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Bonn (ots) - Der Fachverband der Gewürzindustrie weist die in Öko-Test 02/2026
erhobenen Vorwürfe gegen Hersteller von "Kräutern der Provence" entschieden
zurück. Eine vom Verband in Auftrag gegebene wissenschaftliche Bewertung des
Testberichts kommt zu einem klaren Ergebnis: Die Schlussfolgerungen von Öko-Test
sind in wesentlichen Punkten nicht tragfähig, methodisch angreifbar und
geeignet, Verbraucherinnen und Verbraucher unbegründet zu beunruhigen. Sämtliche
getesteten Produkte halten die gesetzlichen Anforderungen ein und sind
uneingeschränkt verkehrsfähig.
Worum es geht
Öko-Test hat in Ausgabe 02/2026 "Kräuter der Provence" untersucht und mehrere
Produkte allein aufgrund von Mehrfachrückständen an Pflanzenschutzmitteln
deutlich abgewertet - obwohl keine der gesetzlichen Höchstmengen überschritten
wurde. Der Fachverband der Gewürzindustrie hat die Methodik des Tests durch
externe wissenschaftliche Sachverständige (RDA Scientific Consultants GmbH,
München) prüfen lassen. Das Gutachten zeigt: An mehreren Stellen weicht Öko-Test
von etablierten Prinzipien der Risikobewertung ab.
Die zentralen Kritikpunkte am Test
- Rechtlicher Rahmen ausgeblendet: Die Produkte halten alle
EU-Rückstandshöchstmengen (MRL) ein - diese berücksichtigen ausdrücklich auch
empfindliche Verbrauchergruppen wie Kinder oder Schwangere.
- Begriff "Pestizidcocktail" wissenschaftlich irreführend: Mehrere Rückstände in
Kräutermischungen sind erwartbar; das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
leitet daraus keinen zusätzlichen Handlungsbedarf ab.
- Unzulässige Studienübertragung: Eine herangezogene Parkinson-Studie betrifft
18- bis 22-jährige berufliche Exposition im Baumwollanbau über Haut und
Atemwege - nicht den Verzehr kleiner Mengen Kräuter.
- Verwechslung von Gefahr und Risiko: Gefährliche Eigenschaften eines Stoffes
werden ohne Bezug zur tatsächlich aufgenommenen Menge dargestellt - ein
elementarer Fehler in der Risikokommunikation.
- Etablierte Bewertungsverfahren übergangen: Methoden wie die "Cumulative
Assessment Groups" (CAGs) der europäischen Behörden adressieren mögliche
Kombinationswirkungen längst - Öko-Test stellt sie pauschal in Frage.
Stellungnahme des Fachverbands
"Verbraucherinformation muss auf wissenschaftlich fundierten Bewertungen beruhen
- nicht auf emotional aufgeladenen Schlagworten. Wer gesetzeskonforme
Lebensmittel pauschal abwertet und dabei zentrale Prinzipien der Risikobewertung
ignoriert, verunsichert ohne sachlichen Grund und untergräbt das Vertrauen in
eine seit Jahrzehnten sicher funktionierende Lieferkette.
Die Branche steht für höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Wir erwarten
von einem Verbrauchermagazin, dass es Risiken differenziert darstellt und den
regulatorischen Rahmen einordnet - statt Ängste zu schüren."
Fachverband der Gewürzindustrie e. V.
Fazit
Die getesteten Erzeugnisse sind sicher und entsprechen den geltenden
Vorschriften. Der Fachverband der Gewürzindustrie fordert Öko-Test auf,
methodische Mängel des Beitrags transparent zu adressieren und künftig zwischen
wissenschaftlich begründeten Risiken und reinen Gefahreneigenschaften zu
unterscheiden.
Weitere Informationen: Fachverband der Gewürzindustrie e.V.
(https://www.gewuerzindustrie.de/)
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Der Fachverband der Gewürzindustrie e.V. vereint in derzeit 98
Mitgliedsunternehmen Wissen und Kompetenz rund um die Veredelung von Gewürzen.
Unsere Mitglieder erwirtschaften jährlich einen Umsatz von etwa einer Milliarde
Euro und beschäftigen rund 8.000 Mitarbeiter. Die Unternehmen importieren
Gewürze aus allen Ländern der Erde und stellen Gewürzmischungen, Gewürzpräparate
und sonstige würzende Zutaten her.
Abdruck honorarfrei mit Quellenangabe.
Pressekontakt:
Yasmin Soldierer
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Fachverband der Gewürzindustrie e.V.
mailto:soldierer@verbaendebuero.de
Tel. 0228/216 162
Laura Winter-Gierlich
Geschäftsführerin Fachverband der Gewürzindustrie e.V.
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