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WIESBADEN (ots) -
- Im Schnitt 5 200 Euro Zuschuss für Geförderte
- Trotz Rückgang: Erzieherinnen und Erzieher weiterhin meistgeförderter Beruf
- 30 Jahre Aufstiegs-BAföG: Jährliche Gefördertenzahl seit Beginn der Statistik
fast vervierfacht
Im Jahr 2025 haben 186 100 Personen in Deutschland Förderleistungen nach dem
Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), das sogenannte Aufstiegs-BAföG
erhalten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging die Zahl der
Geförderten damit im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (-3 600 Fälle oder -1,9
%). Insgesamt wurde im Jahr 2025 im Rahmen des Aufstiegs-BAföG eine Fördersumme
von 1,1 Milliarden Euro bewilligt. Die Fördersumme stieg damit im Vergleich zum
Vorjahr um 1,9 %. Mit dem Aufstiegs-BAföG werden Teilnehmende an Maßnahmen der
beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell unterstützt.
Durchschnittliche Förderungsbeträge leicht gestiegen
Das Aufstiegs-BAföG wird zum Teil als Zuschuss und zum Teil als Darlehen
gewährt. Geförderte erhielten im Jahr 2025 im Durchschnitt einen Zuschuss in
Höhe von 5 200 Euro, das waren 100 Euro mehr als im Vorjahr. Darüber hinaus
wurden Darlehen in Höhe von durchschnittlich 1 800 Euro pro Person bewilligt,
auch das waren 100 Euro mehr als im Jahr zuvor. Mit den Förderungsbeträgen
können Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, Lebensunterhalt und Kinderbetreuung
sowie Materialkosten für ein Meisterprüfungsprojekt gefördert werden.
Weniger geförderte Erzieherinnen und Erzieher als im Vorjahr
Im Jahr 2025 waren die staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erzieher
weiterhin der am häufigsten geförderte Fortbildungsberuf (52 000 Geförderte).
Diese Gruppe machte etwas mehr als ein Viertel aller Geförderten aus (28 %). Im
Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der geförderten Erzieherinnen und Erzieher
um 6 % zurück (-3 200 Fälle). Nach den Erzieherinnen und Erziehern wurden die
Berufe Industriemeister/-in Metall (9 600 Geförderte) und
Wirtschaftsfachwirt/-in (9 100 Geförderte) am häufigsten gefördert.
Gefördertenzahl und Frauenanteil seit Einführung des Aufstiegs-BAföG deutlich
gestiegen
Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz trat vor 30 Jahren in Kraft. Die erste
vollständige Erhebung liegt für das Jahr 1997 vor. Die Zahl der Geförderten ist
seitdem deutlich gestiegen: 1997 wurden 49 300 Personen mit dem Aufstiegs-BAföG
gefördert. Im Jahr 2025 waren es 3,8-mal so viele (186 100 Geförderte). Die
bislang höchste Gefördertenzahl war im Jahr 2022 zu verzeichnen (192 400
Geförderte).
Im Zeitverlauf hat der Frauenanteil unter den Geförderten deutlich zugenommen.
So waren im Jahr 1997 nur 17 % der Geförderten weiblich, im Jahr 2025 betrug der
Frauenanteil 42 %. Der bislang höchste Frauenanteil lag bei 44 % in den Jahren
2022 und 2023.
Methodische Hinweise:
Mit dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), dem sogenannten
Aufstiegs-BAföG, fördern Bund und Länder berufliche Aufsteigerinnen und
Aufsteiger bei der Finanzierung einer beruflichen Fortbildung. Dabei erhalten
Personen ein Aufstiegs-BAföG, die an Fortbildungen öffentlicher und privater
Träger in Voll- oder Teilzeit teilnehmen. Das Aufstiegs-BAföG wird zum Teil als
Zuschuss und zum Teil als Darlehen gewährt. Der durchschnittliche Zuschuss- bzw.
Darlehensbetrag pro Person entspricht jeweils dem Mittelwert unter denjenigen
Geförderten, denen ein Zuschuss bzw. ein Darlehen bewilligt wurde.
Bundesweit vollständige Daten liegen in der Statistik seit 1997 vor.
Weitere Informationen:
Detaillierte Daten und lange Zeitreihen zur Statistik der
Aufstiegsfortbildungsförderung können in der Datenbank GENESIS-Online (Tabellen
21421) abgerufen werden.
Einen Gesamtüberblick über die Bildungssituation in Deutschland von der Schule
über die Berufsbildung bis zur Hochschule bietet die Themenseite
"Bildungsindikatoren" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
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OTS: Statistisches Bundesamt
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