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Mailand/Berlin (ots) -
- Codema entwickelt erstes Modell für die kontinuierliche Bewertung von
KI-Systemen über deren gesamten Lebenszyklus.
- Hierfür erarbeiten neue Technical Committees TC23 und TC24 gemeinsame
Standards für Transparenz, Risikomanagement, menschliche Aufsicht und
Compliance.
- Der Bedarf ist hoch: Nur 30 Prozent der Unternehmen verfügen über eine
fortgeschrittene KI-Governance - die Einführung von KI schreitet derzeit
schneller voran als deren Kontrolle.
Codema, eine globale Organisation zur Entwicklung von Standards und Bewertungen
in den Bereichen Technologie und Nachhaltigkeit, kündigt die Einrichtung von
zwei neuen Technical Committees - TC23 und TC24 - an. Ziel ist die Entwicklung
von Bewertungs- und Auditmethoden auf der Grundlage standardisierter Matrizen
und Protokolle, mit denen künstliche Intelligenz über ihren gesamten
Lebenszyklus hinweg messbar, überprüfbar und steuerbar gemacht werden kann.
Künstliche Intelligenz verbreitet sich schneller, als man sie kontrollieren
kann. Während Unternehmen und Organisationen die Einführung immer autonomerer
und sich ständig weiterentwickelnder Systeme vorantreiben, fehlen nach wie vor
konkrete Instrumente zur Steuerung ihrer Risiken sowie zur Gewährleistung von
Transparenz und Zuverlässigkeit.
Die Initiative ist eine Antwort auf den wachsenden Druck, den die rasante
Entwicklung künstlicher Intelligenz auf bestehende Kontroll- und
Governance-Strukturen ausübt. Während KI-Modelle zunehmend mit minimaler
menschlicher Überwachung betrieben werden können, verfügen laut der McKinsey AI
Trust Maturity Survey 2026 nur 30 % der Unternehmen über ein fortgeschrittenes
Reifegradniveau in den Bereichen Strategie, Governance und Kontrolle. Die
Einführung künstlicher Intelligenz schreitet demnach schneller voran als die
Fähigkeit vieler Unternehmen, wirksame Governance-, Compliance- und
Risikomanagementstrukturen aufzubauen und nachzuweisen.
Es reicht heute nicht mehr aus, künstliche Intelligenz lediglich einzuführen.
Entscheidend ist der Nachweis, dass KI-Systeme zuverlässig, transparent und im
Einklang mit den Erwartungen des Marktes sowie den zunehmend komplexen
regulatorischen Anforderungen agieren. Genau hier setzen die neuen Technical
Committees von Codema an. Ihr Ziel ist es, gemeinsame Bewertungs- und
Auditierungsinstrumente zu entwickeln, die zentrale Prinzipien wie Transparenz,
menschliche Aufsicht und Risikomanagement in konkrete, messbare und überprüfbare
Kriterien überführen. Vor diesem Hintergrund verfolgt Codema einen
Paradigmenwechsel, der weit über die klassische Zertifizierungslogik hinausgeht.
Während traditionelle Zertifizierungsverfahren auf die Bewertung statischer
Systeme ausgerichtet sind, etabliert der vorgeschlagene Ansatz ein Modell der
kontinuierlichen Bewertung, bei dem Kontroll- und Prüfmechanismen als integraler
Bestandteil von Systemen und Prozessen verankert werden ("Audit as a Layer").
Dadurch wird die fortlaufende Erfassung von Nachweisen, Daten und überprüfbaren
Informationen über den gesamten Lebenszyklus von KI-Systemen hinweg ermöglicht.
Auditoren, Organisationen und weitere Stakeholder erhalten so wirksamere
Instrumente, um das Verhalten von KI-Systemen zu bewerten, Risiken frühzeitig zu
erkennen und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben nachvollziehbar
nachzuweisen.
Grundlage dieses Ansatzes ist ein interdisziplinäres Ökosystem, das sich aus
Unternehmen, Auditoren, Zertifizierungsstellen, Fachexperten, Hochschulen und
der wissenschaftlichen Gemeinschaft zusammensetzt. Codema beschreibt diesen
Ansatz als "Stakeholderization" - einen kollaborativen Prozess, bei dem die
Erfahrungen, Anforderungen und das Fachwissen aller relevanten Interessengruppen
in gemeinsame Bewertungsstandards, Kontrollmatrizen und Prüfprotokolle
einfließen. Ziel ist es, die verschiedenen Interessengruppen aktiv in die
Entwicklung der Methoden einzubinden, die künftig als Leitlinien für die
Governance künstlicher Intelligenz dienen werden.
In diesem Rahmen übernehmen die beiden neuen Technical Committees eine zentrale
Rolle. Das Technical Committee 23 (TC23) fokussiert sich auf die technische
Bewertung von KI-Systemen und entwickelt Methoden zur Messung von
Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Rückverfolgbarkeit sowie zur Überwachung
von Anomalien. Das Technical Committee 24 (TC24) befasst sich mit der
Integration von KI in Geschäftsprozesse und behandelt Themen wie menschliche
Aufsicht, Ausnahmemanagement, Nachweisführung und die Prüfbarkeit von Prozessen.
Gemeinsam schaffen die Committees die Grundlage für eine neue methodische
Infrastruktur zur Governance künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, dem Markt
einheitliche und praxisnahe Instrumente für die Bewertung, Überwachung und den
Nachweis der Konformität von KI-Systemen bereitzustellen. Damit soll die Lücke
zwischen technologischer Innovation und wirksamer Kontrolle geschlossen,
regulatorische Sicherheit geschaffen und das Vertrauen in den
verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz nachhaltig gestärkt werden.
"Künstliche Intelligenz hält mit beispielloser Geschwindigkeit Einzug in die
Entscheidungsprozesse von Unternehmen und Organisationen, doch die Fähigkeit,
sie zu steuern, hält nicht im gleichen Tempo Schritt", sagt Andrea Sacchi,
Executive Director von Codema. Mit TC23 und TC24 schaffen wir die
Voraussetzungen für eine gemeinsame Methodik, die zentrale Prinzipien wie
Transparenz, Risikomanagement und menschliche Aufsicht in konkrete, messbare und
überprüfbare Bewertungskriterien übersetzt. Denn Vertrauen in künstliche
Intelligenz entsteht nicht durch Absichtserklärungen, sondern durch belastbare
Nachweise, die belegen, wie Systeme entwickelt, gesteuert und überwacht werden."
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Codema
Codema ist eine unabhängige Organisation mit Sitz in der Schweiz, die weltweit
an der Entwicklung von Standards, Bewertungsmethoden und Governance-Modellen für
innovative Technologien und komplexe Systeme arbeitet. Gegründet wurde Codema
2017 im Kontext von Bewertungs- und Qualitätssicherungssystemen für die
Pharmaindustrie. Seitdem hat die Organisation ihre Methodik kontinuierlich auf
weitere Bereiche ausgeweitet, die durch hohe Innovationsgeschwindigkeit und
anspruchsvolle regulatorische Anforderungen geprägt sind - darunter künstliche
Intelligenz, Distributed-Ledger-Technologien (DLT), digitale Infrastrukturen,
Nachhaltigkeit (ESG) sowie die Life Sciences. Im Mittelpunkt des Codema-Ansatzes
steht eine offene, transparente und partizipative Methodik, die speziell für
neue und sich schnell entwickelnde Technologien konzipiert wurde. Sie bringt
Experten, Unternehmen, Auditoren, Hochschulen, Institutionen und weitere
Stakeholder zusammen, um gemeinsame Bewertungsstandards und Prüfmethoden zu
entwickeln. Ziel von Codema ist es, die Anforderungen verschiedener
Interessengruppen in praxistaugliche Bewertungs-, Audit- und Ratinginstrumente
zu übersetzen. Diese können von unabhängigen und autorisierten Stellen
eingesetzt werden, um Transparenz, Vergleichbarkeit und Vertrauen in innovativen
und regulatorisch anspruchsvollen Technologiefeldern zu schaffen.
Pressekontakt:
Codema/SEC Newgate Deutschland
Josefine Loß
mailto:j.loss@secnewgate.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181012/6314928
OTS: Codema Global Ratings
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