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Baden-Baden (ots) - Jury würdigt Hörstück "Die fünfte Jahreszeit" mit 12.500
Euro Preisgeld / Förderpreis für "State of Latitude" von Khrystyna Kirik
Der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst des SWR 2026 geht an Rupert
Enticknap (*1986) für sein Hörspiel "Die fünfte Jahreszeit", eine bisher
unveröffentlichte Eigenproduktion aus dem Jahr 2026. Der Südwestrundfunk (SWR)
vergibt die mit einem Preisgeld von 12.500 Euro dotierte Auszeichnung. Der
Karl-Sczuka-Preis gilt als international wichtigste Auszeichnung für avancierte
Werke der Radiokunst.
Eine akustische Erkundungsreise
Enticknaps Eigenproduktion wird von der Jury gelobt: "Der britische
Klangkünstler unternimmt eine akustische Erkundungsreise zur Alemannischen
Fastnacht. Fieldrecordings, vokale Gesten und Klangexperimente mit
Kuckucksuhren-Pfeifen werden in einem einzigen, ungeschnittenen Durchgang auf
CDJ-Decks live improvisiert und aufgenommen. Der experimentelle
Echtzeit-Charakter der Produktion vermittelt eine subjektive Wahrnehmung
kulturellen Brauchtums aus einer Beobachterperspektive zwischen Distanz und
Nähe. In der Spannung zwischen Zeugenschaft und Teilnahme am Ritual reflektiert
das Werk spielerisch die eigene künstlerische Praxis als interkulturelle
ästhetische Erfahrung."
Förderpreis für Khrystyna Kirik
Den Förderpreis zum Karl-Sczuka-Preis 2026 erhält Khrystyna Kirik (*1995) für
ihr Hörstück "State of Latitude". Für ihre Entscheidung gab die Jury folgende
Begründung: "Khrystyna Kirik erhält den Förderpreis für ihre vierteilige
Komposition 'State of Latitude', die sich vier ukrainischen Naturräumen widmet.
Kirik behandelt die Landschaft nicht als Hintergrund, sondern lotet ihre
ökologischen und historischen Dimensionen aus, insbesondere ihre Veränderungen
durch den Krieg. Die Präsenz der Vergangenheit und der Blick in die Zukunft
finden sonischen Ausdruck in Klängen, die sich im Raum um ihre Hörerschaft
bewegen. Die Jury zeichnet einen Ansatz aus, der aktuelle Ereignisse subtil in
eigenständige ästhetische Klangsituationen übersetzt und die veränderten
Naturverhältnisse sinnlich erfahrbar werden lässt."
101 Wettbewerbsbeiträge aus 29 Ländern beim Karl-Sczuka-Preis 2026
Der international renommierte Karl-Sczuka-Preis wird jährlich an die "beste
Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische
Materialien und Strukturen benutzt", verliehen. In diesem Jahr wurden 101
Wettbewerbsbeiträge von 108 Bewerberinnen und Bewerbern (darunter viele
Realisationsteams) eingereicht. Es wurden 71 freie Autorenproduktionen
eingereicht. Hörspielabteilungen und andere Ressorts der ARD-Rundfunkanstalten
und des Deutschlandradios produzierten 15 der eingereichten Werke. Von
ausländischen Rundfunkanstalten lagen vier Produktionen des Österreichischen
Rundfunks vor. Die Bewerber:innen kamen aus insgesamt 29 verschiedenen Ländern.
Über die Preisträgerinnen hat vom 22.6. bis 26.6.2026 in Baden-Baden eine
unabhängige Jury unter Vorsitz des bildenden Künstlers Olaf Nicolai entschieden.
Weitere Jurymitglieder waren Inke Arns, Julia Cloot, Michael Grote und Thomas
Meinecke. Als Beraterin der Jury ohne Stimmrecht nahm Iris Drögekamp als
Sekretärin des Karl-Sczuka-Preises an den Sitzungen teil. Der Karl-Sczuka-Preis
ist nach dem Hauskomponisten der SWF-Gründerjahre benannt und wurde erstmals
1955 vergeben.
Weitere Informationen unter:
http://swr.li/karls-sczuka-preis-fuer-radiokunst-2026-fuer-rupert-enticknap
Fotos unter http://www.ARD-Foto.de
SWR vernetzt Newsletter: http://x.swr.de/s/vernetztnewsletter
Pressekontakt:
Lisa Gerhardt, Telefon 07221 929 22453, lisa.gerhardt@SWR.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7169/6306218
OTS: SWR - Südwestrundfunk
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