terminals in Stade
bereits 2023 geplant. Diese verzögerte sich mehrmals, bis das Terminal ganz vom
Standort abgezogen wurde. Nun soll das Schiff "Energos Force" mit einer
dreijährigen Verspätung im Herbst doch seinen Betrieb aufnehmen.
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mailto:mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
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OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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