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Gronau (ots) - Die Klinik für Urologie, Urologische Onkologie und
Roboter-assistierte Chirurgie des St. Antonius-Hospitals Gronau hat einen
weiteren Meilenstein erreicht: Mit der 25.000. roboterassistierten radikalen
Prostatektomie (RARP) zählt das Gronauer Zentrum zu den weltweit erfahrensten
Einrichtungen für die operative Behandlung von Prostatakrebs mit dem
da-Vinci-Operationssystem.
Bereits im Februar 2006 wurde in Gronau die erste Prostataentfernung mit dem
da-Vinci-Operationssystem durchgeführt. Seitdem hat sich die robotisch
assistierte Chirurgie zum internationalen Standard bei der operativen Behandlung
des lokal begrenzten Prostatakarzinoms entwickelt. Die Gronauer Urologie hat
diese Entwicklung von Beginn an maßgeblich mitgestaltet. Seit Oktober 2025 wird
als erste Klinik in Europa mit der neuesten Generation des Systems, dem "da
Vinci 5", operiert.
"25.000 erfolgreich durchgeführte Eingriffe sind weit mehr als eine
beeindruckende Zahl. Hinter jedem einzelnen Fall steht ein Mensch, der uns sein
Vertrauen geschenkt hat", sagt Dr. med. Christian Wagner, Chefarzt
Roboter-assistierte Urologie. "Dank unserer Erfahrung können wir operative
Abläufe stetig optimieren und unseren Patienten eine Behandlung auf höchstem
medizinischem Niveau anbieten. Dies ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen
Teamleistung über viele Jahre hinweg."
Die Dimension dieser Fallzahl wird im Vergleich deutlich: Während deutsche
Kliniken durchschnittlich etwa 30 bis 50 Prostatektomien pro Jahr durchführen
und für die Zertifizierung als Prostatakarzinomzentrum 50 Eingriffe jährlich
nachweisen müssen, werden im Prostata Centrum Gronau aktuell rund 1.800
Prostataoperationen pro Jahr vorgenommen. Nur wenige Zentren in Deutschland
erreichen mehr als 500 Eingriffe jährlich.
Hohe Fallzahlen gelten in der Prostatakrebschirurgie als wichtiger
Qualitätsfaktor. Internationale Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen der
Erfahrung eines Zentrums und niedrigeren Komplikationsraten, besseren
onkologischen Ergebnissen sowie verbesserten funktionellen Ergebnissen,
insbesondere beim Erhalt von Kontinenz und Potenz.
Die robotische Chirurgie bietet Operateuren eine hochpräzise dreidimensionale
Sicht sowie feinste Instrumentenbewegungen. Für Patienten bedeutet dies häufig
geringeren Blutverlust, weniger Schmerzen, kürzere Krankenhausaufenthalte und
eine schnellere Rückkehr in den Alltag. Gerade bei der Behandlung von
Prostatakrebs kommt es darauf an, den Tumor vollständig zu entfernen und
gleichzeitig wichtige Nerven- und Muskelstrukturen zu schonen.
Das Prostata Centrum Gronau hat darüber hinaus Behandlungsstandards etabliert,
die über die reine Operation hinausgehen. Dazu gehören unter anderem die
intraoperative Schnellschnittdiagnostik zur unmittelbaren Kontrolle der
Tumorfreiheit sowie der routinemäßige Einsatz eines Bauchdeckenkatheters, der
den Heilungsverlauf und die frühe Wiedererlangung der Kontinenz unterstützen
kann. Das Zentrum ist zudem zertifiziert nach DIN ISO und OnkoZert.
Heute kommen im St. Antonius-Hospital täglich fünf da-Vinci-Systeme zum Einsatz,
ein weiteres steht im European Robotic Institute, dem Trainingszentrum des
Hauses. Patienten reisen längst nicht mehr nur aus NRW oder Deutschland an. Auch
aus dem (europäischen) Ausland und Übersee suchen Betroffene die Expertise des
Gronauer Zentrums.
"Die Zahl von 25.000 Eingriffen verdeutlicht die enorme Erfahrung, die wir in
Gronau aufgebaut haben", sagt Dr. med. Andreas Schütte, Chefarzt der
Urologischen Klinik. "Hohe Fallzahlen schaffen die Grundlage für standardisierte
Prozesse, höchste Qualität und kontinuierliche Weiterentwicklung. Davon
profitieren unsere Patienten unmittelbar - sowohl bei der onkologischen
Sicherheit als auch bei funktionellen Ergebnissen wie Kontinenz und
Potenzerhalt."
Dass die medizinische Qualität auch von den Patienten wahrgenommen wird, zeigen
regelmäßige Befragungen. Demnach würden 98 Prozent der befragten Patienten das
Prostata Centrum Gronau weiterempfehlen. "Bei uns gilt: Roboter-assistierte
Chirurgie bei uns in Gronau ist Standard, nicht Luxus", ergänzt Dr. Christian
Wagner. Heißt: Die Technologie wird ohne Zusatzkosten für die Patienten
eingesetzt.
Neben der Patientenversorgung engagieren sich die Gronauer Experten intensiv in
Forschung, Ausbildung und internationalem Wissenstransfer. Regelmäßig
hospitieren Ärzte aus aller Welt sowie Studierende im European Robotic
Institute, um moderne robotische Operationsverfahren kennenzulernen und
praktische Erfahrungen zu sammeln.
Hinweis an die Redaktionen: Sie haben die Möglichkeit, mit einem der Chefärzte
ein Interview zu führen, online oder auch gern vor Ort. Falls Sie Interesse an
mehr Informationen haben, melden Sie sich gerne bei uns in der
Unternehmenskommunikation.
Pressekontakt:
Dr. Christian Sonntag
Leitung Unternehmenskommunikation
St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
Telefon: +49 (0) 2562-915 1099
mailto:christian.sonntag@st-antonius-gronau.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181094/6305867
OTS: St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
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