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Osnabrück (ots) - Osnabrück. Im Vorfeld des Bundesparteitages hat der
AfD-Nachwuchschef Jean-Pascal Hohm eine mangelnde inhaltliche Tiefe seiner
Partei in den sozialen Netzwerken beklagt.
"Wir als AfD sagen noch viel zu häufig nur, wogegen wir sind, und spitzen da
extrem zu", sagte der Chef Nachwuchsorganisation "Generation Deutschland" im
Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). In den sozialen Medien
funktioniere das "Dagegen sein" besser, da die Ablehnung des Gegners schneller
gehe als das Erklären eigener Positionen. "Aber wir müssen uns da
weiterentwickeln und auch klar sagen, was wir stattdessen wollen - gerade wenn
wir Regierungsverantwortung anstreben", sagte Hohm noz.
Die AfD erzielt vor allem bei jungen Wählern über Plattformen wie Tiktok und
Instagram hohe Reichweiten, sieht sich jedoch kontinuierlich dem Vorwurf
ausgesetzt, komplexe Sachverhalte im Netz zugunsten von Feindbildern
populistisch zu verkürzen.
Hohm, der vom brandenburgischen Verfassungsschutz als Rechtsextremist geführt
wird, forderte zudem Kompromissbereitschaft mit Blick auf mögliche blau-schwarze
Regierungsbündnisse, etwa in Sachsen-Anhalt. "Das Ziel bleibt natürlich die
absolute Mehrheit, aber auch die AfD muss kompromissbereit sein", sagte er noz.
In den Kernbereichen der Migrations- und Wirtschaftspolitik müsse die AfD
allerdings "absolut hart bleiben".
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