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Bonn (ots) - Die internationale Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe
zeigt sich angesichts der sich verschärfenden Ebola-Epidemie in der
Demokratischen Republik Kongo alarmiert. Seit Ausbruch Mitte Mai wurden bereits
710 bestätigte Fälle und 149 Todesfälle registriert. "Das Gesundheitssystem ist
mit der Epidemie völlig überfordert. In einzelnen Behandlungszentren müssen ein
Arzt und sechs Pflegefachkräfte täglich bis zu 300 Patient:innen versorgen",
berichtet Sandra Butoto, Geschäftsführerin von Helps lokalem Partner im Kongo.
"Wir versorgen die Einrichtungen mit dem Nötigsten, doch das reicht bei weitem
nicht aus."
Um die Ausbreitung einzudämmen, führt Help gemeinsam mit dem lokalen Partner
UGEAFI Gesundheitsschulungen durch und unterstützt Gesundheitszentren mit
medizinischer Ausrüstung und Desinfektionsmitteln. "Bislang konnten wir mit
unseren Hilfsmaßnahmen etwa 20.000 Menschen erreichen", berichtet
Help-Programm-Manager Christoph van Edig. "Neben Desinfektionsmitteln zur
Reinigung kontaminierter Flächen stehen Aufklärungsmaßnahmen für die lokale
Bevölkerung im Vordergrund. Aufgrund der Verbreitung von Fehlinformationen
herrschen in der Bevölkerung jedoch große Verunsicherung und großes Misstrauen,
was die Hilfe erschwert."
Zudem: "Durch den anhaltenden militärischen Konflikt und die große Armut im Land
ist das Gesundheitswesen im Kongo am Boden. Viele Hilfsorganisationen mussten
aufgrund der weltweiten Mittelkürzungen ihre Arbeit im Land einstellen", so van
Edig. "Angesichts dieses Notstands benötigen wir dringend weitere finanzielle
Mittel, um unsere Hilfe vor Ort auszuweiten. Wenn wir eine noch größere Epidemie
wie zuletzt 2018 verhindern wollen, muss die internationale Gemeinschaft schnell
handeln."
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