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München (ots) - In seiner Sitzung am 20. Juli 2026 hat der Rundfunkrat des
Bayerischen Rundfunks (BR) die Wirtschaftsrechnung für das Geschäftsjahr 2025
genehmigt und den zugehörigen Jahresabschluss festgestellt. Der BR schließt das
Jahr 2025 mit einem gegenüber der Planung erhöhten Fehlbetrag ab. Wesentlicher
Grund dafür ist die ausgebliebene Beitragserhöhung.
Dem Beschluss des Rundfunkrats vorausgegangen war die gesetzlich vorgeschriebene
Überprüfung des Jahresabschlusses durch den Verwaltungsrat. Zuvor war der
Jahresabschluss bereits im Gemeinsamen Finanzausschuss von Rundfunk- und
Verwaltungsrat ausführlich überprüft und im Ausschuss für Wirtschaft und
Finanzen eingehend beraten worden. Die externe Prüfung des Jahresabschlusses
erfolgte durch den Wirtschaftsprüfer RSM Ebner Stolz, der einen
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilte.
In der Gewinn- und Verlustrechnung weist der BR für 2025 Gesamterträge in Höhe
von 1.294,4 Mio. EUR aus. Dem gegenüber stehen Aufwendungen von 1.282,5 Mio.
EUR. Unter Einbeziehung weiterer relevanter Bilanzpositionen, etwa der
Investitionstätigkeit, ergibt sich ein negatives Finanzergebnis von 44,4 Mio.
EUR. Gegenüber dem ursprünglich geplanten Fehlbetrag von 38,4 Mio. EUR
entspricht dies einer Verschlechterung um 6,0 Mio. EUR.
Wesentlicher Faktor ist die ausgebliebene Erhöhung des Rundfunkbeitrags gemäß
Empfehlung des 24. KEF-Berichts. Daraus ergeben sich 32,6 Mio. EUR weniger
Einnahmen im Vergleich zur Jahresplanung. Durch höhere Erträge aus Finanzanlagen
und umsichtige Haushaltsführung konnte dieser Effekt teilweise kompensiert, die
Mindereinnahmen insgesamt aber nicht ausgeglichen werden.
BR-Rundfunkratsvorsitzender Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert: "Das Jahr
2025 war geprägt durch die angespannte finanzielle Lage aufgrund der nicht
erfolgten Beitragsanpassung. Daher sind auch Einsparungen im Programm inzwischen
nicht mehr zu übersehen und zu überhören. Der Rundfunkrat ist sich bewusst, dass
die langfristige wirtschaftliche Stabilität des BR nur durch strukturelle
Konsolidierungsmaßnahmen gewährleistet werden kann. Gleichzeitig gilt es, die
Vielfalt, Qualität und regionale Ausgewogenheit des Programms zu bewahren. Der
Rundfunkrat wird weiterhin Transparenz über die Prioritätensetzung des BR
einfordern und auf eine faire Balance zwischen Sparzwängen und programmlichem
Auftrag achten."
Der BR-Geschäftsbericht 2025 online
Näheres zum Jahresabschluss, zur Arbeit und Organisation des Bayerischen
Rundfunks sowie der Aufsichtsgremien ist dem Geschäftsbericht 2025 zu entnehmen
unter http://www.br.de/geschaeftsbericht
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OTS: BR Bayerischer Rundfunk
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