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Berlin (ots) - Der Stifterverband hat auf seiner Jahresversammlung 2026 seinem
ehemaligen Präsidenten Michael Kaschke seine höchste Auszeichnung verliehen: die
Richard-Merton-Ehrennadel. Sie wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich in
herausragender Weise um die Wissenschaft, den Stiftungsgedanken und das
Gemeinwohl verdient gemacht haben. Michael Kaschke war von 2022 bis 2026
Präsident des Stifterverbandes. Seine Nachfolgerin ist die ehemalige Vorständin
der BASF SE, Melanie Maas-Brunner.
Die Auszeichnung wurde Michael Kaschke von Reinhard Zinkann, geschäftsführender
Gesellschafter von Miele und Präsidiumsmitglied des Stifterverbandes,
überreicht. Zinkann würdigte Michael Kaschke als eine herausragende
Persönlichkeit von großer intellektueller Klarheit, die den Dialog zwischen
Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft mit visionärer Kraft geprägt hat: "Mit
seinem tiefen naturwissenschaftlichen und strategischen Verständnis gehört er zu
den prägenden Impulsgebern der deutschen Innovations- und
Wissenschaftslandschaft der vergangenen Jahrzehnte." In seinem Wirken stehe die
Stärke des Stifterverbandes immer im Mittelpunkt.: "Menschen und Institutionen
zusammenbringen. Brücken bauen. Kräfte bündeln. Unterschiedliche Perspektiven an
einen Tisch holen und daraus Dinge in Bewegung setzen."
Als promovierter Physiker, Wissenschaftsmanager und langjähriger
Vorstandsvorsitzender der ZEISS Gruppe hat er entscheidend dazu beigetragen,
deutsche Spitzentechnologie international sichtbar und wettbewerbsfähig zu
machen. Darüber hinaus hat er sich über viele Jahre mit großem Engagement für
Roadmapping als strategisches Instrument einer langfristig ausgerichteten
Innovationspolitik eingesetzt. Mit der Hightech Agenda Deutschland wurde dieses
Prinzip erstmals als zentrales Steuerungsinstrument auf Bundesebene verankert.
Exzellente Bildung ist für Michael Kaschke stets der Schlüssel, Deutschland
zukunftsfest aufzustellen. Mit der von ihm initiierten Zukunftsmission Bildung
des Stifterverbandes setzte er ein starkes Signal, dass das Bildungssystem nur
im Schulterschluss von Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik
zukunftsfähig gestaltet werden kann. Sein Engagement galt dabei dem Ziel, das
Bildungssystem für eine Welt im Wandel so zu gestalten, dass es schnell mehr
Menschen mit den notwendigen Kompetenzen aus- und weiterbildet, die für
gesellschaftlichen Fortschritt unverzichtbar sind. Michael Kaschke hat sich auch
für die Weiterentwicklung des Forschungsgipfels zu einem Gipfel für Forschung
und Innovation eingesetzt. So wurde ein hochkarätiges interdisziplinäres
Dialogforum weiterentwickelt, das einmal im Jahr Zukunftsperspektiven für das
deutsche Forschungs- und Innovationssystem aufzeigt und Orientierung für
strategische Entscheidungen gibt.
Mit der Verleihung der Richard-Merton-Ehrennadel würdigt der Stifterverband
einen Brückenbauer, Vordenker und leidenschaftlichen Gestalter, dessen Wirken
weit über seine Amtszeit als Präsident des Stifterverbandes hinausstrahlt.
Die Richard-Merton-Ehrennadel ist benannt nach Richard Merton (1881 bis 1960).
Merton war Industrieller, Politiker und Stifter, der zu den Gründern des ersten
Stifterverbandes von 1920 gehörte. Ab 1936 wurde er von den Nationalsozialisten
aufgrund seiner jüdischen Herkunft aus allen öffentlichen Ämtern gedrängt und
konnte 1939 mit knapper Not nach England entkommen. Dort trat er dennoch
publizistisch für Deutschland ein. Merton kehrte 1947 nach Deutschland zurück,
widmete sich dem Wiederaufbau der Metallgesellschaft und der Neugründung des
Stifterverbandes. Merton wurde von 1949 bis 1953 dessen erster Vorsitzender.
Die Auszeichnung wurde zuletzt verliehen an Christa Rohde-Dachser, Gründerin der
IPU - Internationale Psychoanalytische Universität Berlin (2024), an den
ehemaligen Präsidenten des Stifterverbandes und den früheren Vorsitzenden der
Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim, Andreas Barner (2022), an den
ehemaligen Vorstand von Siemens Nixdorf und früheres Mitglied des Vorstandes der
Heinz Nixdorf Stiftung, Horst Nasko (2021), an die Biologin und ehemalige
stellvertretende Direktorin der Zoologischen Staatssammlung München, Juliane
Diller (2018).
Über den Stifterverband
Der Stifterverband ist eine Gemeinschaft von rund 3.500 engagierten Menschen,
Unternehmen und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und
Zivilgesellschaft. Ziel seiner Arbeit ist, Bildung und Wissenschaft neu zu
denken und zu gestalten, um die Innovationskraft der Gesellschaft nachhaltig zu
stärken. Als zentraler Impulsgeber analysiert er aktuelle Herausforderungen,
fördert Modellprojekte und ermöglicht deren Verbreitung in vielfältigen
Netzwerken. Er vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft,
entwickelt gemeinsam Ideen und stößt politische Reformen an. In seinem Wirken
konzentriert er sich auf zwei Handlungsfelder: Bildung und Kompetenzen sowie
Kollaborative Forschung und Innovation. http://www.stifterverband.org
Pressekontakt:
Peggy Groß
Pressesprecherin des Stifterverbandes
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OTS: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.
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