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Berlin (ots) - Wenn heute die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt, fiebern
Millionen Menschen weltweit mit. Es geht um Tore, Titel und Emotionen. Für viele
Kinder geht es beim Fußball um mehr: Für sie kann er Schutz bieten, bei der
Überwindung ihrer Traumata helfen und eine andere Zukunft eröffnen. Save the
Children macht vor dem Auftakt des Turniers darauf aufmerksam, dass Sport für
Kinder in Krisen- und Konfliktgebieten oft einer der wenigen Orte ist, an dem
sie Stabilität und Sicherheit erfahren. In einer Zeit, in der jedes fünfte Kind
in Konflikten aufwächst, schaffen von Save the Children unterstützte
Fußball-Programme sichere Umgebungen, in denen Kinder heilen können und wo sie
unter anderem durch Fußball ein Gefühl von Kindheit zurückzugewinnen.
"Für Kinder, die in Krisen- oder Notsituationen leben, ist es eine Form des
Spiels, die ihnen eine Auszeit von der harten Realität ihres Alltags bietet,
eine Aktivität und einen Ort, an dem sie wieder Kontakt zu Gleichaltrigen
knüpfen können, sowie ein Gefühl der Selbstwirksamkeit", sagt Arlo Kitchingman,
leitender Bildungsberater bei Save the Children. "Dies hilft ihnen, ihre
Erfahrungen zu verarbeiten und wieder Gemeinschaft aufzubauen - wesentliche
Faktoren, um Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu finden."
In Regionen, die von Armut, Gewalt oder Vertreibung geprägt sind, kann ein
einfacher Fußball den Unterschied zwischen Isolation und Gemeinschaft oder
Perspektivlosigkeit und Hoffnung machen. Programme von Save the Children nutzen
Fußball gezielt in Kombination mit psychosozialer Unterstützung, um das
Wohlbefinden von Kindern weltweit zu stärken. So etwa das "Coaching for
Life"-Programm in Zusammenarbeit mit der Arsenal Foundation, das bis heute
bereits 6.800 Kinder erreicht hat. Auch in den Schutz- und Spielräumen von Save
the Children, unter anderem in Geflüchtetencamps, wird viel Fußball gespielt -
zum Beispiel von dem 11-jährigen Ahmad* aus dem Gazastreifen, der heute in
Ägypten lebt. 2023 wurde sein Zuhause zerstört, wobei er beide Eltern und zwei
Geschwister verlor sowie selbst durch Granatsplitter verletzt wurde. Beim
Fußball spielen lächelt er. Die Fußballprogramme von Save the Children
beschränken sich jedoch nicht nur auf Krisensituationen. Im Programm "Play to
Thrive" in Hongkong wird Fußball an über 30 Grundschulen genutzt, um die
emotionale Selbstregulation von Kindern zu stärken. Das ist besonders wichtig,
da der hohe Leistungsdruck dort bei etwa einem Viertel der Kinder und
Jugendlichen zu psychischen Problemen führt.
Gerade in Zeiten multipler Krisen wächst der Druck auf Kinder weltweit. Sport
kann helfen, Kinder zu erreichen und sie zu stärken. Mit Blick auf die
Fußball-Weltmeisterschaft appelliert Save the Children an Politik und
Wirtschaft, stärker in die Förderung von Kindern zu investieren - insbesondere
in sichere Spiel- und Bewegungsräume, die ihre Entwicklung nachhaltig stärken.
*Name zum Schutz geändert
Über Save the Children
Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und
Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und
Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte
unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 120 Ländern tätig. Save
the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen.
Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und
sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit
über 100 Jahren.
Pressekontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle
Tel.: +49 (0)30 - 27 59 59 79 - 236
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