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Wien (ots) - Die Zinsen steigen. Und das kann für Anleger gefährlicher werden
als jede Schlagzeile über Inflation oder Börsencrashs. In den USA liegen die
Renditen für 10-jährige Staatsanleihen bereits nahe an der 5-Prozent-Marke.
Gleichzeitig machen Staaten weltweit neue Schulden. Die Folge: Kredite werden
teurer, Immobilien geraten unter Druck und auch Aktien könnten ihre Rally
verlieren. Genau solche Entwicklungen sorgten in der Vergangenheit immer wieder
für Turbulenzen an den Finanzmärkten.
Wer die Börse verstehen will, muss zuerst die Zinsen verstehen. Hier erfahren
Sie, warum die langfristigen Zinsen aktuell so stark steigen, welche Rolle die
Zentralbanken dabei spielen und worauf Anleger jetzt besonders achten sollten.
Warum Inflation und Zinsen eng zusammenhängen
Steigende Preise gehören zu den wichtigsten Gründen für höhere Zinsen. Aktuell
treiben vor allem geopolitische Konflikte und steigende Energiepreise die
Inflation an. Wird Öl teurer, verteuern sich oft auch Transport, Produktion und
zahlreiche Konsumgüter. Die Auswirkungen reichen von höheren Flugkosten bis hin
zu steigenden Lebensmittelpreisen.
Normalerweise reagieren Zentralbanken auf eine höhere Inflation mit steigenden
Leitzinsen. Dadurch werden Kredite teurer, Unternehmen investieren weniger und
die Nachfrage sinkt. Das soll verhindern, dass sich die Preissteigerungen weiter
beschleunigen. Umgekehrt senken Zentralbanken die Zinsen häufig in
wirtschaftlich schwierigen Phasen, um Investitionen und Konsum anzukurbeln.
Doch die aktuelle Situation ist komplex. Während die US-Wirtschaft weiterhin vom
KI-Boom profitiert und vergleichsweise robust wächst, kämpfen viele europäische
Länder mit schwacher Konjunktur und gleichzeitig steigenden Preisen. Diese
Kombination erschwert die Arbeit der Notenbanken erheblich.
Die Bedeutung der langfristigen Zinsen
Besonders wichtig ist derzeit die Entwicklung der langfristigen Zinsen. Anders
als die kurzfristigen Leitzinsen werden sie nicht direkt von den Zentralbanken
festgelegt. Stattdessen entstehen sie am Markt durch Angebot und Nachfrage.
Hier spielt die Staatsverschuldung eine zentrale Rolle. Viele Regierungen geben
derzeit große Mengen neuer Staatsanleihen aus, um ihre Haushaltsdefizite zu
finanzieren. Gleichzeitig müssen genügend Käufer gefunden werden. Steigt das
Angebot stärker als die Nachfrage, verlangen Investoren höhere Renditen.
Genau das zeigt sich aktuell an den Märkten. Die Renditen langfristiger
Staatsanleihen sind in zahlreichen Ländern deutlich gestiegen. Für Staaten
bedeutet das höhere Finanzierungskosten. Gleichzeitig beeinflusst diese
Entwicklung nahezu alle Anlageklassen.
Warum hohe Renditen für Anleger problematisch werden können
Steigen die langfristigen Zinsen, sinkt häufig die Attraktivität anderer
Vermögenswerte. Immobilien geraten unter Druck, weil Finanzierungen teurer
werden. Auch Aktien können leiden, da zukünftige Unternehmensgewinne bei höheren
Zinsen niedriger bewertet werden.
Besonders zinssensible Bereiche wie Technologieaktien, Private Equity oder
Kryptowährungen reagieren häufig stark auf Veränderungen am Anleihemarkt.
Gleichzeitig verlieren bestehende Anleihen an Wert, wenn neu ausgegebene Papiere
höhere Zinsen bieten.
Für Anleger entsteht dadurch eine ungewöhnliche Situation. Während in manchen
Marktphasen einzelne Anlageklassen profitieren, können steigende Langfristzinsen
gleichzeitig mehrere Vermögenswerte belasten.
Welche Rolle der neue Fed-Chef spielt
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält die Entwicklung durch den neuen Fed-Chef Kevin
Warsh. Er gilt als deutlich kritischer gegenüber umfangreichen Anleihekäufen der
Notenbank als einige seiner Vorgänger.
In den vergangenen Krisen kauften Zentralbanken große Mengen an Staatsanleihen
auf. Dadurch stabilisierten sie die Märkte und hielten die Finanzierungskosten
niedrig. Sollte die US-Notenbank künftig zurückhaltender agieren, könnte ein
wichtiger Käufer am Anleihemarkt wegfallen.
Nach Ansicht vieler Marktbeobachter erklärt genau das einen Teil der aktuellen
Nervosität. Wenn Staaten weiterhin hohe Defizite finanzieren müssen und
gleichzeitig die Zentralbanken weniger Anleihen kaufen, könnten die
langfristigen Renditen weiter steigen.
Worauf Anleger jetzt achten sollten
In den kommenden Monaten wird vor allem der Anleihemarkt entscheidend sein. Die
Entwicklung der langfristigen Renditen beeinflusst nicht nur die
Finanzierungskosten von Staaten, sondern auch die Bewertungen von Immobilien,
Aktien und anderen Vermögenswerten.
Besonders wichtig bleibt dabei der sogenannte Realzins - also die Differenz
zwischen Inflation und Zinsniveau. Solange die Inflation deutlich über den
Zinsen liegt, können Sachwerte oft profitieren. Wird der Realzins jedoch
positiv, steigt der Druck auf viele Anlageklassen.
Deshalb richtet sich der Blick vieler professioneller Investoren derzeit weniger
auf einzelne Aktien oder Kryptowährungen. Stattdessen beobachten sie aufmerksam
die Bondmärkte und die Entscheidungen der Zentralbanken. Denn dort könnte sich
entscheiden, wie sich die Finanzmärkte in den kommenden Monaten entwickeln.
Über Gerald Hörhan:
Gerald Hörhan ist mit Einzimmerwohnungen zum Millionär geworden und ist der
festen Ansicht, dass 90 Prozent der Menschen ebenso dazu in der Lage sind. Mit
der Gründung der Investment Punk Academy hat er einen Ort geschaffen, an dem die
Teilnehmer lernen, wie sie ihre finanzielle Freiheit systematisch planen. Damit
holt er nach, was im Bildungssystem versäumt wird. Schließlich wird nirgends der
richtige Umgang mit Geld gelehrt. Mit der Investmentpunk Academy konnte er
mittlerweile über 100.000 Menschen Finanzen lehren und ihnen helfen, auf diesem
Weg ihre Ziele zu realisieren. Mehr Informationen unter:
https://www.investmentpunk.com/
Pressekontakt:
Investmentpunk Academy GmbH
Gerald B. Hörhan
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Webseite: https://www.investmentpunk.com/
Ruben Schäfer
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OTS: Investmentpunk Academy GmbH
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