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Berlin (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung von BaumLand-Kampagne, Bund deutscher
Baumschulen (BdB) e.V., Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND),Fachverband Obstgehölzpflege e.V., Hochstamm Deutschland e.V., NABU
Bundesfachausschuss Streuobst, Pomologen-Verein e.V.
Baumschulen unter Druck
Handwerkliche Baumschulen sorgen für Regionalität und Vielfalt - doch vielerorts
muss man sich inzwischen bemühen, um sie zu finden. Billigkonkurrenz aus dem
Ausland und dem Onlinehandel, Strukturwandel sowie die Auswirkungen der
Klimakrise stellen insbesondere kleine, vielfältig aufgestellte Baumschulen vor
massive Herausforderungen. Das statistische Bundesamt verzeichnete zwischen 2021
und 2025 einen Rückgang der Betriebe von 10,5 %. Im Vergleich zu 2017 beträgt
der Rückgang sogar 20 %.
Streuobstwiesen brauchen handwerkliche Baumschulen
"Lokale, handwerkliche Baumschulen besitzen ein enormes Wissen rund um die
Vielfalt unserer Obstsorten - und sind unverzichtbar, wenn neue Streuobstwiesen
mit regionaltypischen Sorten angelegt werden sollen.", so Danièle Duske,
Vertreterin des NABU-Bundesfachausschusses Streuobst. "Bei Baumschulen, die noch
selbst veredeln, ist die Wahrscheinlichkeit, sortenechte Bäume zu erhalten -
also solche, bei denen der Sortenname auf dem Etikett mit der tatsächlichen
Sorte übereinstimmt - deutlich höher als bei reinen Wiederverkäufern. Dies ist
vielerorts ein großes Problem!", ergänzt Sabine Fortak, Vorsitzende des
Pomologen-Vereins.
Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal ist das Lieferetikett der Pflanze: Die
Pflanzenpassnummer (z. B. DE-NS-123...) darauf ermöglicht die Rückverfolgung bis
zum Produzenten und bestätigt zugleich die regelmäßige amtliche Kontrolle der
Pflanzengesundheit.
"Selbstverständlich können wir auch auf besondere Wünsche eingehen - etwa
hinsichtlich bestimmter Sorten, des Alters der Bäume bei der Abgabe oder
spezieller Wuchsformen. Auch Auftragsveredelungen zählen dazu.", erklärt Sören
Hobohm, Vorsitzender BdB-Ausschuss Obstgehölze.
Neue Übersicht schafft Transparenz
Um hier für mehr Transparenz zu sorgen, haben sich der Bund deutscher
Baumschulen (BdB) e.V. und bundesweite Streuobst-Akteure zusammengeschlossen.
Eine neue Übersicht listet auf der NABU-Website Baumschulen auf, welche die
Echtheit der Sorten zum Ziel haben und ein vielfältiges Spektrum an Sorten
anbieten. Die Liste (https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/streuo
bst/service-und-adressen/12512.html) zeigt, welche Baumschule ihre Obstbäume
selbst veredeln, welche sich an gewisse Standards für die Etikettierung halten,
Bio-Ware anbieten oder Auftragsveredelungen anbieten.
Über 180 handwerkliche Baumschulen von Schleswig-Holstein bis Bayern sind hier
vertreten. Sie stehen für Qualität, Fachwissen und Verantwortung entlang der
gesamten Produktionskette.
Davon profitieren alle Beteiligten: Obstwiesen-Besitzerinnen und -Besitzer
erhalten die gewünschten Sorten, regionale Vielfalt bleibt bewahrt - und
heimische Qualitätsbaumschulen als unverzichtbarer Baustein für die Zukunft der
Streuobstkultur in Deutschland werden gestärkt.
Die nach Bundesländern sortierte Liste findet sich beim NABU unter folgendem
Link
https://ots.de/RACdon
Wer eine Baumschule auf der Liste vermisst, wendet sich bitte an: Danièle Duske,
NABU-Bundesfachausschuss Streuobst, mailto:D.Duske@NABU-Nienburg.de
Kontaktperson für Presse
- Dr. Malin Tiebel, Koordination BaumLand-Kampagne,
mailto:tiebel@baumland-kampagne.de , 0157-83530780
Pressekontakt:
Jana Zielsdorf
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030-240 86 99-24
mailto:zielsdorf@gruen-ist-leben.de
http://www.gruen-ist-leben.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/126784/6310888
OTS: Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.
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