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Leipzig (ots) - Der MDR richtet seine Klassikangebote im Zuge des seit 1.
Dezember 2025 geltenden Reformstaatsvertrags neu aus und setzt künftig verstärkt
auf digitale Verbreitungswege. Klassikinhalte bleiben erhalten und werden
künftig breiter über MDR Kultur, ARD-Plattformen sowie BR Klassik zugänglich
gemacht. Ab 12. Oktober 2026 wird die bisherige DAB+ Verbreitung von MDR Klassik
beendet. Auf der Frequenz wird künftig BR Klassik ausgestrahlt und durch
kuratierte Inhalte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ergänzt. Ziel ist
es, die Reichweite klassischer Musik im Digitalen auszubauen und ihre Präsenz
regional sowie ARD-weit nachhaltig zu stärken.
Die Neuausrichtung ist Teil eines strukturellen und strategischen
Transformationsprozesses auf Grundlage des Reformstaatsvertrags, der eine
Begrenzung der ARD-Radiowellen auf maximal 53 bis 2027 vorsieht. Auch dem MDR
wurde in diesem Rahmen eine Reduzierung seiner Hörfunkangebote vorgegeben.
Der MDR nutzt diese Vorgaben, um sein Klassikportfolio an veränderte
Nutzungsgewohnheiten anzupassen und stärker auf digitale Ausspielwege
auszurichten. Inhalte, Formate und redaktionelle Kompetenz bleiben erhalten und
werden künftig breiter zugänglich gemacht.
Annette Josef, Hauptabteilungsleiterin MDR Klassik: "Mit der strategischen
Weiterentwicklung seiner Klassikangebote stärkt der MDR die digitale
Verfügbarkeit, baut Kooperationen innerhalb der ARD aus und sichert zugleich die
Präsenz der mitteldeutschen Kulturlandschaft - auf bestehenden und neuen Wegen.
Die Neuausrichtung bedeutet keinen Rückzug von unserem Kulturauftrag, sondern
eine Weiterentwicklung der Angebote unter veränderten Rahmenbedingungen.
Klassische Musik erhält eine stärkere digitale Präsenz und erreicht so neue
Zielgruppen. Klassik bleibt zentraler Bestandteil des MDR-Auftrags."
Neuausrichtung mit Fokus auf digitale Reichweite
Mit der Transformation werden Klassikinhalte künftig verstärkt über digitale
Angebote wie Streams, Podcasts sowie ARD-Plattformen wie ARD Sounds und die ARD
Mediathek verbreitet. Diese Entwicklung trägt der veränderten Mediennutzung
Rechnung.
Parallel dazu bleiben auch künftig bei MDR Kultur bekannte und beliebte Formate
von MDR Klassik integriert oder werden dort künftig übernommen. So bleibt die
regionale Berichterstattung über die Musiklandschaft in Sachsen, Sachsen-Anhalt
und Thüringen ein wesentlicher Bestandteil des Angebots. Konzertübertragungen,
Mitschnitte und redaktionelle Beiträge aus der Region - etwa aus dem Gewandhaus
Leipzig - werden weiterhin umgesetzt. Auch etablierte Formate wie die
Podcastreihe "Bach-Kanal mit Michael Maul und Bernhard Schrammek" oder das
Orgelmagazin bleiben erhalten und werden in neue programmliche Kontexte
integriert. Ab dem 12. Oktober 2026 wird BR Klassik zudem auf der bisherigen
DAB+ Frequenz von MDR Klassik ausgestrahlt. Im Rahmen dieser Kooperation werden
künftig auch Inhalte aus Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen einem
deutschlandweiten Publikum zugänglich gemacht.
Verlässlichkeit für Publikum und Kulturszene
Der MDR unterstreicht mit der Neuaufstellung von MDR Klassik, dass sein
Kulturauftrag unverändert gilt. Für das Publikum bedeutet das: Klassische Musik
bleibt zugänglich. Durch die Kombination aus MDR Kultur, BR Klassik sowie den
digitalen ARD-Plattformen wird das Angebot künftig noch breiter aufgestellt und
vielfältiger erreichbar - bei gleichzeitig unverändert hoher Bedeutung der
regionalen Inhalte.
Auch für die mitteldeutsche Kulturszene bleibt der MDR ein verlässlicher
Partner. Redaktionelle Expertise, Kooperationen und die Sichtbarkeit der
mitteldeutschen Kulturszene werden weiterhin gewährleistet.
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