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Straubing (ots) - Dabei mangelt es weniger an technischen Lösungen als am
politischen Mut zu deren Umsetzung. Bewährte Konzepte wie Schwammstädte, die
Regenwasser speichern statt es abzuleiten, effiziente Grauwassernutzung oder
moderne Management-Tools zur Überwachung der Pegel müssen verbindlicher Standard
werden. Auch Wasserentnahmen gehören schärfer reguliert: Der in Bayern seit Juli
2026 geltende Wassercent verpufft durch unfaire Lasten und Kontrolllücken in
seiner Wirkung. Hier sollte der Freistaat deutlich nachbessern.
Die Krise fordert aber auch das Handeln jedes Einzelnen heraus. Ein sorgsamer
Umgang mit der Ressource - etwa durch voll beladene Waschmaschinen, die
Bewässerung des Gartens mit Zisternenwasser oder das Tauschen des Vollbads gegen
eine Dusche - ist das Mindeste.Es ist überfällig, Wasser nicht mehr als
unendliche Ware, sondern als verletzliches Gut zu behandeln. Ansonsten riskieren
wir sehenden Auges den Kollaps unserer eigenen Lebensgrundlage.
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