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Berlin (ots) - Der linke Europapolitiker Martin Schirdewan hat die neuen
EU-Zölle auf Stahlimporte verteidigt. "Die europäische Stahlindustrie muss vor
unfairem Wettbewerb geschützt werden", sagte der Ko-Vorsitzende der
Linksfraktion im Europaparlament im Interview mit der Zeitung nd.DerTag
(Mittwochausgabe).
Zölle allein reichen aus Sicht von Schirdewan aber nicht aus: "Wir brauchen eine
europäische Industriepolitik aus einem Guss, die Investitionen an harte soziale
Kriterien knüpft: an Beschäftigungssicherung und Ausbildungsplätze. Die
Produktion von grünem Stahl muss eine zentrale Rolle spielen."
Seit Mittwoch gelten verschärfte EU-Regeln für Stahlimporte. Demnach dürfen nur
noch 18,3 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr zollfrei eingeführt werden - etwa halb
so viel wie bisher. Für darüber hinausgehende Importmengen wurde der Zollsatz
auf 50 Prozent verdoppelt.
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