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Studie: 7 von 10 Banken erwarten höhere laufende Kosten durch Retail Investment Strategy (RIS)

25.06.2026 12:25 Uhr PPI AG

Hamburg (ots) - Die RIS wird weitreichende Änderungen in der Wertpapier-Compliance mit sich bringen. Dennoch beschäftigt sich derzeit erst die Hälfte der Institute aktiv mit den neuen Anlegerschutzregeln, nur jedes Fünfte hat ein Umsetzungsprojekt begonnen. Gleichzeitig erwarten neben den höheren Kosten nahezu zwei Drittel der Befragten auch einen hohen Anpassungsaufwand. Diese Zahlen gehen aus einer exklusiven Marktstudie zum Umsetzungsstand der neuen Vorgaben hervor, welche das Marktforschungsinstitut forsa im Auftrag der PPI AG durchgeführt hat.

Als Gründe für die Zurückhaltung nennen die Institute vor allem den hohen Unsicherheitsgrad der regulatorischen Vorgaben (71 Prozent) - die Veröffentlichung der finalen Rechtstexte stand zum Zeitpunkt der Studie noch aus. Die Skepsis in der Branche zeigt sich auch an der geringen Zahl der Befragten, die auf neue Geschäftsfelder oder Wettbewerbsvorteile durch die geplanten Regeln hoffen (16 Prozent). Gut zwei Drittel der Studienteilnehmer gehen davon aus, dass der Einfluss der RIS auf das Privatkundengeschäft gering oder sehr gering ausfallen wird. "Diese Unsicherheit und die vorherrschende Skepsis führen dazu, dass die Branche abwartet, bis die finalen Rechtstexte veröffentlicht werden", resümiert Sandra Reinhard, Director bei der PPI AG.

Vor allem den erforderlichen Aufwand in Bezug auf Zuwendungen und zur Geeignetheitsprüfung sieht knapp die Hälfte der Studienteilnehmer als eher hoch oder sehr hoch an. Insbesondere die Hersteller von Anlageprodukten (67 %) erwarten große Anstrengungen, um das neue Preisbildungsverfahren "Value for Money" umzusetzen. Demgegenüber scheint das Thema Finfluencer bei der breiten Masse der Institute keine Rolle zu spielen: Keines der 50 befragten Institute arbeitet mit ihnen zusammen.

MiFID-Expertin Sandra Reinhard plädiert angesichts des zu erwartenden Aufwands für eine Änderung der derzeitigen Wartetaktik: "Es ist empfehlenswert, sich frühzeitig mit den neuen Vorgaben zu befassen. Wie wir bereits aus der Umsetzung der MiFID II-Vorgaben wissen, kosten die nötigen Anpassungen an IT- und Beratungsprozessen Zeit und andere Ressourcen. Daher sollten Institute bereits heute klare Prioritäten nach Aufwand- und Nutzengesichtspunkten setzen. Frühzeitige Weichenstellungen verhindern Engpässe in der Zukunft."

Über die Studie:

Die Studie "Die Retail Investment Strategy (RIS): Politisch moderat, operativ anspruchsvoll - wie gut sind Banken darauf vorbereitet?" setzt die Marktstudien der PPI AG zur MiFID-Regulatorik fort. In der Vergangenheit hat das Beratungsunternehmen regelmäßig den MiFID-Umsetzungsstand in der deutschen Finanzindustrie erhoben und daraus einen MiFID-II-Readiness-Index entwickelt.

Die aktuelle Untersuchung zur Retail Investment Strategy knüpft inhaltlich an diese Vorarbeiten an und erweitert sie um eine gezielte Analyse der Auswirkungen der RIS auf das Retailgeschäft. Sie basiert auf einer Befragung von 50 Finanzinstituten mittels computergestützter Telefoninterviews (CATI) anhand eines strukturierten Fragebogens. Die Studie wurde im Februar und März 2026 von forsa durchgeführt und beleuchtet den aktuellen Vorbereitungsstand der Banken vor Veröffentlichung der RIS. Dieser erste Teil bildet die Basis für den neuen, fortlaufenden RIS-Readiness-Index der PPI.

Interessierte Finanzinstitute können die Studie hier (https://www.ppi-group.eu/d e/banken/regulatorik-compliance/wertpapier-compliance/mifid-kernthemen/studie-re tail-investment-strategy.html?utm_source=finanz-szene&utm_medium=pressemeldung&u tm_campaign=mifid-studie-2026&utm_id=114&utm_term=ppi_presse) herunterladen.

Über die Retail Investment Strategy (RIS)

Die Retail Investment Strategy ist eine neue, europaweite Finanzmarktrichtlinie, mit dem die Europäische Union den Kapitalmarktzugang sowie den Anlegerschutz von Retail-Investoren stärken will. Die RIS-Vorgaben betreffen die gesamte Wertschöpfungskette von Finanzinstituten und bewirken Änderungen in mehreren zentralen EU-Rechtsakten: MiFID II, OGAW, AIFMD, PRIIPs, IDD. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Einführung eines neuen Preisbildungsverfahrens ("Value for Money") sowie Nachschärfungen bei Zuwendungen ("Provisionen") und Marketingregelungen (v.a. zu "Finfluencern"). Die Veröffentlichung der finalen Rechtstexte wird im Laufe von 2026 erwartet. Die neuen Regelungen treten 30 Monate nach Publikation in Kraft. Sie gelten sowohl für Hersteller als auch Vertreiber von Anlageprodukten.

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Die PPI AG

Die PPI AG ist seit über 40 Jahren als Beratungs- und Softwarehaus erfolgreich für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister tätig. Als stabil wachsende Aktiengesellschaft in Familienbesitz verknüpfen wir Fach- und Technologie-Know-how, um Projekte kompetent und unkompliziert umzusetzen. Im Zahlungsverkehr nehmen wir in Europa mit unseren Standardprodukten eine marktführende Stellung ein. Rund 900 Mitarbeiter konzentrieren sich dabei ganz auf den Erfolg unserer Kunden.

Pressekontakt:

PPI AG Geerd Lukaßen, Pressesprecher +49 151 28788227 mailto:geerd.lukassen@ppi.de http://www.ppi-group.eu

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/65143/6301863 OTS: PPI AG


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - PPI AG
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