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SHENZHEN (ots) - Eingebettet in einen zehn Kilometer langen Abschnitt zwischen
den Bergen Tanglang und Yangtai im Bezirk Nanshan in Shenzhen hat sich Chinas
Robot Valley dank einer beispiellosen Lieferkette und einer engen Zusammenarbeit
zwischen Industrie und Wissenschaft rasch zu einem globalen Zentrum für
Innovationen in der Robotik entwickelt.
Das Tal beherbergt mehr als 200 Robotikunternehmen und fast ein Dutzend
Universitäten und floriert dank einer nahtlosen Zusammenarbeit entlang der
gesamten Wertschöpfungskette.
Das Jahr 2026 stellt einen neuen Meilenstein für die Branche dar, der durch
duale Durchbrüche sowohl in der technologischen Kompetenz als auch auf den
Kapitalmärkten gekennzeichnet ist. Im April dominierte "Flash", ein von der
Shenzhen Honor Smart Technology Development Co., Ltd. entwickelter humanoider
Roboter, den E-Town-Halbmarathon 2026 in Beijing. Die Maschine sicherte sich die
ersten sechs Plätze und brach auch den menschlichen Weltrekord. Damit
demonstrierte sie führende Fortschritte in den Bereichen Antriebskerne,
Flüssigkeitskühlung und Bewegungssteuerung.
Die Kapitalmärkte haben auf diese technologische Dynamik reagiert. Der Antrag
auf einen Börsengang (IPO) von Leju Robotics wurde im Mai von der Börse in
Shenzhen angenommen. Geplant ist die Aufnahme von 2,6 Milliarden Yuan (etwa 381
Millionen US-Dollar).
Die Erfolge in der Fertigung sind ebenfalls unübersehbar. Im letzten Jahr
lieferte der lokale Pionier für kollaborative Roboter, DOBOT, mehr als 100.000
Einheiten aus und behauptete damit das achte Jahr in Folge seine weltweit
führende Position bei den Exporten. EngineAI Robotics weihte im Mai seinen
Standort in Honghualing im Robot Valley ein und stellte dort eine Montagelinie
vor, die alle 15 Minuten einen humanoiden T800-Roboter produzieren kann.
Angetrieben von diesen Fortschritten erreichte der Robotiksektor in Shenzhen im
Jahr 2025 historische Höchststände. Die Produktion humanoider Roboter stieg im
Vergleich zum Vorjahr um 83,1 Prozent auf 343.400 Einheiten, während der
Gesamtproduktionswert der Robotikindustrie 240 Milliarden Yuan überstieg. Dies
entspricht einem Anstieg von über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der rasante Aufstieg beruht auf Shenzhens strategischer Ausrichtung auf
High-End-Innovationen wie verkörperte Intelligenz bei gleichzeitiger Nutzung der
umfassenden Fertigungskapazitäten der Greater Bay Area Guangdong, Hongkong und
Macao (GBA).
Wie Jensen Huang, CEO von NVIDIA, bemerkte, verfüge die GBA über einen
einzigartigen globalen Vorteil, da sie die einzige Region sei, die gleichzeitig
sowohl in der Mechatronik als auch in der Künstlichen Intelligenz (KI)
herausragende Leistungen erbringen würde. Im Robot Valley führe diese Synergie
zu einer unübertroffenen Effizienz der Lieferkette.
Xu Jincheng, CEO des auf taktile Sensorik spezialisierten Unternehmens Paxini
Tech, hob hervor, dass die Entwicklungszyklen für Leiterplatten auf nur noch ein
bis zwei Wochen verkürzt worden seien. Zhou Jian, Gründer des humanoiden
Roboterherstellers UBTECH, betonte, dass Shenzhen über Chinas umfassendste
Lieferkette für KI und Robotik verfüge und so ein geschlossenes Ökosystem
schaffe, das die Produktiteration drastisch beschleunige.
Die rasche Kommerzialisierung wird zudem durch eine gut etablierte Achse aus
Industrie, Hochschulen und Forschung vorangetrieben. "Hier kann die am Morgen
veröffentlichte Forschungsarbeit eines Professors bereits am Nachmittag auf der
Produktionslinie eines benachbarten Unternehmens validiert werden", sagte Fan
Jianping, Präsident der Shenzhen University of Advanced Technology.
Diese nahtlose Integration ermöglicht einen unermüdlichen Rhythmus aus
"Forschung und Entwicklung am Morgen, Tests am Nachmittag und Iteration am
Abend" und stellt sicher, dass Shenzhen an der Spitze der globalen
Robotik-Innovation bleibt.
Shenzhens Entwicklung ist bezeichnend für eine umfassendere nationale Strategie
zur Förderung von Zukunftsbranchen. Nachdem die verkörperte KI in Chinas 15.
Fünfjahresplan (2026-2030) als neuer Motor für das Wirtschaftswachstum
ausgewiesen wurde, treibt das Land die Entwicklung in wichtigen Zukunftssektoren
aktiv voran.
Gestützt durch fördernde politische Maßnahmen und eine stark steigende
Marktnachfrage hat sich China zum weltweit größten Roboterhersteller entwickelt.
Laut einem Branchenforschungsbericht gab es in China im Jahr 2025 mehr als 140
Hersteller humanoider Roboter, deren Auslieferungen 14.400 Stück erreichten und
84,7 Prozent des Weltmarktes ausmachten.
Experten wiesen darauf hin, dass diese Dominanz durch ein umfassendes
industrielles Ökosystem und eine Vielzahl von Anwendungsszenarien in der Praxis
gestützt werde.
Shenzhens Pionierarbeit im Bereich der Robotik dient als anschauliches Beispiel
für Chinas Modernisierung der Fertigung hin zu höherwertigen Segmenten.
Brancheninsider wiesen zudem darauf hin, dass es Chinas Innovationskraft sei,
die den Aufstieg des Robot Valley der Stadt vorangetrieben habe.
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