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Wien (ots) - Der anerkannte Wissenschaftler tritt sein Amt mit 1. August 2026 an
und wird damit der vierte Rektor der Institutsgeschichte.
"Michael David-Fox ist ein Wissenschaftler von Weltrang, der über beträchtliche
Erfahrung im Aufbau und der Leitung von Institutionen verfügt. Wir können uns
glücklich schätzen, ihn für diese Aufgabe gewonnen zu haben. Ich freue mich sehr
auf seine Amtszeit und darauf, ihn am IWM willkommen zu heißen", so Prof.
Timothy Snyder, Permanent Fellow und Vorsitzender der vom Institutsvorstand
eingesetzten Findungskommission.
Der Suchprozess hatte im Jänner 2026 begonnen. David-Fox setzte sich dabei gegen
rund 40 weitere Bewerber:innen durch. Unter Vorsitz von Bundespräsident a.D. Dr.
Heinz Fischer, Präsident des IWM, wählte der Vorstand am 8. Juni 2026 Michael
David-Fox einstimmig zum Rektor. "Mit Michael David-Fox wird dem Institut ein
hochqualifizierter Wissenschaftler mit herausragender institutioneller Erfahrung
und tiefem Verständnis der Arbeitsschwerpunkte des IWM vorstehen. Er genießt
unser vollstes Vertrauen", betonte Heinz Fischer in einer ersten Stellungnahme
nach der Wahl.
David-Fox reiht sich in die Riege herausragender Persönlichkeiten ein, die diese
Position innehatten. Der Gründungsrektor des IWM, der polnische Philosoph
Krzysztof Michalski, stand bis zu seinem Tod im Jahr 2013 an der Spitze des
Instituts. Auf ihn folgte 2015 die Sozialanthropologin Shalini Randeria, die das
Institut sechs Jahre lang leitete. Misha Glenny, Autor und Journalist, diente
von 2022 bis Anfang 2026 in dieser Funktion.
Michael David-Fox ist ein international anerkannter Historiker und Autor. Er
lehrt als Professor für Geschichte an der Georgetown University, wo er das
Center for Eurasian, Russian, and East European Studies leitet. Sein jüngstes
Buch, Crucibles of Power: Smolensk under Stalinist and Nazi Rule , erschien im
Jahr 2025 bei Harvard University Press. David-Fox ist Gründer und Herausgeber
von Kritika: Explorations in Russian and Eurasian History , einer führenden
Fachzeitschrift für die Geschichte und Kultur Russlands und Eurasiens.
David-Fox studierte in Princeton und Yale, wo er auch promovierte. Als einer der
ersten ausländischen Wissenschaftler:innen forschte er nach dem Zusammenbruch
der Sowjetunion in den bis dahin unter Verschluss gehaltenen Archiven der
Kommunistischen Partei. Zahlreiche Aufenthalte als Gastwissenschaftler führten
ihn an namhafte internationale Institutionen. So war er 2006 Fellow der
Alexander von Humboldt-Stiftung in Berlin, 2017 Guggenheim Fellow, 2023
Gastwissenschaftler am Leibniz-Zentrum für Zeitgeschichte Potsdam (ZZF) sowie
2025 an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS), wo er eine
Gastprofessur innehatte.
Mit Forschungsschwerpunkten zu Kommunismus und Faschismus, der russischen
Geschichte vom Zarenreich bis zu den historischen Wurzeln des heutigen
Putinismus sowie der vergleichenden Revolutionsforschung, verfügt David-Fox über
tiefgreifende fachliche Expertise im Bereich der Politik- und Kulturgeschichte,
der transnationalen Studien und Theorien der Moderne. Er ist Autor
beziehungsweise Herausgeber von 15 Monographien und Sammelbänden sowie
zahlreichen Sonderausgaben von Fachzeitschriften.
Pressekontakt:
Institut für die Wissenschaften vom Menschen
Anna Rendl
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OTS: Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM)
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