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Berlin (ots) - Anlässlich der Öffentlichen Anhörung zum
GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz im Gesundheitsausschuss des Deutschen
Bundestags warnt die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) vor den drastischen
Folgen der vorgesehenen Budgetierung für die Versorgung von Menschen mit
psychischen Erkrankungen.
BPtK-Vizepräsident Dr. Nikolaus Melcop, der für die BPtK an der Anhörung
teilnimmt, kritisiert die geplanten Einschnitte scharf: "Die im Gesetzentwurf
bisher vorgesehene Budgetierung der ambulanten Psychotherapie wird unweigerlich
zu einer massiven Verschlechterung der Versorgung führen. Denn die Budgetierung
verursacht einen drastischen Verlust an Therapieplätzen. Mit gravierenden
Konsequenzen für GKV-Versicherte: schlechterer Zugang zur Versorgung, längere
Wartezeiten, mehr Chronifizierung und Verschlechterung von Erkrankungen. Und was
angeblich spart, wird volkswirtschaftlich erkennbar extrem teuer: mehr
stationäre Behandlungen, längere AU-Zeiten, höhere Krankengeldzahlungen,
Produktivitätsverluste, Zunahme an Berentungen wegen Minderung der
Erwerbsfähigkeit. Das Parlament darf diesen Irrweg nicht beschließen."
BPtK-Präsidentin Dr. Andrea Benecke sagt: "Es ist richtig, dass das Parlament
die Reform nun gründlich prüft und eine sorgfältige Abschätzung der
Gesetzesfolgen vornimmt. Wir appellieren eindringlich an die
Bundestagsabgeordneten, die geplante Budgetierung psychotherapeutischer
Leistungen zu verhindern. Sie spart kein Geld, sondern erhöht die Folgekosten
psychischer Erkrankungen und verschlechtert die Versorgung für lange Zeit."
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Ulrike Florian
Pressesprecherin
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OTS: Bundespsychotherapeutenkammer
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