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Hamburg (ots) -
- Mehrheit sorgt sich vor Blutmangel durch den demografischen Wandel
- Drei Viertel wären grundsätzlich zur Blutspende bereit
- Trotzdem hat fast jeder Zweite noch nie Blut gespendet
- Großteil hält Blutspenden für nicht ausreichend gewürdigt
Blutspenden wird von einer großen Mehrheit der Menschen in Deutschland als Teil
gesellschaftlicher Verantwortung verstanden. Das zeigt eine repräsentative
Umfrage* im Auftrag der HanseMerkur Krankenversicherung anlässlich des
Weltblutspendetags am 14. Juni.
82 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Blutspenden "Vorsorge für alle"
sei, weil jeder Mensch durch Unfall oder Krankheit auf Spenderblut angewiesen
sein könne. Gleichzeitig wächst die Sorge um die langfristige
Versorgungssicherheit: 60 Prozent der Befragten befürchten, dass der
demografische Wandel das Risiko eines Mangels an Blutkonserven verschärfen
könnte. Auffällig ist der Altersunterschied: Die Sorge ist bei den 45- bis
65-Jährigen mit 64 Prozent am stärksten ausgeprägt, während sie bei den 25- bis
44-Jährigen mit 58 Prozent geringer ausfällt.
"Die Ergebnisse zeigen ein hohes gesellschaftliches Bewusstsein für die
Bedeutung von Blutspenden", erklärt Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der
HanseMerkur. "Viele Menschen verstehen Blutspenden heute nicht nur als Hilfe für
andere, sondern als Teil einer gemeinsamen Gesundheitsvorsorge."
Große Bereitschaft - aber deutliche Verhaltenslücke
Mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) geben an, grundsätzlich bereit
zu sein, Blut zu spenden, sofern sie gesundheitlich dazu in der Lage wären.
Dennoch hat fast jeder zweite Mensch in Deutschland (48 Prozent) bislang noch
nie Blut gespendet.
Als häufigste Gründe nennen Nichtspender gesundheitliche Einschränkungen (33
Prozent), fehlende Voraussetzungen wie z. B. Alter, Schwangerschaft, kürzliche
Tattoos, Impfungen oder bestimmte Auslandsaufenthalte (20 Prozent) sowie Angst
vor der Blutabnahme (19 Prozent).
Klarer Geschlechterunterschied unter den Nichtspendern: Männer denken seltener
über Blutspende nach
Bemerkenswert ist zudem ein deutlicher Geschlechterunterschied beim
Problembewusstsein: Während 19 Prozent der Männer angeben, bislang noch nicht
über das Thema Blutspende nachgedacht zu haben, trifft das bei Frauen nur auf 9
Prozent zu.
Zudem empfindet eine große Mehrheit Blutspenden als gesellschaftlich
unterbewertet: 74 Prozent der Befragten (77 Prozent der Frauen, 72 Prozent der
Männer) sind der Meinung, dass Blutspenden nicht ausreichend gewürdigt werde.
* Appinio-Umfrage im Auftrag der HanseMerkur, Erhebung der Daten im Mai 2026,
1.000 Befragte im Alter von 16 - 65 Jahren, nationalrepräsentativ für Alter,
Geschlecht und Bundesland.
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