|
Frankfurt (ots) - Viele tun das, weil sie nach Jahrzehnten im Job einfach nicht
mehr können. Andere tun es, weil sie es sich finanziell leisten können und den
Ruhestand länger genießen wollen. Was den Einzelnen sehr gegönnt ist, schadet
der Volkswirtschaft. So fallen Beitragszahlende vorzeitig weg, die zusätzliche
Jahre aus der Rentenkasse versorgt werden müssen. Ein Rentensystem, das unter
der Alterung der Gesellschaft ächzt, kann das nicht mehr lange verkraften.
Deshalb gilt es, die Anreize für eine vorzeitige Rente einzuschränken und auf
jene zuzuschneiden, die sie brauchen. Eine Option wäre, die abschlagsfreie
Frührente nach 45 Jahren nur noch unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. Auch
bei der Frührente nach 35 Jahren ließen sich die Abschläge erhöhen - für jene,
die nicht aus triftigen Gründen auf einen vorzeitigen Ausstieg angewiesen sind.
Umdenken sollten aber auch Unternehmen: Ihnen sollte daran gelegen sein,
erfahrene Leute länger im Job zu halten, statt sie rauszudrängen.
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/10349/6292057
OTS: Frankfurter Rundschau
|