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WIESBADEN (ots) -
- Rund 335 Euro im Monat gaben Haushalte 2023 für Nahrungsmittel aus
- 55 % der Getränkeausgaben entfielen auf alkoholfreie Getränke, 45 % auf
alkoholische Getränke
Rund 335 Euro im Monat haben die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2023
im Schnitt für Nahrungsmittel ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) weiter mitteilt, machten die Ausgaben für Fleisch und Wurst, Fisch
und Meeresfrüchte mit durchschnittlich 22 % gut ein Fünftel davon aus. Jeweils
rund ein Sechstel (17 %) der Ausgaben für Nahrungsmittel wendeten die Haushalte
für den Kauf von Getreide und Getreideerzeugnissen wie zum Beispiel Brot, Reis
und Nudeln sowie für Milch, Molkereiprodukte und Eier auf. Für Gemüse,
Kartoffeln und Ähnliches wurden 14 % ausgegeben, und für Obst und Nüsse waren es
9 %. Für den Kauf von Zucker und Süßwaren wurden im Schnitt 8 % verwendet. Dabei
handelt es sich um Ergebnisse der Unterstichprobe der Einkommens- und
Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023 und um Durchschnittswerte über alle Haushalte.
Vom Ein-Personen-Haushalt bis zur Großfamilie, von Haushalten mit geringen bis
hohen Einkommen sind alle Haushaltsgruppen berücksichtigt.
Ausgaben für Getränke liegen bei rund 75 Euro im Monat
Zusätzlich zu den Ausgaben für Nahrungsmittel wendeten die privaten Haushalte
durchschnittlich rund 75 Euro im Monat für den Kauf von Getränken auf. 55 % (gut
40 Euro) dieser Ausgaben entfielen auf alkoholfreie Getränke, 45 % (knapp 35
Euro) auf alkoholische Getränke. Den größten Anteil der Getränkeausgaben machten
mit knapp einem Viertel (24 %) die Ausgaben für Erfrischungsgetränke und
Mineralwasser aus. Jeweils rund ein Fünftel der Getränkeausgaben wurden für Wein
(auch alkoholfrei) und weinhaltige Getränke (20 %) sowie für Kaffee und Tee (19
%) verwendet. Mit 16 % wurde knapp ein Sechstel der Getränkeausgaben für Bier
(auch alkoholfrei) aufgewendet.
Methodische Hinweise:
Bei den vorgestellten Ergebnissen handelt es sich um die Ergebnisse der
Unterstichprobe der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023 zur
Feinanschreibung der Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren. 9 965
Haushalte machten dazu 14 Tage lang detaillierte Angaben zu ihren Ausgaben für
Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren. Ausgaben in Restaurants, Cafés,
Kantinen und Ähnliches sind in diesen Ausgaben nicht enthalten. Die EVS findet
alle fünf Jahre statt. Sie ist die größte freiwillige Haushaltserhebung der
amtlichen Statistik.
Die EVS 2023 hat eine umfangreiche Neukonzeption sowie einen Umstieg auf die
aktuelle Systematik der Einnahmen und Ausgaben (SEA) 2021 erfahren. Unter
anderem haben eine veränderte Anschreibemethodik und die erstmalige Möglichkeit
der teilnehmenden Haushalte, ihre Angaben vollständig digital mittels Mobil-
oder Web-App zu dokumentieren, zu einer einheitlicheren und genaueren Erfassung
der Ausgaben in den einzelnen Kategorien geführt. Die Neuerungen sind aber auch
mit Einschränkungen bei der Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit den Vorjahren
verbunden. Ausführliche Informationen hierzu bietet eine Sonderseite im
Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Weitere Informationen:
Weitere Ergebnisse der EVS sind im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes
auf den Themenseiten "Konsumausgaben und Lebenshaltungskosten", "Ausstattung mit
Gebrauchsgütern", "Vermögen und Schulden" sowie in GENESIS-Online (Tabellen
63231 und Tabellen 63221) verfügbar. Auf den Themenseiten sind unter anderem ein
Statistischer Bericht sowie der Qualitätsbericht zur EVS verfügbar.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Einkommen, Konsum, Lebensbedingungen
Telefon: +49 611 75 8880
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OTS: Statistisches Bundesamt
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