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Mehr zur Studie
https://ots.de/DLG74Q
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Hannover (ots) - Viele Singles warten beim Dating auf den großen " Blitzschlag
", die " Schmetterlinge im Herzen ", die große Verliebtheit . Aber eine aktuelle
Auswertung der psychologischen Partnervermittlung Gleichklang.de
(https://www.gleichklang.de/) mit 878 Teilnehmenden zeigt, dass Beziehungen, die
mit Freundschaft begannen, genauso zufriedenstellend verlaufen wie Beziehungen,
die mit Verliebtheit starteten. Anfängliche Aversion und Ambivalenz sind
demgegenüber Warnsignale, können im Einzelfall aber ebenfalls zu einer
glücklichen Beziehung führen.
Durchgeführt wurde die Studie von Dr. Guido F. Gebauer
(https://www.gfgebauer.de/) , Psychologe, Dating-Coach, Gründer von
Gleichklang.de und Autor von " A Perfect Match? Online-Partnersuche aus
psychologischer Sicht (https://buch-partnersuche.de/) ".
Wie die Studie durchgeführt wurde
An der Studie beteiligten sich 493 Frauen, 369 Männer und 16 nicht-binäre
Personen, die Mitglieder von Gleichklang waren.
Die meisten Befragten (758) berichteten über frühere Beziehungen, weil sie sich
aktuell auf Partnersuche bei Gleichklang befanden. Ein kleinerer Teil (120)
hatte bereits eine neue Beziehung gefunden und berichtete über diese
fortbestehende Beziehung. Beide Gruppen konnten vereinigt werden, da die
Hauptergebnisse die gleichen waren.
Die Teilnehmenden bewerteten für die eingeschätzten Beziehungen die
Beziehungszufriedenheit und die sexuelle Zufriedenheit auf einer Skala von
jeweils 1 bis 11. Der Wert 6 stellte den neutralen Mittelpunkt dar. Werte über 6
bedeuteten Zufriedenheit, Werte darunter Unzufriedenheit.
Zusätzlich ordneten die Befragten den Anfang ihrer Beziehung einer von sieben
Kategorien zu, die sich folgendermaßen verteilten:
- Anfängliche Verliebtheit: 418 Beziehungen (47,6 %)
- Freundschaft, aus der später Liebe wurde: 241 Beziehungen (27,5 %)
- Keinem klaren Muster zuordenbar: 128 Beziehungen (14,6 %)
- Reine Freundschaft, bei der auch später keine Liebe hinzukam: 32 Beziehungen
(3,6 %)
- Sofortige Ambivalenz, also ein Wechsel zwischen Anziehung und Abstoßung: 29
Beziehungen (3,3 %)
- Liebe ohne vorherige Verliebtheit oder Freundschaft: 19 Beziehungen (2,2 %)
- Anfängliche Aversion: 11 Beziehungen (1,3 %)
Ergebnisse zur Beziehungszufriedenheit
Die statistische Analyse zeigte, dass fünf verschiedene Anfangsformen zu einer
vergleichbar hohen Beziehungszufriedenheit führten und sich statistisch nicht
signifikant voneinander unterschieden.
Dies waren:
- Anfängliche Verliebtheit
- Freundschaft mit späterer Liebe
- Liebe ohne vorherige Verliebtheit oder Freundschaft
- Nur Freundschaft, aus der keine Liebe wurde
- Beziehungen ohne erkennbares klares Muster
Alle diese fünf Gruppen lagen im positiven Bereich oberhalb des
Skalenmittelpunkts von 6.
" Die Daten widersprechen der verbreiteten Vorstellung, dass Liebe nur dann
tragfähig ist, wenn sie mit Verliebtheit beginnt ", erläutert Gebauer. " Ob eine
Beziehung mit Verliebtheit, Freundschaft oder Liebe ohne Verliebtheit begann,
hatte keinen Einfluss auf die spätere Beziehungszufriedenheit. "
Deutlich schlechter und signifikant unterschiedlich waren dagegen die beiden
seltenen Anfangsformen, bei denen eine Beziehung trotz Aversion oder mit
sofortiger Ambivalenz begann. Beide Gruppen lagen im Durchschnitt im
unzufriedenen Bereich.
Ergebnisse zur sexuellen Zufriedenheit
Bei der sexuellen Zufriedenheit zeigte sich ein ähnliches, aber nicht
identisches Bild. Auch hier gab es mehrere Anfangsformen, die statistisch nicht
unterscheidbar waren und zu vergleichbarer sexueller Zufriedenheit führten. Das
waren:
- Anfängliche Verliebtheit
- Freundschaft mit späterer Liebe
- Liebe ohne vorherige Verliebtheit oder Freundschaft
- Beziehungen ohne erkennbares klares Muster
Erneut waren Beziehungen, die mit Aversion begannen, durch die geringste
Zufriedenheit gekennzeichnet.
Den zweitunzufriedensten Beziehungstyp bildeten dieses Mal jedoch Beziehungen,
die als reine Freundschaft ohne Liebe verblieben. Dicht hierauf folgten
Beziehungen, die sich durch anfängliche Ambivalenz kennzeichneten.
Gebauer erklärt dies psychologisch: " Freundschaft beinhaltet Vertrauen,
Verlässlichkeit und gemeinsame Lebensgestaltung. Das kann zu hoher
Beziehungszufriedenheit beitragen. Sexualität ist jedoch stärker an Leidenschaft
und starke Gefühle gebunden, die bei einer reinen Freundschaft ohne Liebe
fehlen. Wenn eine Beziehung dauerhaft Freundschaft bleibt, kann sie daher
beziehungsbezogen zufriedenstellend sein, aber sexuell schwächer abschneiden. "
Auch Warnsignale bedeuten nicht immer das Aus
Trotz klarer Durchschnittstendenzen zeigten die Daten bei allen Beziehungstypen
individuelle Verlaufsmöglichkeiten:
- Selbst Beziehungen, die mit Aversion oder Ambivalenz beginnen, müssen demnach
nicht zwangsläufig scheitern.
So lagen bei Beziehungen, die mit Aversion begannen, 20 Prozent der Fälle
oberhalb des neutralen Bereichs der Beziehungszufriedenheit. Bei der sexuellen
Zufriedenheit waren es sogar 35 Prozent.
Zum Vergleich:
- Bei Beziehungen mit Verliebtheitsbeginn erreichten 65,4 Prozent eine
Beziehungszufriedenheit über 6, bei freundschaftlichem Beginn waren es 65,8
Prozent.
" Aversion und Ambivalenz sind Warnsignale, aber keine endgültigen Urteile ", so
Gebauer. " Wenn solche Gefühle am Anfang stehen, sollte besonders gründlich
geprüft werden, ob sich wirklich eine positive gemeinsame Entwicklung, echte
Annäherung und gemeinsames Glück ergeben können. Entscheidend ist, Warnsignale
nicht zu übersehen, aber Entwicklungsmöglichkeiten auch nicht vorschnell
auszuschließen. "
Die Muster zeigten sich unabhängig von Beziehungsstatus und Geschlecht
Für die Einordnung der Ergebnisse sind zwei methodische Befunde besonders
wichtig:
- Die durchschnittliche Beziehungszufriedenheit lag bei fortbestehenden
Beziehungen bei 8,33, die sexuelle Zufriedenheit bei 8,06. Bei bereits
beendeten Beziehungen lagen die Werte nicht überraschenderweise niedriger bei
6,50 beziehungsweise 6,55. Für die Kernfrage war jedoch entscheidend, dass
dieser Unterschied die Wirkung des Beziehungsbeginns auf die Zufriedenheit
nicht veränderte. Die gefundenen Muster galten für bestehende und vergangene
Beziehungen gleichermaßen.
- Auch das Geschlecht der Befragten spielt keine Rolle für die Auswirkungen des
Beziehungsbeginns auf die Zufriedenheit.
" Das spricht dafür, dass vergangene Beziehungen nicht rückwirkend falsch
erinnert wurden oder die Effekte womöglich nur für bestimmte Teilgruppen gelten
", sagt Gebauer. " Es kann daher von einer hohen Generalisierbarkeit der Befunde
ausgegangen werden. "
Was Singles daraus lernen können
Gebauer schließt aus den Studienergebnissen, dass Singles sich nicht darauf
versteifen sollten, dass Liebe nur auf einem einzigen Weg beginnen darf.
Verliebtheit könne ein sehr guter Anfang sein. Freundschaft, Liebe ohne
vorherige Verliebtheit oder sogar kompliziertere Beziehungsbeginne könnten aber
ebenfalls zu dauerhafter Zufriedenheit führen.
Gebauers Rat: " Gemeinsam ausloten, ob ein gemeinsamer Lebensweg möglich ist.
Positive Gefühle von Verliebtheit, Liebe oder Freundschaft können gute Gründe
sein, wechselseitig Ja zu sagen. Wenn dagegen Aversion oder starke Ambivalenz am
Anfang stehen, ist eine gründliche und ergebnisoffene gemeinsame Prüfung
notwendig, ob es Sinn macht, einen Beziehungsbeginn zu wagen. "
Wer nur die Verliebtheit als Signal für einen Beziehungsbeginn akzeptiere,
bleibe möglicherweise unnötig Single, zumal Verliebtheit für viele Menschen ein
seltenes Ereignis sei, das nur gelegentlich im Leben und bei manchen sogar gar
nicht auftrete.
" Viele Singles engen ihren Beziehungsraum ein, weil sie glauben, Liebe müsse
auf eine ganz bestimmte Weise beginnen ", erklärt Gebauer seine langjährigen
Beobachtungen als Partnervermittler und Dating-Coach. " Die Daten sprechen für
mehr Offenheit: Manchmal beginnt eine tragfähige Beziehung sofort mit großer
Verliebtheit, in anderen Fällen ist der Beginn ruhiger, freundschaftlich und
entwickelt sich unter Umgehung von Verliebtheit zur Liebe. In seltenen Fällen
tritt sogar sofort Liebe auf, ohne dass diese als Verliebtheit spürbar ist
Ebenfalls können sich Partnersuchende entscheiden, miteinander eine Beziehung
auf einer reinen Freundschaftsbasis und ohne Liebe einzugehen. "
Aversion und Ambivalenz sollten nicht als Warnsignale übergangen werden. Aber
auch sie müssen nicht automatisch das Ende bedeuten, da immerhin jede fünfte
Beziehung, die auf dieser Basis begann, dennoch eine positive
Beziehungszufriedenheit erreichte.
" Die Vielfalt der möglichen Anfänge zuzulassen, erweitert den Beziehungsraum
und erhöht die Chance, eine Partnerschaft zu finden, die glücklich werden kann
", fasst Gebauer zusammen.
Weitere Ergebnisse und psychologische Einordnungen der Studie können im
Beziehungsblog von Gleichklang (https://www.psychologie-partnersuche.de/allgemei
n/viele-wege-zur-liebe-fuehren-zur-beziehungszufriedenheit-und-sexueller-zufried
enheit/) nachgelesen werden. Dort finden sich auch weitere Artikel, die sich aus
psychologischer Sichtweise mit der Friendzone (https://www.psychologie-partnersu
che.de/allgemein/zwischen-naehe-und-enttaeuschung-die-freundschaftszone-2/)
sowie dem Übergang von Freundschaft zur Liebe (https://www.psychologie-partnersu
che.de/allgemein/wie-aus-freundschaft-liebe-wird/) beschäftigen.
Datenbox für Redaktionen
- n = 878
- Geschlecht: 493 Frauen, 369 Männer, 16 nicht-binär
- Beziehungen: 758 beendet, 120 bestehend
- Skala: 1-11, neutral = 6
- Anfangsformen: Verliebtheit 47,6 % | Freundschaft mit späterer Liebe 27,5 % |
kein klares Muster 14,6 % | reine Freundschaft 3,6 % | Ambivalenz 3,3 % |
Liebe ohne Verliebtheit 2,2 % | Aversion 1,3 %
- Bestehende Beziehungen: Ø 8,33 Beziehungszufriedenheit / Ø 8,06 sexuelle
Zufriedenheit
- Beendete Beziehungen: Ø 6,50 Beziehungszufriedenheit / Ø 6,55 sexuelle
Zufriedenheit
- Status als fortbestehende oder beendete Beziehung: kein Einfluss auf die
Wirkung des Beziehungsbeginns
- Geschlecht: kein Einfluss auf die Wirkung des Beziehungsbeginns
Über Gleichklang.de
Gleichklang.de ist eine psychologische Partnervermittlung für Menschen, die
ernsthaft Partnerschaft, Freundschaft oder gemeinschaftliche Projekte suchen.
Die Plattform verbindet psychologisches Matching mit einer ökologisch-sozialen
Grundorientierung.
Pressekontakt:
Dr. Gebauer steht jederzeit für Nachfragen und Interviews in
klassischen Medien (Print, TV, Radio) sowie auf YouTube, in Blogs und
sozialen Medien zur Verfügung:
Dr. Guido F. Gebauer
Gleichklang limited
Oesterleystr 1
30171 Hannover
Tel.: +49 (0)15228973672
E-Mail: mailto:gebauer@gleichklang.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/71147/6295116
OTS: Gleichklang Limited
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