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Frankfurt am Main (ots) -
- 72 Prozent der Hersteller weltweit finden nicht genug qualifizierte Talente
- 60 Prozent der Beschäftigten in der Fertigung fehlt Skill-Training
- 45 Prozent der Beschäftigten fürchten, in den nächsten zwei Jahren durch KI
oder Automatisierung ersetzt zu werden
Die Fabrik der Zukunft braucht nicht nur Roboter, Sensoren und KI - sie braucht
Menschen, die mit diesen Technologien arbeiten können. Genau hier steht die
Fertigungsindustrie weltweit vor einem doppelten Engpass: es mangelt an
Fachkräften und Qualifizierung der bestehenden Mitarbeitenden. Laut dem neuen
"Global Manufacturing World of Work Outlook" von Manpower* geben 72 Prozent der
Hersteller weltweit an, Schwierigkeiten zu haben, die benötigten qualifizierten
Talente zu finden. Gleichzeitig sagen 60 Prozent der Beschäftigten in der
Fertigung, dass sie in den vergangenen sechs Monaten kein Skill-Training
erhalten haben. Hinzu kommt: Fast die Hälfte der Beschäftigten im
Fertigungssektor (45 Prozent) befürchtet, dass KI oder Automatisierung ihre
aktuelle Stelle in den nächsten zwei Jahren ersetzen könnte.
Die Ergebnisse treffen in Deutschland auf eine besonders angespannte
Industrielage. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 droht ein Rückgang der
sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Gleichzeitig belasten
Energiepreise, Materialengpässe, geopolitische Unsicherheit und der Umbau
zentraler Branchen wie Automobil, Maschinenbau und Chemie die Personalplanung.
Smart Manufacturing braucht Menschen, nicht nur Maschinen
"Die entscheidende Frage ist nicht, ob Beschäftigte den Wandel mitgehen, sondern
ob Unternehmen ihn schnell genug in Qualifizierung, neue Rollenprofile und
strategische Personalplanung übersetzen können", kommentiert Faris Becirovic,
Country Manager und Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup
Deutschland, die Studienergebnisse. "Das Problem dabei ist, dass Qualifizierung
vielerorts nicht systematisch genug stattfindet. Die deutsche Industrie verliert
daher nicht nur Jobs, sie verliert vor allem wertvolle Zeit."
Automatisierung und KI verändern die industrielle Arbeit nicht erst in Zukunft,
sondern bereits heute: Routinearbeiten verlieren an Bedeutung, während
technologiegestützte Rollen wichtiger werden, etwa für Mitarbeitende, die
automatisierte Systeme programmieren, warten und optimieren können. 93 Prozent
der Hersteller weltweit erwarten, dass Robotik und Smart Manufacturing ihre
Belegschaft verändern werden. Viele Unternehmen gehen davon aus, dass der Wandel
konkrete Workforce-Maßnahmen erforderlich macht: 50 Prozent rechnen damit,
bestehende Mitarbeitende umschulen zu müssen, 42 Prozent erwarten
Neueinstellungen für veränderte Rollenprofile und 31 Prozent glauben, bestimmte
Leistungen auslagern zu müssen.
Tatsächlich stehen die Belegschaften den Veränderungen grundsätzlich offen
gegenüber. 66 Prozent der Beschäftigten in der Fertigung fühlen sich sicher im
Umgang mit aktueller Technologie, 79 Prozent sind zuversichtlich, neue
Fähigkeiten für ihre Karriereziele lernen zu können.
Unternehmen benötigen daher schon jetzt konkrete Workforce-Pläne, so Becirovic:
"Wer künftig auf Automatisierung, KI und digitale Produktion setzen möchte,
braucht nicht nur neue Technik, sondern neue Rollenprofile, gezielte
Qualifizierung und klare Wege, wie Beschäftigte vom heutigen Job in die künftige
Produktion hineinwachsen können. Andernfalls fehlen im nächsten Aufschwung genau
die Menschen, die den Umbau tragen sollen."
Die zentrale Botschaft des Reports: Die Industrie kann sich nicht aus dem
Fachkräftemangel herausautomatisieren. Der doppelte Engpass aus Fachkräftemangel
und fehlender Qualifizierung droht zu einem zentralen Risiko für die
industrielle Transformation zu werden, wenn Unternehmen neue Technologien
einführen, ohne ihre Belegschaften mitzunehmen. Für den Industriestandort
Deutschland wird genau das zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie die Ergebnisse des Manufacturing
Reports 2026 für Ihr Unternehmen nutzen können? Kontaktieren Sie uns gerne für
weitere Informationen oder ein persönliches Beratungsgespräch.
Den vollständigen Report finden Sie hier. (https://www.manpowergroup.de/-/media/
project/manpowergroup/manpowergroup/manpowergroup-germany/studien_pdf/2026/manpo
wer-manufacturing-world-of-work-outlook-2026-de.pdf)
*Transparenzhinweis: Der "Global Manufacturing World of Work Outlook" wurde auf
Basis verschiedener Quellen erstellt, darunter auch Studien, Marktanalysen sowie
öffentlich zugängliche Daten von Drittanbietern. Die in der Pressemitteilung
genannten Kennzahlen und Prognosen beziehen sich auf die im Report ausgewiesenen
Quellen.
Über Manpower Deutschland
Als einer der größten Personaldienstleister in Deutschland vermittelt Manpower
seit 1965 gewerbliches Personal und qualifizierte Fachkräfte in passende
Arbeitsplätze. Mit einem weit verzweigten Netzwerk an Kunden in der Industrie,
Gewerbebetrieben, Technik und Handwerk ist Manpower für Bewerber und
Bewerberinnen nicht nur eine zuverlässige Anlaufstelle für die Themen Zeitarbeit
und Personalvermittlung, sondern auch ein vertrauenswürdiger Partner, für den
der Mensch im Mittelpunkt steht - damit Talente nicht nur vermittelt, sondern
auch weiterentwickelt und nachhaltig beschäftigungsfähig gemacht werden.
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