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Wiesbaden (ots) - Die Sommerhitze macht nicht nur Menschen zu schaffen: Werden
Medikamente zu warm gelagert, kann sich ihre Qualität verändern - und im
schlimmsten Fall auch die Wirkung. Das Infocenter der R+V Versicherung rät
deshalb, Arzneimittel vor Hitze, Sonne und Feuchtigkeit zu schützen. Das gilt
natürlich auch im Urlaub.
Besonders temperaturempfindlich sind fetthaltige Zäpfchen, medizinische Cremes
und Salben. Sie können bei Hitze schmelzen oder ihre Konsistenz verändern. "Auch
wenn ein Präparat später wieder fest wird: Dies sollte man ohne Rücksprache in
der Apotheke nicht mehr verwenden", rät Torben Thorn, Gruppenleiter
Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltmanagement bei der R+V
Versicherung. "Unter Umständen verteilen sich die Wirkstoffe dann ungleichmäßig
oder werden nicht mehr freigesetzt."
Auch bei Asthmasprays ist Vorsicht geboten. Denn bei hohen Temperaturen kann der
Druck im Behälter steigen. Das erschwert unter Umständen die richtige Dosierung.
Tabletten und Dragees sind meist weniger hitzeempfindlich, sollten aber
ebenfalls sachgerecht gelagert werden - trocken und vor direkter Sonne
geschützt. "Manche Schäden erkennt man an Verfärbungen, Geruch, Rissen in der
Oberfläche oder veränderter Konsistenz", sagt Thorn. "Vielen Arzneimitteln sieht
man jedoch nicht an, ob sie noch verwendbar sind."
Nicht im Auto liegen lassen
Raumtemperaturen von 15 bis 25 Grad sind für Medikamente in der Regel optimal.
Kurzzeitig vertragen die Präparate meist etwas höhere oder niedrigere
Temperaturen - etwa auf dem Weg von der Apotheke nach Hause. Dauerhafte Hitze
ist jedoch problematisch. Arzneimittel sollten deshalb nicht auf der
Fensterbank, im Badezimmer oder im Auto liegen. Gerade im Fahrzeug steigen die
Temperaturen im Sommer schnell stark an, etwa wenn es in der Sonne parkt. "Auf
kürzeren Strecken liegen Medikamente am besten schattig und möglichst kühl, etwa
unter dem Vordersitz", sagt R+V-Experte Thorn. Das Handschuhfach oder das
Armaturenbrett sind ungeeignet. "Bei längeren Fahrten oder im Urlaub schützt
eine Isoliertasche vor zu großer Hitze." Dabei sollten die Kühlakkus die
Medikamente allerdings nicht berühren. Dadurch können sie zu kalt werden.
Auch am Urlaubsort gehören Medikamente an einen kühlen, trockenen und dunklen
Platz. Das Bad ist wegen der Feuchtigkeit oft ungeeignet. Besser ist ein Schrank
in einem möglichst kühlen Raum.
Kühlpflichtige Medikamente richtig transportieren
Einige Arzneimittel müssen im Kühlschrank gelagert werden, zum Beispiel
bestimmte Insuline, manche Antibiotikasäfte oder Augensalben. Sie gehören auf
Reisen in eine Kühltasche mit Kühlakkus. "Werden die Medikamente zu warm
aufbewahrt, können sie ihre Wirksamkeit verlieren", warnt Torben Thorn.
Allerdings dürfen die Medikamente auch nicht einfrieren. Wer unsicher ist,
sollte vor der Reise in der Apotheke nachfragen.
Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
- Hinweise zur richtigen Lagerung stehen auf der Verpackung und in der
Packungsbeilage. Deshalb Medikamente möglichst in der Originalverpackung
aufbewahren. Diese schützt zudem vor Licht.
- Bei Verfärbungen, ungewöhnlichem Geruch oder veränderter Konsistenz in der
Apotheke nachfragen, ob das Medikament noch verwendbar ist.
- Hitze kann nicht nur die Qualität bestimmter Medikamente verändern, sondern
auch deren Wirkung im Körper. Wer regelmäßig Arzneimittel einnimmt, sollte bei
großer Hitze ärztlichen Rat einholen.
- Nicht mehr verwendbare Medikamente nie in Toilette oder Waschbecken entsorgen.
Je nach Kommune gehören sie in den Restmüll, zur Schadstoffsammlung, zum
Recyclinghof oder können in Apotheken abgegeben werden.
Pressekontakt:
R+V-Infocenter
06172/9022-131
mailto:ruv-infocenter@arts-others.de
http://infocenter.ruv.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/63400/6318600
OTS: R+V Infocenter
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